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Platanenallee gerettet !!!

Wie Daniela, die die Petition initiert hat, soeben mitteilte, ist die Platanenallee nun vor den Abholzungsabsichten sicher!!!!

Daniela:

“ 1. JULI 2016 — Liebe Unterstützer!

Die Platanenallee ist gerettet! Der Rat der Stadt bielefeld hat gestern mehrheitlich für den Erhalt gestimmt. CDU, FDP und BfB waren leider immer noch dagegen… Vielen dank an alle Unterstützer – ohne euch wäre das Ergebnis nicht so ausgefallen. Das wurde immer wieder betont! Danke und einen grünen Sommer! Daniela“

Gut gemacht, Daniela und alle, die sie unterstützt haben!

 

bielefeld existiert nicht

Bielefeld, wo Deutschland innen Spiegel kuckt

Bielefeld –  langweilige Provinz? Jeder weiß, dass die Stadt am Teuto zu Unrecht unterschätzt wird. Hier kommt keiner mehr wech.

Fraagste so’n Proff vonner Uni: Hömma, warum biste nicht gegangen, wo du noch konntest: nach Amerika, nach England, in die weite, schöne Welt. Aber nee, der Willi Heitmeyer ist immer wieder zurückgekommen. „Nachn paar Tagen woanders reichtet mir immer, dann will wieder zurück“, sacht er. Zurück nach sein Bielefeld. „Es iss wien Leben in offenen Vollzuch. So sieht das aus“ sacht er.

Weltstättler belügen sich doch bloss sowas von: So ein Berliner glaubt, der könnte heute dies und das tun, was er will. Aber der will gar nicht. Der lücht sich was vor, sagt der Willi und da isser geblieben in Bielefeld, wo er alles hat, was er braucht. Ne Kneipe, noch ne Kneipe, dat Stücksken Natur inn Teutobuargawalt und eben seine Uni. So isser, der Herr Proffessor.

Und heute hat die Arminia im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den VFL Wolfsburg verloren. Da kennen viele wieda nua die Bielefeldverschwörung, was daran liecht, dass die Leutchen hier die Klappe eben nicht so weit aufreißen wie in Wolfsbuag oder München.

Doof findet der Willi den Jahnplatz. Mit seine Freunde cheet er da nich hin, weil der stammt noch ausse späten 50er-Jahren und die Fußgänger mussten zum Pättken in den Untergrund auffe Rolltreppe. Da sind die Ostwestfalen-Idioten dann immer hoch und runter gefahren, wie auffe Kirmes. Das war so peinlich, dass er das nie einen von seinen schlauen Proffessorkollegen zeigen will.

Komischerweise hat Bielefeld nur bei denen einen schlechten Ruf, die nach Berlin oder in eine andere Großstadt ziehen, weil die Ballerköppe glauben, dass so ne Metropole mehr aus ihnen macht als sie sind. Hat aber nix genützt. War ja klar. Bekloppt sowas. Bleib in Bielefeld. Haste mehr von!

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Weihnachtsdeko mittelschwer verwüstet

Ooooooooooooohhhhhhhhhh!

Wo gestern noch ein Garagentor flächendeckend mit besonders kalt und scheußlich strahlenden LEDs bedeckt war, hängen heute nur noch vier kurze Strippen…

Ein ehemals aufgeblasener (!) fassadenkletternder Weihnachtmann liegt niedergemetzelt im Dreck!

Diese Freveltat tat bestimmt der Wind, der Wind, das himmlische Kind.

