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Der Bielefelder Polizeipräsident geht (un)freiwillig in den vorzeitigen Ruhestand

Der Bielefelder Polizeipräsident hat am 7.10 bekannt gegeben, dass er nächsten Früjahr in den vorzeitigen Ruhestand geht. Als offiziellen Grund hat er gesundheitliche Probleme angegeben. Bei Behörden wird häufig der vorzeitige Ruhestand bei Fehlverhalten Nahe gelegt, um so Skandale in der Öffentlichkeit zu vermeiden. Da der Polizeipräsident Erwin Südfeld keine passende oder auch unpassende Gelegenheit auslässt um seine Gesicht vor die Kamera zu halten, tippe ich eher auf letzteres. Zum Abschied hat Radio Lippe eine hübsche Hommage an den Polizeipräsidenten verfasst: Weiterlesen

Artur! 2 *Bielefelder Galerie-Hopping*

Und schon wieder: ARTUR2 !

Am 7.10.2011 findet das zweite Bielefelder Galerie-Hopping statt. Sechs Galerien machen diesmal gemeinsame Sache.  Zur Artists Unlimited Galerie, den Galerien Baal, Galerie GUM, Galerie van Laak und Bérenger und galerie 61 ist der Kunstraum Rampe hinzugekommen. Sie eröffnen und präsentieren zeitgleich von 19 – 24 Uhr ihre aktuellen Ausstellungen.

In der Artists Unlimited Galerie wird eine Ausstellung mit Zeichnungen der Künstlerin Susan Junge mit dem Titel „papieren“ eröffnet. Die Künstlerin sagt über ihre Arbeiten: Auf

Papier, mit Kohle etwas hinein gekratzt oder Acryl wässrig drauf. Das Papier erträgt alles.

Auf der Suche nach neuen Bildlösungen finden sich Formen und Farbe, Wiederholungen und die daraus entstehenden Abweichungen. Es gibt keine Unterscheidung zwischen Wesentlichen und Nebensächlichem. Alles ist erlaubt.“

Die Galerie BAAL eröffnet die erste von vier über ein halbes Jahr verteilte Ausstellungen mit dem Titel „100 Werke _ Bild und Gespräch 1“ . Der Galerist Bernd Schlipköther zum Ausstellungskonzept: Mit der Ausstellung 100 Werke beabsichtigen wir begriffliche Annährungen an die Kunst in vier Schritten. Eine Konversation über ein halbes Jahr. Bis zum 31. März 2012 sollen die Werke von 20 Künstlern bei vier Eröffnungen mit Diskussion den Blick der Betrachter fangen und halten. Wer will, kann sich beim Besuch der Ausstellung von folgenden Begrifflichkeiten an die Hand nehmen lassen und damit in die Betrachtung einsteigen: Materie, Form, Bedeutung, moralischer Zweck, Überwelt … / realistisch, abstrakt, fesselnd, erschütternd, grotesk, komisch …. Der Staffellauf (1) wird am 07. Oktober mit 10 Bildern und 5 Objekten und einer ersten Frage eröffnet: „Was sagt mit mein (Kunst-) Gefühl?“

Galerie GUM präsentiert Jochen Stenschke mit „Hirnclaque II“. Nach seiner eindrucksvollen temporären Wandzeichnung „Synagoge – Gefäß Blau“ im Kunstverein Oerlinghausen in 2010 werden in dieser Ausstellung großformatige Altölzeichnungen zu sehen sein. „Das schwarze Altöl gilt als ein ganz besonderer Werkstoff, der ungleich schwerer zu bearbeiten ist als mit dem reinen Zeichenstift, da es keine linearen Strukturen zulässt. Stattdessen evoziert es Masse und Volumen, das sich in einem etwa 14-tägigen Entwicklungs- und Trocknungsprozess weiter ins Papier ‚hineinfrisst’ und membranartige, zartgraue Höfe entwickelt. Demgegenüber formuliert Jochen Stenschke jedoch die reine zeichnerische Linie weiter: Sie war und ist bis heute die unmittelbarste seismographische Geste seines inneren FühIens, das zugleich bestimmt wird von RefIexionen über Zeit und Raum, über das lnnerste das Menschen und dessen universale Beziehungsgeflechte.“ (Zitat: Dr. Beate Reifenscheid) Zur Eröffnung führt Thomas Thiel vom Bielefelder Kunstverein in die Ausstellung ein.

