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Tiefe Symbolik

Der Winter, der sich Sommer nennt, erlebt ab 15.30 Uhr auf der Alm das Pokalspiel ARMinia B. gegen 1. FC Nürnberg. Dritte Liga gegen Liga 1. Erstaunlich, das angesichts der ständigen Skandale, Egotrips, Rücktritte und Schuldenstandsmeldungen überhaupt noch Kicker in die Stiefel steigen und spielen. Um 300.000 Euro, so hört man, könnte ARMinia reißen, gewänne man. Aber das ist eher unwahrscheinlich. Aber der Pokal hat ja seine eigenen Gesetze und die schlugen gestern Abend Herrn Magath vom VfL Wolfsburg bei RB Leipzig um die Ohren.

Aber die Aufnahme von der Vorbeifahrt an der Hünenburg unter dräuenden Wolken hat schon eine gewisse Symbolik.

Stein kommt nicht ins Rollen

Stein sandte seine Absage in einer persönlichen Erklärung am Mittwochabend um 22.18 Uhr an die Neue Westfälische. Darin heißt es: „Hiermit möchte ich bekannt geben, dass ich im Moment für das Amt des Präsidenten bei Arminia Bielefeld nicht zur Verfügung stehe. Ich bitte diese Entscheidung zu respektieren und keine weiteren Fragen zu stellen.“ Quelle: NW online kungelten). Also mal ganz ehrlich: Bescheuerter gehts nicht mehr, als beim (Fast)Aushängeschild der Metropole.

Stein liegt quer

Die dünne Höhenluft hoch oben auf der Alm scheint die Sinne arg zu vernebeln. Vier von fünf Verwaltungsratsmitgliedern des kleinen garstigen Drittligisten mit dem Riesenschuldenrucksack führten Gespräche mit Lautsprecher und Demnächstmöchtegernpräses Uli Stein. Nur der Vorsitzende des Verwaltungsrates, der Herr Geilhaupt, wußte nichts davon. Stein will nur kandidieren, wenn Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier geht. Da gibt es von außén in den kleinen Club geschaut doch nur einen Spruch: „Das Schnitzel hat seine Schuldigkeit getan, Das Schnitzel kann gehen“. Dafür bringt Stein dann solche Boulevard-Koryphäen mit wie den Herrn Helmer, der immer so stocksteif auf einem TV-Sportsender mit nächtlichen „Sexy Shows“ moderiert. Wär das nicht was für die Roland-Kentsch-Gedächtnistribüne?

„Almdudeln unter Flutlicht“

Plötzlich machen sie in XXL

Oha. Als die kleine ARMinia noch in den Eliteklassen mitspielete, ging das halbnrote Boulevardblatt meist ziemlich hart mit den Almistenh ins gericht. Jetzt, wo alles wohlfeil und drittklassig ist, kann man plötzlich mit XXL-Poster aufwarten. Abgesehen von der fast unflätigen Größe des Rotationsproduktes fragt man sich, wieviel Altholz oder wieviele Bäume da wohl für das Papier draufgingen?

Da hängt die ARMinia. Reduziert.

Ganz real,-: Auf der Schütte daneben liegt irgendein Machwerk von Dieter Bohlen. Stark heruntergesetzt. Ziemlich nah dran hängen die letzten L/M/XL/XXL – Trikots jenes glorreichen Fußballclubs, der in der Höhenluft der Alm auf grünem Rasen lange die Eliteklasse erhielt Dann abrutschte, abrutschte, abrutschte. Nun soll Thomas Helmer, einer der größten Fußballspieler, den die Welt je sah und nahe am Boulevard, in der Mannschaft des kommenden Präses Uli Stein alles wieder besser richten.

„In 5 Jahren wieder oben“. Wir werden sehen.

Drittligist trotzt Premier League-Team

Donna Lüttchen, die ja das Gras wachsen und die Flöhe auf der Alm husten hört, dachte sich: „Guckste mal nach England, ob die überhaupt ein Wort über den Kick heute in der S…. Arena verlieren. Hamse. Sogar eine Lifeschalte zu ihrer Zeit in „die Schuco“ hatten sie.

Da staunte Donna Lüttchen. Wie aufgeweckt andere Städte sind. Der stolze Drittligist hatte sowas nicht.

1:1 gings aus. Was nicht unbedingt was sagt. Schließlich hatte OB Pit rührselig das abgetretene Präsidium mit Parteikumpel Stadtwerke-Wolferl im Rathaus, um zu „danken“.

Donna Lüttchen fragt mal wieder, stutzig wie immer, wofür?

30 Jahre „Dallas“

Viele BielefelderInnen schwammen noch nichtsahnend im Lutter-Kolk. Angela Merkel war hinter der Mauer noch ahnungslose Physikerin. Die heutige EU war noch EWG. Mit Ronald Reagan gab es einen ausgesprochenen Hardliner als US-Präsidenten. Der „NATO-Doppelbeschluß“ als Machtdemonstration im Kalten Krieg war geboren. Wolfgang Kneib stand im Tor der damals durch das „Wunder Eilenfeldt“ doch erstklassig gebliebenen ARMinia und dann kam der absolute Knüller:

Die ARD startete am 30. Juni 1981 „Dallas“.