Das gibt’s doch gar nicht…. Der Bielefeld-Guide

Nicht mehr ganz frisch, aber noch aktuell, mein Bielefeld-Guide:
Bielefeld (323.000 Einwohner) liegt am Ostrand von Nordrhein-Westfalen an der ICE-Bahnstrecke (Berlin – ) Hannover – Ruhrgebiet (- Köln) sowie an den Autobahnen A 2 (Oberhausen-Berlin) und 33 (Osnabrück – Paderborn). Die Stadt ist mit Universität und Fachhochschule (rund 30.000 Studierende) ein wichtiger Hochschul- und Forschungsstandort. Derzeit entsteht auf einer der größten öffentlichen Baustellen Deutschlands ein neuer Hochschulcampus. Mit dem Teutoburger Wald, der mitten durch die Stadt verläuft und zahlreichen Park, der bundesweit bekannten Kunsthalle und einigen weiteren Sehenswürdigkeiten ist Bielefeld ein interessantes Ausflugsziel. Außerdem finden hier zahlreiche Kongresse statt….. 

Blick auf Bielefeld mit der Neustädter Kirche

Dank vieler Bausünden der 1960er und 70er Jahre und einer angeblich nicht besonders extrovertierten Bevölkerung 😉 galt Bielefeld lange Zeit als unxexy und langweilig, so etwas wie der westlichste Außenposten des real existieren Betonsozialismus auf einer Charmestufe mit Hagen, Wanne-Eickel oder Schwedt. Kein Problem. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert ;-)….

Glaskugel? Brauchen wir nicht

Gutes Neues! Haben Sie etwa noch mal in ihre olle Glaskugel geschaut? Oder sind zu jemand gepilgert, die/der darin die Zukunft 2012 gelesen hat? Hätten Sie sich sparen können. Hat unsere größe Altpapiergazette getan und neben ihrer eigenen – immer schmaler werdenden Leserzukunft (die Fans der Schützenverein-News sterben weg) – mangels aufregender Qualität darin gelesen, was uns erwartet. Kesselbrink, Pit-Ideen, Amerikahaus, vielleicht noch mehr Blitzer, A33-Anbindung, viele Hände, die sich waschen, in Unschuld baden oder gegenseitig, usw.

Es wird wie all die Jahre wieder nicht wesentlich überraschen, was der Boulevard an BILDern produziert. Wie gehabt.

Stellt Euch vor …..

…. das Verwaltungsgericht Münster hätte einfach mal gesagt, „Naziaufmarsch am Heiligabend in Bielefeld“ geht nicht. Da hätten 68 braune Socken an der wunderschönen Metropole noch Harsewinkel weiterfahren müssen. Linke Steinewerfer – ja, die gab es auch – hätten die Steine im Gleisbett liegen lassen müssen und ein paar tausend Bürger hätten mit einer ganz „normalen“ Demo gegen den rechten Mob demonstriert.

So aber hatten die Gazetten ganze Bataillone von Zeilenschindern in Stellung gebracht und hofften, das es Schlagzeilenträchtig „knallt“. So müssen sie sich mit Bildern und Berichten von verunfallten Autos über die Feiertage begnügen.

Demokratie und darüber berichten geht sicher auch anders……

Heiligabend. 12:18 Uhr…..

12:18 Uhr. Das ist die Ankunftszeit der Eurobahn auf dem Ostbahnhof der Metropole. In ihr sitzen ein paar Dutzend Nazi-Demonstranten, deren „Aufmarsch“ das Verwaltungsgericht Münster bekanntlich erlaubt hat. Ein paar Tausend Gegendemonstranten „Bündnis ggen rechts“ werden Trachtenweg, Huberstraße, Heeper Straße und AJZ, die Aufmaschzone des Neonazis säumen. Ein Schauspiel, das man seitens des Gerichtet sicher hätte vermeiden können….

Was der Denker so denkt

Der Rodische Denker vor der Bielefelder Kunsthalle kommt nicht mehr aus dem Denken heraus. Jetzt haben die Insassen des schildaesken Rathauses am Niederwall getagt und „sperren sich nicht gegen ein neues Shoppingzentrum“ als Passage von der Stresemannstraße zum Kesselbrink. Die City-Passage wollen sie nicht erweitert wissen. Die wäre „zu dominant für den Ortskern“.