Van Laak und Bérenger zeigen „Papa pfui!“ – Neue Arbeiten auf Papier von Elisabeth Masé. „Es sind Papierarbeiten aus den letzten beiden Jahren, enigmatische Arbeiten, manchmal fragmentarischen Charakters, surreal, auch verstörend, teils Collagen und immer wieder mit Stickereien versehen, mit einem roten Faden.“  Ab 19 Uhr gibt es Gespräche mit den Galeristen.

In der galerie 61 sind Objekte der niederländischen Künstlerin Petra Groen zu sehen. Der Kunstraum Rampe zeigt unter dem Titel „Parkplatz vor dem Haus“ Fotografie von Christian Ring. Wir greifen in den großen Vorratsschrank der Ressourcen um unsere Bewegungsmöglichkeiten zu sichern, und doch steht unser Mobil die meiste Zeit des Tages – natürlich nicht irgendwo, sondern auf eigens dafür geschaffenen Flächen. Demgegenüber werden auf außerstädtischen Arealen Anbaumethoden mit pflanzlichen, auch genmanipulierten, landwirtschaftlichen Produkten durchgeführt, um unser Fortkommen auch in Zukunft steigern zu können.“ (Zitat des Künstlers) Zusammenhänge von Bewegung und Stillstand, Kultur-und Industriefläche erforscht Christian Ring mit seinen fotografischen Luftbildarbeiten auf eindrucksvolle Weise. Darüber hinaus werden auch Fotografien aus der Werkgruppe »Kühle Romantik« gezeigt.

Für Kunstinteressierte gibt es also viel zu entdecken. Die Galeristen versprechen auch in diesem Jahr: „Wir werden es Ihnen zeigen!“

Zur Orientierung erscheint ein Flyer mit Texten, Abbildungen, Adressen, Lageplan und Zeiten, der ab sofort an allen einschlägigen (Kultur-) Orten ausliegt und Lust auf das diesjährige Galerie-Hopping macht.

Galerie GUM, Weststr. 66, Bielefeld* galerie 61, Neustädter Str. 10, Bielefeld* Kunstraum Rampe, Neustädter Str. 9 (Hinterhof), Bielefeld* Artists Unlimited, Viktoriastr. 24, Bielefeld* van Laak und Bérenger, Viktoriastr. 48, EG, Bielefeld* Galerie Baal, auf Dürkopp Tor 6, August-Bebel-Str. 135, Bielefeld

Sahra Wagenknecht kommt am 21. 9. ins Theaterlabor!

Weil die örtlichen Lokalzeitungen schon mal Veranstaltungsankündigungen der LINKEN unter den
Tisch fallen lassen gibt es hier den freundlichen Hinweis für alle Sahra-Fans:

Frau Wagenknecht spricht und diskutiert am
21. September 2011 um 19.00 Uhr
im Theaterlabor im Tor 6, Hermann-Kleinewächter-Str. 4 in Bielefeld
über Maßnahmen zur Überwindung der Finanzkrise
und grundsätzliche Alternativen zur herrschenden Wirtschaftsordnung.

Sahra ist bekanntlich eine vorzügliche Rednerin, die komplizierte Sachverhalte verständlich und lebendig darzustellen weiß.
Eine gute Gelegenheit, um sich etwas mehr Klarheit über die herrschende Krise und grundsätzliche Alternativen zu verschaffen.

Weitere Infos hier.

Die Spirale

Der gedruckte Boulevard hat mal wieder eine ganz heiße Kiste. Erst gibt es Pressemeldungen der „Gewerkschaft der Polizei“:

„Polizei-Einsatz beim Fußball kostet 115 Millionen. (Und die Überstunden der „armen Kollegen“ stapeln sich bis ins Unendliche).

