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Wie wird es wohl sein?

Die Grünen sind noch lange keine Volkspartei. Ihre Stammwählerschaft kommt überwiegend aus der Mittelschicht. Keine wirkliche Bindung zum einfachen Mann von der Straße, dem Besenschwinger auf dem Fabrikgelände, dem arbeitslosen Familienvater, der vor der Tafel in der Schlange steht, geschweige denn zu den oberen Zehntausend.

Regieren können sie, einfach deshalb, da Herr Kretzschmann selbst schon Erfahrungen im Ministerium gesammelt hat, wenn auch nicht als Minister, so aber doch als Staatssekretär. Er wird sein Kabinett schon in den Griff bekommen. Es muß mehr die Frage sein, ob die SPD-Minister und deren Hintermänner nicht versuchen werden, sich zu den heimlichen Leitern und Lenkern der Grünen aufzuschwingen, mit dem Gedanken, daß man doch der „Ziehvater“ ist. Als Ministerpräsident hat man auch entsprechende Kontakte zur Wirtschaft zu halten, manch einer sitzt in Aufsichtsräten mit drin, was die Grünen ja sicherlich ablehnen.

Herr Kretzschmann meinte, er wäre zuerst seinem Land verpflichtet und dann seiner Partei. Diese Aussage wirft jedoch die Frage auf, ob er sich auch so verhalten wird. Ein MP mit neuen, frischen Ideen und einer, wie ihn die dt. Politszene wahrlich noch nicht erlebt hat? Oder unterm Strich doch einer wie der andere?

Mappus schafft nach 58 Jahren CDU-Abwahl

Die erste Progonose und die ersten Hochrechnungen zeigen:

Mappus-CDU und FDP nach 58 Jahren in Baden-Württemberg abgewählt. Die Gelben müssen sogar um den Landtagseinzug zittern. Wählen können sie also doch im Land der Spätzle 🙂

Beck und SPD zwar schwer abgestraft, aber die CDU-Weinkönigin Klöckner wird nicht regieren können. FDP nicht im Landtag. Was bei den Linken für beide Landtage gilt.

Tja, da bleibt ja nur die Frage an Angela Merkel und Guido Westerwelle: Was nun?

Ach Mappus …

Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) gibt dem Atomreaktor Philippsburg I Chancen, nach der dreimonatigen Auszeit wieder ans Netz zu gehen. „Ich schätze Philippsburg I rentabler ein als Neckarwestheim I“, sagte der Politiker der „Financial Times Deutschland“. Beurteilen müsse dies jedoch am Ende der Betreiber EnBW. Sagt der ehemalige Pforzheimer Provinzbürgermeister und Noch-Ministerpräsident Baden-Württembergs, der fülllige Herr Mappus in der Financial Times Deutschland heute.

„Noch rentabler“? Aha. Das ist also die einzige Richtgrösse des Herren aus Stuttgart? Na dann dürfte ja hierzulande keiner vom Netz. Dann sie alle alles überstrahlend „hochrentabel“. Wie doch Brüderles „Entgleisung“ immer mehr im LIchte der Wahrheit der Atomparteien gesehen werden muß. Dagegen hilft ja nur eines: Mappus und seine schwarze Front abwählen und FDP gar nicht erst in die Landtage Ba-Wü und Rheinland-Pfalz wählen.

Ex-Kanzler Kohl (der mit dem „Bimbes“, den „blühenden Landschaften“ und dem „Ehrenwort“) setzt noch eins drauf: Man dürfe angesichts der japanischen Situation nicht „eine Rolle rückwärts“ machen. Sprich: Birne meint, nichts sei sicherer als AKWs.