Der Denker denkt so vor sich hin und murmelte der vorbeihastenden Donna Lüttchen zu: „Würden se doch erstmal den Mist aufräumen, der da so an Passagen in der Stadt hockt“. Ach, wo kommen wir denn da hin. Dann wäre der Ortskern ja noch „dominanter“.

Hasch mich. Der Jahnplatz kriegt nen Orangenhain.

Herrliche Glitzerkulisse

Er hätte seine stille Freude gehabt, der Maler des „Leeren“. Edward Hopper. Hier der Blick rüber in das brodelnde Weihnachtstreiben in der Altstadt. Und hier welche, die an schmückenden Girlanden aus weihnachtlichem Grün vorbeitändeln.

Sage niemand, Bielefeld sei nicht schön. Viele Hopper-Bilder werden hier entstanden sein. Motive fand er sicher überreichlich.

Der „talentierte“ Dr. c. p. * Karl-Theodor

Diese EU ist einfach grandios. Ein Tollhaus ausgebrannter Politiker und entsorgter Politpfeifen. Die nach wie vor unter einem gewissen Tatverdacht des gedeckten Waffenschmuggels stehende Kommissarin Nelli Kroes sucht ja „Leute mit Talent“. Nun, in Verwahrung sitzende Diebe und anderweitig Verurteilte haben oft gewaltig Talent. Einseitig zwar, aber immerhin. Und „copy & paste“ beherrschen sie meist besser als der Baron aus dem Fränkischen, der jetzt die EU-Kommission in Sachen Internet berät. Tja, was sagen da wohl die Koryphäen unserer hiesigen Software- und IT-Schmieden dazu?

*Dr. c.p. = Dr. copy and paste

„Versifftes Parkhaus Boulevard“

Die NW „testete“ ja kürzlich (26. November) in ihrer gewohnt liebediendenden Art Parkhäuser der größten Stadt zwischen Hannover und Hamm. Die Parkfäche an Goldbecks Boulevard im neuen Bahnhofsviertel erhielt gute Noten. Eine Leserbriefschreiberin, Kerstin Grote aus Bielefeld, schildert dagegen heute, was wir alle wissen, die schon öfter die versifften Treppenhäuser und Aufzüge benutzen mußten. Und fragt, ob die NW-Tester das Parkhaus „per Strickleiter oder Seilwinde betreten haben“.

Nein, liebe Kerstin. Das ist Absicht. Das hat Stil. Der eine Boulevard hackt dem anderen keine Augen aus 🙂

Bolles Wohnzimmer?

Unsere Abozeitung beherrscht ein ganz besonderes Spiel: Das Fegefeuer der Eitelkeiten. Seitdem man ein paar Workstations und Flachbildschirme zum weltweit einzigartigen 🙂 Nuhs-Ruhm zusammengewürfelt hat, vergeht keine Woche mit einem Vorzeigebild. Wie sagte doch der Chefredaktor laut NW?

„Ziel ist es, die NW als modernstes Medienunternehmen der Region zu präsentieren“ Uff de Bilderschau vonnen Blatt kannste kicken.

Warum nur „Ziel“? Was ist mit dem Weg dahìn? „Irjentwie hat dat wat von Bolle“, würden Berliner sagen.

Sensation: RTL zeigt Doku „Anfahrt auf Bielefeld“

Gewöhnlich völlig uninformierte Kreise beim Konzern in der Stadt G. nebenan haben durchsickern lassen, daß Elisabeth M. und Anke S. die Stadt wo nicht gibt strafen wollen für die Unbotmäßigkeiten, die ein gewisses Blog immer ausstreut gen Heilige Familie. Deshalb wird ein Kamerateam in Ultraslowmotion zeigen, wie es aussieht, wenn man auf Bielefeld schienenmäßig zurollt und – nichts sieht.