„Brandserie in der Bielefelder Altstadt“ (Paris und Berlin wären „froh“, es wären „nur“ Müllcontainer)

„Kaufleute planen privaten Sicherheitsdienst“ (Ach, wer ist noch mal Fan dieser Dienste?)

Alles in Allem: Futter für den Bolulevard. Viele Bilder mit betroffenen Gesichtern im Einsatz. Bürger, die in Todesangast aus der Altstadt flüchten werden sicher noch folgen.

Der Mann, den die Polizei der Stadt in U-Haft nahm, saß noch, als es wieder brannte…

Da müssen jetzt einfach privater Wachdienst mit kräftigen breitschultrigen Männern, MG im Anschlag und gepanzerte Fahrzeuge her. So wie um den Hauptbahnhof herum. Die Lage verlangt das. Gell, Herr B. und Herr C.? Spiralen haben die verdammte Eigenschaft, sich immer weiter aufzuschaukeln, wenn der Boulevard aus Sensationsgier und nicht der Berichterstattungspflicht der Presse wegen immer noch eins draufsetzt.

DUB!ME-Party im Forum.

Am 14. Oktober findet im Forum Bielefeld die Dubstep-Party DUB!ME statt. Hierfür werden noch Street Art-Künstler/-innen gesucht, die ihre Werke als Ausstellung oder auch als Deko während der Veranstaltung präsentieren möchten. Wer Interesse hat oder jemand kennt, der jemanden kennt schreibt bitte unter Angabe der eMail-Adresse einen Kommentar oder schickt direkt eine Mail an den Mitveranstalter Pascal unter pascal[at]eventconexion.de weiter.

DUB!ME-Party im Forum // Am 14.10.2011.

Bielefeld vertickt Männer mit Rabatt

Nichtsahnend schlägt Donna Lüttchen die Webseite vom Spiegel auf und was springt sie da an? „Bielefelder im Angebot“. Von Berlinern im heißen Fett wußte sie es ja. Aber Männer aus der Stadt der eifrigen Blitzer, der schlechtesten Fußballmannschaft im bezahlten Kickern müssen sie jetzt schon anbieten?

„Niemals lernt man aus“, sinniert Donna Lüttchen.

Wovor rennt Bielefeld denn weg?

Sie gehen einem langsam auf den Wecker, die krampfigen Aktionen der Spasskasse plus Lokalblättchen NW. Erst „run und roll“ und jetzt „SparkassenMarathon/NWStadtlauf“. Irgendwie hat man den Eindruck, die Stadt des Drittligisten ARMinia wolle es dem kleinen Hühnerhofverein von der grünen Alm nachtun. Wenn sich Spasskasse und Stadt (Wunderbar: Die „Klatsche“ der NW, die man zum Anfeuern der Renner bekommen kann) bei den wirklich wichtigen Dingen der Kommune so anstrengen würden wie beim ständigen wegrollen und wegrennen, juchheissa, was hätten wir wenig Probleme in der größen Stadt zwischen Hannover und Hamm.

So bleibt die Frage: Wovor rennen Spasskasse, NW und Stadt weg?

Was neulich in Bielefeld ähnlich war…

Seit dem frühen Morgen reißen die Proteste in Dortmund nicht mehr ab. Es gibt vielfältigste Aktionen, Demonstrationen, Blockadeversuche, Kundgebungen und Stadtteilfeste. Mit einem Aufgebot von mehreren Tausend schwer bewaffneten Polizisten mit Wasserwerfern wird versucht, die Bevölkerung einzuschüchtern und die Versammlung der rechten Demo zu ermöglichen. Ein ganzer Stadtteil ist abgeriegelt und damit wird das demokratische Versammlungsrecht ausgehebelt. Nachdem die Rechten stundenlang an ihrem Treffpunkt, von Polizei beschützt, festsaßen, gelang ihnen mit Hilfe der Polizei gegen 14:30 Uhr doch noch eine Demonstration. Gegendemonstrationen wurden von der Polizei fern gehalten.