Heute heißen die Fieslinge anders. Aber sie sind würdige Nachfolger.

Traumtänzershow am Almrasenrand

Die kleine, so furchtbar amateurhaft geführte ARMinia, hat den nächsten Lustklops in den Himmel über der Melanchthonstraße geschlagen. Jetzt müssen die Mitgliedsbeiträge von € 5 mtl. auf € 7 erhöht werden, damit man sich gewisse Zuschüsse des Landes sichern kann. Besonders niedlich die Bemerkung der „Führung“: „Auch die Mitglieder müssen zur Konsolidierung des Vereins beitragen“. Müssen? Die Mitglieder? Wurden die alle gefragt beim Bau des Luftschlosses mit Mausoleum unterm Anstoßkreis?

Da klingt ja das sportliche 1:1 gegen Erstligabsteiger FC St. Pauli im Testspiel gradezu wie eine Erlösung. Offensichtlich kann die Von-Ahlen-Arabi-Truppe recht gut Fußball spielen….

getgoods ARMinia

„getgoods“ – ein bisher hier unbekannter Internetvermarkter von Elektronik etc. – heißt der neue Sponsor des urostwestfälischen, von der heimischen Wirtschaft und Industrie „getragenen Traditionsvereins“ ARMinia B. Den Fenster- und Solarbauern von Schüco sind sie zu popelig, die Brüste der Jung-Drittligisten. Und ansonsten findet sich keiner aus der heimischen Riege der „Global player“.

Nun denn. Warten wir es ab. Vielleicht klingt „getgoods“ ja in den südlicheren Gefilden der Republik wie „vergeltsgott“, wenn die kleine ARMinia den großen Punktesack liegenläßt?

Jahrzehntelang mitgemurkst

Der „Lotse“ ging von Bord. Jahrzehntelang hatte er in diversen wichtigen Gremien des kleinen Clubs von der grünen Alm mitgemurkst. Dann meinte er, unbedingt Präsident diese Clubs werden zu müssen. Er, der – obwohl Chef der Stadtwerke – ungestraft zu einem der wichtigsten roten Strippenzieher dieser seltsamen an Possen reichen Metropole an der reißenden Lutter gezählt werden darf. Er kneift jetzt den Arsch nicht mehr zusammen. Er läßt sich das „nicht mehr gefallen“. Er fühlt sich „hintergangen“. Er mag nicht mehr. Bäääääääääääääääää. Längst zeigen andere der ofenfrischen Stadt, wie das geht mit einem Erstligaverein. Mainz. Augsburg. Sinsheim. Freiburg.

Die wirklich Beschissenen sind die knapp zehntausend glühenden Anhänger der Schwarzblauen. Die treu und brav ihre Kohle auf die Alm schleppen. Jeden Humburg von Liga 1 bis jetzt 3 mitmachten. Immer in der Hoffnung, es werde mal besser. Die sogar die Kentschen Haupttribünenfürze umrahmt von Schalmeiengesängen billigten, die das versenkbare Schwick-Memorial („Begrabt mich einst im Mittelkreis der Alm“) bejubelten. Die auch in Liga 3 gegen Sandhausen wieder jubeln, hoffen und bangen. Die sogar in Liga 4 oder 5 bei Wind und Wetter da stehen würden, obwohl sie die Namen der Adidas-beschuhten Legionäre schon gar nicht mehr zählen oder gar nennen können.

Wo bleibt eigentlich der journalistisch sorgfältig recherchierte Hintergrund dieser Alt-Bielelefelder Männertragödie?

31.Mai

Was wird der letzte Maitag bringen? Also zunächst mal diese Rose. Dann erinnert er an den letzten Tag der Steuererklärungsabgabe (Wenn sie nicht der Steuerberater macht). Ab 9 Uhr erfahren wir, ob über Wetterfrosch Kachelmann Recht oder Unrecht gesprochen wird. Für Drittligist ARMinia endet eine Frist. Ansonsten mal schauen.

Ach sorry, ich vergaß. Vergessen habe ich das „Wunder Agentur für Nichtarbeit“. Unter 3 Mio. Arbeitslose. Donnerwetter. Da hat man jetzt Hintz und Kunz in die prekariäre Zeitarbeit geprügelt, ganze Bataillone in sonstige Maßnahmen gestopft und schon glänzt die „angepasste“ Statisik. Wozu brauchen wir dann noch die phantastisch ausgebildeten tagelöhnenden Billigschrauber (die können noch hölzerne Eselskarren freihändig auf dem Kopf stehend reparieren) aus den Ländern östlich der Oder-Neiße?