Elisabeth M. und Anke S.gehen davon aus, daß solch eine Doku erzieherische Wirkung hat und als „Bielefelder Modell“ in das Programm der gemein nützigen Stiftung derer von B. aufgenommen wird. Als Synchronstimme hat man sich bereits die Katzenberger gesichert, die das neben Bohlen übernehmen wird.

Die Stadt. Die niemals schläft.

Die Berufsjammerer kriegen endlich Nässe von oben. Auf der Detmolder, die sich ab 17 Uhr in schönes Halbdunkel hüllt wackeln die Glaswände eines einschlägigen Autohauses mit weißblauem Propeller an den Autos und Heerscharen Angehöriger des Stammes 60+ drängeln sich auf dem traumhaften Weihnachtsmarkt der porta Oldentrup. Niemals zuvor hat Donna Lüttchen nebst Begleitung einen „Weihnachtsmarkt“ gesehen, der bar jeder Weihnachtskonsistenz ausschließlich der Abfütterung des Stammes 60+ und dem Vorzeigen der neuesten Volkswagenmodelle eines Bielefelder Verkäufers der Wolfsburger Truppe dient. Um den Kleinstwagen, der Up! zu neuen Ufern fahren soll drängte sich 60+ besonders dicht. Es gab schließlich ein Gewinnspiel. Das Autochen guckte sich niemand an. Wie sagte doch neulich mal ein bekannter Advokat der alten Leineweberstadt? „Das Möbelhaus der bildungsfernen Sxchichten“. Oha. Donna Lüttchen wollte da nur jemand grffen, der sich aber in einer ganz anderen porta aufhielt. Nahe Westfalica.

Lippenbekennnisse

… sagte Christian Böllhoff, der Chef des Wirtschaftsforschungsinstitiuts Prognos AG aus Basel als Gast der IHK Ostwestfalen und die NW berichtete darüber. Flugs erinnerten wir uns an die „grandiosen Ansätze“ diverser werblicher Stümpereien, die Werbung für diese Region anzuleiern. Böllhoff ist der älteste Sohn des Unternehmers Wolfgang Böllhoff und drückt zart aus, was OWL Marketing und Bielefeld-Marketing mehr schlecht als recht gebacken kriegen. Fähige Köpfe gibt es hier sicher genug. Man sollte sie mal machen lassen und nicht immer wieder die immer gleichen Pferdchen durch die Manege laufen lassen. Bequemlichkeit ist ja was Schönes, schadet aber meist frischen Ideen. Wie wir sicher erfahren werden, wenn die heutige Regionalkonferenz zu OWL und seiner Entwicklung im Rheda-Wiedenbrücker A2-Forum ihre vollmundigen Lippenbekenntnisse abgibt.

Uninspiriert

„Die Meckerer von Bielefeld-Blog können es ja auch nicht besser“ ist die lahme Standardantwort der Zeilenfüller von den Altpapiergazetten und der Holtkampschen Marketing-Elite von BI-Marketing nebst der Eigenrauchigen Werbeagentur, die das Meiste für den Club macht. Wenn wir hier auf dem mit Abstand größten Blog des Städtchens Dinge anmerken, schreiben wir nur, was die schweigende Mehrheit denkt und halt gelangweilt hinnimmt. Da aber Bilder und Videos ganze Bände sprechen, sei HRH hier ausdrücklich erwähnt. Er merkt nur an, was viele denken. Nun gehen Sie halt auf die Bahnhofstraße, trinken ihren Billiggeglühten in Tassen aus Massenspülung und feiern ihr Multikompatibles Metropolenfest.Zum Glück gibt es in der Region um die Stadt herum eine ganze Reihe von Weihnachtsmärkten, die dieses Attribut verdient haben….