Um 9 Uhr begann am “Fritz Henßler-Haus” eine Kundgebung und anschließende Demonstration zum Nordmarkt. Die Demonstration mit mehreren Hundert Teilnehmern bekam in ihrem Verlauf Zuwachs. Versuche, über Nebenstraßen in das abgeriegelte Gebiet zu kommen, wurden von Polizeikräften abgewehrt. Die Demonstration war sehr kämpferisch, mit vielen Parolen, Ansprachen an den “offenen Mikrophonen”. Es gab eine massive Kritik an der Polizeiführung, ohne deren Schutz die Rechten in Dortmund keinen Fuß auf den Boden bekommen würden. Große Einheit bestand auch in der Forderung nach dem Verbot aller entsprechenden Organisationen.

Um 12 Uhr begann gegenüber dem Hauptbahnhof nach einer Auftaktkundgebung erneut eine Demonstration zum Nordmarkt. Bei aller Unterschiedlichkeit der teilnehmenden Kräfte, so neben den linken Kräften auch von Kirchen, dem DGB, SPD und der Stadt, wurde eine neue Übereinstimmung deutlich. Es gab in der Stimmung eine große Einigkeit darin, daß man sich aktiv stellen muss, bis hin zu Blockaden.

Die zahlenmäßig nur wenigen Rechten können sich nur so aufspielen, weil sie von der Polizei und Justiz gedeckt werden. Das “offene Mikrophon”, wurde viel genutzt. U.a. berichtete ein Jugendlicher, daß 19 Kumpel`s von ihm am Bahnhof schon aufgrund ihres T-Schirts als “linksextreme Gefährder” in Sicherheitgewahrsam genommen wurden.

Sie hatten auf ihrem T-Shirt einen Aufdruck “Wer glaubt, daß Volksvertreter das Volk vertreten, der glaubt auch daß Zitronenfalter Zitronen falten” (der alte Spruch, ;-) , immer wieder aktuell).

Derzeit gehen die Aktivitäten, Demos, Kundgebungen, Feste und Blockadeversuche weiter.

Sie machen es glatt

Ab Montag, 5. September, wird die Schildescher Straße zwischen der Nowgorodstraße und der Herforder Straße aufgrund von Deckensanierungsarbeiten voll gesperrt. Eine Umleitung (U 2) über die Beckhausstraße beziehungsweise das Neue Bahnhofsviertel wird ausgeschildert. Während der Fräsarbeiten und des Deckeneinbaus voraussichtlich am Donnerstag, 8. September, sowie am Freitag, 9. September, wird der rechte Fahrstreifen der Herforder Straße stadteinwärts in Höhe der Schildescher Straße tagsüber für etwa zwei Stunden gesperrt. Fußgängerinnen und Fußgänger können den Arbeitsbereich immer passieren. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Samstag, 10. September. Pressemeldung der Stadt Bielefeld. Was haben wir uns darauf schon gefreut. Der nächste Aufriß.

Der Kampf der Schildermacher um die Wurst

KfZ-Zulassung Bielefeld

Es sind hochdramatische, in ihrer Sensibilität erschütternde Bilder, die sich offenbaren, hält man ein langbrennweitiges Objektiv auf den relativ schmalen Eingang zur Zulassungsstelle neben dem in der Finalisierung steckenden Amerikahaus. Dann treten sie wieder vor die Tür. Die Zigarette mit zittenden Fingern ansteckend, das Blattwerk aus Zulassung, usw. in der Hand. Immer geht der Blick nach rechts, die Straße hoch.

Werden die Schilder sich preislich schon wieder verändern im Kampf der Schildermacher?

Schildermachers Preiskampf

Was nicht zu sehen war, war ein Currywurstmann oder eine Currywurstfrau. Jetzt wo oberste Richter eine „klare“ Grenze in der Currywursteinnahme „sitzend oder stehend oder benachbart sitzend“ gezogen haben, ließe sich hier doch Geschäft machen. Die müßten sie alle stehend mampfen. Aber vielleicht gibt „hockend auf Schilder an der Zulassung wartend“ noch einen Extrasparpunkt? Es sind die existenziell quälenden Frage, die einen nicht ruhen lassen.

„Der Mond ist unsere Sonne“

Am Anfang – welch eine Exposition! – sitzt Alen auf einem Felsvorsprung in 3500 Metern Höhe, den Ararat vis-à-vis. Doch der grandiose Anblick des heiligen Bergs seiner armenischen Vorfahren lässt ihn völlig kalt – und erinnert ihn stattdessen an den Johannisberg, den Hügel über seiner Stadt: Bielefeld hat der junge Mann bis zu seinem überstürzten Aufbruch gen Osten niemals zuvor verlassen. Wie es dazu kommen konnte, vom ostwestfälischen Nabel zum alttestamentarischen Arsch der Welt geschleudert worden zu sein, versucht er sich im Folgenden klarzumachen.

Spiegel.online hat einen Roman (Nuran David Calis: „Der Mond ist unsere Sonne“) aus der Metropole an der reißenden Lutter nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern man rezensiert ihn sogar. Tja, Baumheide…..

Köttbullar-Restaurant will 3000qm anbauen…

Das lustig-listige Schildafeld ist dabei, neue Klöpse zu produzieren. Die größte Stadt zwischen Hannover und Hamm mit der einträglichsten Blitzanlage der Republik will ja bekanntlich Gütersloh die Größe eines neuen Portahauses vorschreiben. Selbst ist man aber grade dabei, am Südring die pseudoschwedische Spanplattenbude umm satte 3000qm auswweitern zu lassen und den ehemaligen „Ratio“-Markt (heute Famila) in Sennestadt zu einem Sportartikelmarkt von 2000qm zu genehmigen.

Kann es sein, daß der kürzlich vollmundig öffentlich agressiv daherplappernde SPD-OB Clausen da irgendwie verschobene Maßstäbe hat? Reicht es nicht schon, wenn sich der Kasperle-Club ARMinia ständig in Zusammenhang mit dem Namen Bielefeld bundesweit blamiert?

Wer darf jetzt bezahlen?


Wo Gutes sich ständig mit Schönem paaren möchte und irgendein Jurist immer gewinnt. Adenauerplatz

Die NW meldet online: Das neue Porta-Möbelhaus auf dem ehemaligen Pfleiderer-Gelände kann weitergebaut werden. Dies entschied die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Minden jetzt in zwei Eilverfahren. Geklagt hatten die benachbarten Städte Bielefeld und Rheda-Wiedenbrück, die sich durch die in Gütersloh neu entstehenden Verkaufsflächen von etwa 28.500 qm in ihren gewachsenen Einzelhandelsstrukturen bedroht sehen und daher ein unverzüglichen Baustopp beantragt hatten. Das Verwaltungsgericht lehnte diese Anträge ab.

Na sowas aber auch. Wer zahlt jetzt das Honorar der juristischen Schnellschiesser am Adenauerplatz? Sie dürfen nur 1 mal raten: Wir. Glückwunsch an die Juntas in der Metropole und Rheda-Wiedenbrück.

Warum genehmigte man das?

Die Gazetten der größten Stadt zwischen Hannover und Ham machen heute mit den Neonazi-Bahnhofsaufmarsch von 150 Rechtsextremisten auf. Aus Bad Nenndorf waren sie gekommen, wo sie das Örtchen schon „aufmischten“. Aber auf friedlichen Widerstand der Bürger trafen. Warum hat man den Zug auf dem Bielefelder Hauptbahnhof halten und die Glatzköpfe aussteigen lassen? Stell Dir vor, der Zug aus Niedersachsen hält hier nicht und fährt weiter. Immer weiter:-)

Aber dann hätten unsere Gazetten heute nichts mit dramatischen Bildern und dem todesmutigen Einsatz der gepanzerten Uniformierten zu berichten. Oder? Zu blöd. Wenn man ständig das rechte Auge zukneift und nur auf die „linken Horden“ schielt, die „unsren Rechtsstaat zerstören wollen“, sieht man offensichtlich im Laufe der Zeit da nichts mehr.