NW glüht schon mal „Perfektes Dinner“ vor

Die „andere“ Alexandra von der größen Tageszeitung der Region hat schon mal in die Kochpötte der fünf Kandidaten geguckt, die im Januar 2012 bei der Endlos-Serie „Perfektes Dinner“ für VOX vor der Kamera standen. Aber was ist das schon gegen das Damalige, als die Hollywood- und Verkaufskanäle-Karriere eines dicken Mannes begann, dessen Beruf(ung) darin besteht, Leute massenhaft anzurufen und anrufen zu lassen. Ob einer auch diesmal den Feinköstler Klötzer, Olaf eingespannt hat? Um Weihnachten rum haut der nämlich immer für ziemlich gutes Geld was mit Karamell raus…..

Sicher nur ein vereinzeltes schwarzes Callcenter-Schaf :-)

Mit einer Razzia in mehreren Bundesländern ist die Polizei gegen die betrügerische Call-Center-Szene vorgegangen. In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz seien Firmen durchsucht worden, berichteten Polizei und Staats- anwaltschaft am heutigen Donnerstag in Krefeld.Bei dubiosen Anrufen sollte man sofort auflegen. Foto: ArchivBei dubiosen Anrufen sollte man sofort auflegen. Foto: ArchivBei dubiosen Anrufen sollte man sofort auflegen. Drei Call-Center-Betreiber im Alter von 25, 30 und 43 Jahren landeten unter Betrugsverdacht in Untersuchungshaft.

Dutzende Mitarbeiter in den Call-Centern sollen auf Anweisung bevorzugt ältere Menschen mit Anrufen tyrannisiert, massiv bedroht und beschimpft haben. Allein aus einem Krefelder Call-Center wurden täglich tausende Bundesbürger angewählt, um ihnen Gewinnspielprodukte zu verkaufen. Die Masche sei dabei gewesen, den Angerufenen vorzugaukeln, sie hätten einen bestehenden Gewinnspielvertrag und ihnen großzügig die Kündigung dieses Vertrags anzubieten. Tatsächlich hätten die Opfer mit der vermeintlichen Kündigung den Vertrag erst abgeschlossen. Einzelne Opfer seien um bis zu 13 000 Euro gebracht worden. „Angehörige von Geschädigten haben uns mitgeteilt, dass sie nun verstehen, warum es von Oma und Opa keine Weihnachtsgeschenke mehr gegeben hat“, berichtete der Leiter der Ermittlungskommission „Call“, Jochen Fier.

Die kriminellen Gewinne aus den Call-Centern seien exorbitant und von den Verdächtigen für Immobilien, teure Autos und einen luxuriösen Lebenswandel ausgegeben worden. Die Ermittlungen gingen weiter. Die Call-Center-Mitarbeiter würden noch vernommen und Terabytes von Computerdaten ausgewertet. Die Polizei riet, bei dubiosen Anrufen sofort aufzulegen. Quelle: Frankfurter Neue Presse und dpa

Wie sagte doch noch grad der Starkleibige eines hiesigen Callcenters?

„Sowas könnte es bei uns niemals nie geben“. Eben. Weil niemand diese nette Branche braucht.

Ein Beitrag zur Reichsprogromnacht vom 9. auf den 10.11.1938

Eine eher kleine Geschichte aus Bielefeld bringt vielen vielleicht die Geschehnisse vor nunmehr 73 Jahren näher. Sie zeigt, wie ich finde, exemplarisch wie die jüdischen Mitbürger erst ruiniert und dann weggeschafft und letztendlich physisch vernichtet wurden. Sie zeigt aber auch, dass die oft gehörte Entschuldigung: „Davon haben wir nichts gewusst,“ nicht stimmen kann. Waren die jüdischen Menschen doch Teil unserer Stadt, Nachbarn, Geschäftsleute, aber auch Konkurrenten denen man sich, zum eigenen Vorteil, im Namen des Gesetzes entledigen konnte.

In In diesem Haus, in der Stapenhorststraße, lebte das Ehepaar Irmgard, geb. am 14.04.1895 in Mönchengladbach, und Bernhard Buchholz, geb. am 20.04.1888 in Detmold. Bernhard Buchholz betrieb die Lederwarenhandlung Gottlieb Vogt in der Ritterstraße 75.