Die Oldentruper Erdbeerfeldposse des Hohen Rates

Der Hohe Rat der possenreichen Veranstaltung in den historischen Räumen am Niederwall hatte ja beschlossen. 30 Hektar besten Ackerboden in Oldentrup zu betoniertem Gewerbegebiet werden zu lassen. An sich schon eine Posse vor den vielen Brachflächen der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm. Die Kreislandwirte laufen nun Sturm angesichts dieses possierlichen Beschlusses des auch sonst ziemlich orientierungslosen Rates.

Noch possierlicher ist die Tatsache, daß die aus HalbrotGrünGeld bestehende Regierung der Stadt von „Menschengerechtem Leben in der freundlichen Stadt“ faselt und vor lauter Schaum vorm Mund gar nicht mehr mitkriegt, wie die Possen beim niederen, richtig arbeitenden Volk ankommen. Oder hat die Jagd nach Gewerbesteuerabgreifung schon alle rationalen Argumente hinweg-geschwemmt? Siehe juristischer Amoklauf gegen die paar Möblerquadratmeter auf dem ehemaligen Industriebrachgelände in der Nachbarstadt Gütersloh.

Vielleicht sollten die Oldentruper doch mal sowas wie „Erdbeer 21“ in der Baustelle unter den Teutogipfeln inszenieren.

Ossidammfußgängerbrückenposse

Das Bild da oben ist nur symbolisch. Natürlich reissen sie keine Schwellen aus der Fußgängerbrücke über den Ossidamm. Aber verwirrend ist es schon, was man da abposst. Nun diese Pressemitteilung des Hohen Rates der Metropole:

Die Vollsperrung der Fußgängerbrücke über den Ostwestfalendamm (zwischen Johannistal und Adenauerplatz) wird aufgrund des Bauablaufs erst am Dienstag, 8. August, ab Nachmittag erforderlich. Erst dann beginnen die eigentlichen Arbeiten an der Brückenoberfläche (je nach Witterung für etwa zwei Wochen). Solange können Fußgänger die Brücke in beiden Richtungen passieren. Radfahrer werden gebeten wegen der Baumaschinen und der abgebauten Brückenübergänge das Rad über die Brücke zu schieben.

Ein Früchtgemälde

Hat ja ein bißchen gedauert. Aber jetzt hat NW-Obermontierer Frücht zum schlechten Thema „Suff und Randale am Schulhof“ mal wieder was montiert. Da steht ein 10-Liter-Alpina-Pott neben einem Sixpack Becks und ausgesoffenen Dosen. Ein Finger drückt auf den Abzug einer Duplicolor-Spraydose (Mein Gott, da haben wir früher aber bessere Marken für unsere Aktionen gehabt…). Ein Früchtmahl von gradezu Dalischer Dimension.

Nein. Wir haben noch nie einen heutigen Schulhof von innen gesehen. Nein, wir haben auch die Früchtsche Szene noch auf so gut wie keinem Schulhof gesehen. Kann es sein, daß die NW mal wieder ein wenig aufbauscht, um überhaupt mit dem Thema an seine Leser zu kommen? Da fehlen doch nur noch die sauren Gurken, über die man so schön schreiben kann….

Wie schreibt doch der „Leineweber“ genau nebendran? „F.F. – Viel Vergnügen“ in Anspielung an den Meck-Vop-Wahlslogan der Schwarzen Partei:

„C wie Zukunft“.
oder
„Spray wie Farbe“

Tiefe Symbolik

Der Winter, der sich Sommer nennt, erlebt ab 15.30 Uhr auf der Alm das Pokalspiel ARMinia B. gegen 1. FC Nürnberg. Dritte Liga gegen Liga 1. Erstaunlich, das angesichts der ständigen Skandale, Egotrips, Rücktritte und Schuldenstandsmeldungen überhaupt noch Kicker in die Stiefel steigen und spielen. Um 300.000 Euro, so hört man, könnte ARMinia reißen, gewänne man. Aber das ist eher unwahrscheinlich. Aber der Pokal hat ja seine eigenen Gesetze und die schlugen gestern Abend Herrn Magath vom VfL Wolfsburg bei RB Leipzig um die Ohren.

Aber die Aufnahme von der Vorbeifahrt an der Hünenburg unter dräuenden Wolken hat schon eine gewisse Symbolik.

Jetzt freut Euch aber bitte!

Ab Anfang August gehen die Arbeiten an den Versorgungsleitungen in der Osningstraße in den zweiten Bauabschnitt, zwischen den Straßen Am Kämpchen und Hellenkamp. Abschnittsweise wird hier der rechte Fahrstreifen eingezogen, so dass bergauf nur eine Fahrspur zu Verfügung steht. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte November.

Pressemeldung der Stadt Bielefeld zum aktuellen Aufriß.

Stadtjunta: Lieber kurz und heftig

Die phantastische, einzigartige, großartige, jedem Bürger weit überlegene Junta der Stadt im Schildaesken Rathaus am Niederwall bringt sie alle auf die Palme. Von der NW befragte Bürger maulen ob der einmaligen Koordination der Baustellen (Hand aufs Herz. Ihr habt doch gar keine ), der Abwürgung der Innenstadt, der nicht mehr gemähten Randstreifen der meisten Straßen und der überquellenden neuen Müllcontainer nahe Niemöllers Mühle. Eine Stadtverwaltung, die der Zeitung kält lächelnd und frech ob der Kakophonie aus Umleitungen, Sperrungen, Aufrissen sagt: „Lieber kurz und heftig“ sollte man in Schubkarren setzen und von den vielen menschlichen Eseln zwangsweise durch die Aufrisse jagen lasen. Und dann den Dreck vor den neuen Sita-Containern nahe Niemöllers Mühle mit der Hand auflesen lassen. Es gehört sicher auch zu den Obliegenheiten einer Stadt, für die Sauberkeit vor Müllcontainern, gemähte Straßenränder und die Unkrautbeseitigung auf Strassenkreiseln zu sorgen.

Oder was macht man mit den einschlägigen Steuern? Ach ja. „Haarrisse“ in eigentlich noch intakten Asphaltbelegen entdecken. Und dann loslegen mit dem Aufriß.

Nun die Engersche…..

Im Rahmen des Straßenneubaus der Engerschen Straße beginnen am Montag, 1. August, die Arbeiten an der Kreuzung Westerfeldstraße / Talbrückenstraße. Die Engersche Straße wird stadteinwärts bis über den Upfeldweg beziehungsweise die Straße Loheide hinaus erneuert. Stadtauswärts bleibt sie durchgängig in Einbahnrichtung befahrbar. Aufgrund der Arbeiten werden jedoch die Westerfeldstraße zwischen der Beckhausstraße und der Engerschen Straße sowie die Talbrückenstraße zwischen der Engerschen Straße und der Ringenbergstraße voll gesperrt. Die Westerfeldstraße und die Talbrückenstraße sind während der Bauzeit für den Anliegerverkehr bedingt befahrbar. Der Verkehr von der Westerfeldstraße zur Talbrückenstraße und umgekehrt ist nicht möglich. In Richtung Schildesche werden daher Umleitungen (U 8) über die Straße Telgenbrink, die Grafenheider Straße sowie die Braker Straße ausgeschildert. Die Deckensanierung wird voraussichtlich am Samstag, 6. August, beendet sein. Danach erfolgt die Deckensanierung auf der Stadtauswärtsseite. Aus einem Pressetext der Stadt Bielefeld.

Aufriss für Aufriss. Möglichst gleichzeitig. Wie es der „freundlichen Baustelle am Teuto“ gebührt.