In einem Schreiben vom 21. Dezember 1938 bittet der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld den Regierungspräsidenten in Minden im Rahmen der „Arisierung“ um die Genehmigung zur Übernahme des vorhandenen Warenlagers durch den Kaufmann Karl Michaelis, der „bereits eine Lederwarenhandlung in kleinerem Umfang“ in der Ritterstraße 33 betreibt.“ Weiter schreibt der Oberbürgermeister: „Sein Sohn soll in das Geschäft eintreten und den Umsatz durch die Übernahme des Kontingents der Firma Vogt gesteigert werden.“ Weiter heißt es: „Die Firma Vogt betrieb in dem Hause Ritterstraße 75 früher auch ein Einzelhandelsgeschäft. Dieses Geschäft ist jedoch aufgegeben und wird vom Käufer nicht übernommen. Für die Übernahme kommt nur das Großhandeslgeschäft in Frage.“ Man nimmt sich nur was man gebrauchen kann das Warenlager und die Kundenkartei des Großhandels. Das Einzelhandelsgeschäft wird liquidiert. Die Verträge zur „Übernahme“ sind nur wenige Tage nach der Reichsprogromnacht am 09.11.1938, nämlich am 15.11.1938 und ein Nachvertrag am 28.11.1938 vor dem Notar Gustav Landmeyer geschlossen worden.

Am 13.12.1941 ist das Ehepaar Buchholz mit einem Transport ab Münster – Osnabrück – Bielefeld nach Riga deportiert worden, wo sie am 16.12.1941 angekommen sind. Am 09.08.1944 wurden die Buchholz’s mit vielen anderen vor den herannahenden sowjetischen Truppen auf dem Seeweg in das Konzentrationslager Stutthof bei Danzig gebracht. Hier wurden sie getrennt. Irmgard Buchholz verstarb am 09.10.1944. Bernhard Buchholz wurde am 16.08.1944 in das Konzentrationslager Buchenwald überstellt. Sein Todestag ist der 16.12.1944.

Ausstellungseröffnung: Svenja Ellermann

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich zur Ausstellungseröffnung am
10.11.2011 um 18:00 Uhr in die Musik und Kunstschule ein.

Acryl auf Papier, 70 cm x 80 cm

Diese Ausstellung widmet sich dem bisherigen Gesamtwerk der Bielefelder Künstlerin Svenja Ellermann.
Zum 1. Mal wird hier eine repräsentative Auswahl aus der fast unglaublichen Anzahl von Gemälden, Zeichnungen,
Grafiken und Skulpturen ihres Atelierfundus der Öffentlichkeit präsentiert.
Dabei wird die sehr persönliche Herangehens- und Sichtweise der Künstlerin,
sowie die Auseinander- und Umsetzung des Erlebten sehr deutlich erfahrbar.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Karsten Habighorst,
Lehrender an der Musik und Kunstschule der Stadt Bielefeld.

Svenja Ellermann lebt und arbeitet in Bielefeld.

Kontakt:
Musik und Kunstschule
Am Sparrenberg 2c
33602 Bielefeld
Tel.: 0521-51 66 77

Der Bielefelder Polizeipräsident geht (un)freiwillig in den vorzeitigen Ruhestand

Der Bielefelder Polizeipräsident hat am 7.10 bekannt gegeben, dass er nächsten Früjahr in den vorzeitigen Ruhestand geht. Als offiziellen Grund hat er gesundheitliche Probleme angegeben. Bei Behörden wird häufig der vorzeitige Ruhestand bei Fehlverhalten Nahe gelegt, um so Skandale in der Öffentlichkeit zu vermeiden. Da der Polizeipräsident Erwin Südfeld keine passende oder auch unpassende Gelegenheit auslässt um seine Gesicht vor die Kamera zu halten, tippe ich eher auf letzteres. Zum Abschied hat Radio Lippe eine hübsche Hommage an den Polizeipräsidenten verfasst: Weiterlesen