Lila folgt blau

Gestern Abend an der Bremer Brücke in der Nachbarstadt Osnabrück zeigten die Kicker des VfL Osnabrück mal echte Nachbarschaftshilfe. Damit die kleine ARMinia nicht so einsam in Liga 3 (falls sie da spielen….) kicken müssen, verloren die VfLer das Rückspiel der Relegation gegen Dynamo Dresden 1:3 und ließen die Sachsen aufsteigen. Na da freuen wir uns doch auf heiße Derbies. Die Möbeltypen aus dem Blechkasten an der A33 bleiben ja leider als bester Zweitligaclub der Region OWL in Liga 2. Aber zusammen mit 3500 sangesfreudigen Hardcorefans auf der Lorbeerumkränzten Roland-Kentsch-Sargnagel-Gedächtnistribüne den FC Chemnitz erleben, das hat auch was.

Macht Fußballvereine auf!

Die Sparkasse Bielefeld und das Land NRW als Bürge sind Zweitliga-Abtsieger Arminia Bielefeld finanziell entgegenkommen. Die elf Millionen Euro Darlehen, die der DSC dem Kreditinstitut schuldet, seien in den kommenden zwei Saisons vollständig tilgungsfrei, sagte Arminia-Geschäftsführer Ralf Schnitzmeier auf einer Pressekonferenz am (heutigen) Dienstag. „Das ist ein großer Erfolg und weitsichtig von den Entscheidern“, so Schnitzmeier. „So gibt man dem Verein eine Chance, in den kommenden zwei Jahren in der Dritten Liga mit einer Last weniger zu spielen.“ Denn das auch die Saison 2012/13 eine Drittligasaison werde, davon geht Schnitzmeier aus. Berichtet die NW aktuell auf ihrer online-Seite.

Unterhalten Sie sich mal mit mittelständischen Firmen, die ähnliche Umsätze wie der kleine Drittligist von der Alm haben. Was meinen Sie, was die blutleeren Strategen von der Spasskasse denen erzählen, wenn sie nur einen lächerlichen Kontokorrent von 100.000 Euro haben wollen? Folglich: Macht Fußballvereine auf. Spekuliert, kauft leistungslose Spieler ein, holt einen „Star“Übungsleiter. Ach was schreiben wir. Das Beispiel sitzt ja in der Melanchthon-Straße….

Abschied ohne Niederlage

Die 2.Liga-Saison endete mit einem 1:1 der ARMinia auf dem Aachener Tivoli bei Alemannia. Osnabrück spielt die Relegation um den Klassenerhalt und der VfL Bochum hat die Chance, in den beiden Relegationsspielen gegen Noch-Erstligist Bor. Mönchengladbach den Aufstieg in Liga 1 zu schaffen.

ARMinia holt im Alpecin-Rausch „Goldene Ananas“

Der frischgebackene Drittligist nahm den Geruch von 15.000 kostenlos auf die Alm Gelangten auf und schlägt den KSC – der auch in akuter Abstiegsgefahr steckt – mit 2:1. Insgesamt sollen 24.000 in Haardopinggeschwängerte Höhenluft der Arena eingeatmet haben. Nachbar VfL Osnabrück kassierte ein 1:3 durch den VfL Bochum daheim und ist ebenso wie Rot-Weiß Oberhausen heißer Mitabstiegskandidat.

Ostwestfälische Federn

Vielen Fußballfans sagt man ja „leichtfüßiges Denken“ nach. Zur Leichenfeier der ARMinia auf der heimischen Alm mit dem grandiosen Chef-Übungsleiter „Zettels Traum“ Lienen an der Seitenlinie (Alpecin-gestählt und geföhnt?) hatte ja bekanntlich der Brauer der Haartinktur namens „Alpecin“ 15.000 Eintrittskarten „gespendet“ (ARMinia-Schulden umgewandelt). Die so federleicht denkenden Ostwestfalen reihten sich brav in lange Schlangen ein, nach Freikarten gierend und hops klappte es wie immer: „Kost nix. Nehm ich mit“.

Allerdings: Ostwestfälische Fußballfedern sind nicht einmalig. Die heißen woanders nur anders.

Unnas Nachbarstadt Deutscher Fußballmeister 2011

Es ist 17:14 Uhr. Im Westfalenstadion führen die SchwarzGelben (Nej, nej, nicht CDU/CSU/FDP) gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:0 und Leverkusen liegt in Köln 0:2 zurück. Das dürfte wohl die Entscheidung sein.

Dann gratulieren wir als 12.größte deutsche Stadt mit einem drittklassigen ehemaligen Erstligisten mal höflich. Glückauf!

Ist ja jetzt auch egal

Was für ein Glück: Diese in jeder Hinsicht so „würdevolle“ Zweitligasaison ist für ARMinia und einen Großteil der Almsöldner nebst Starübungsleiter Ewald „Zettel“ Lienen ja bald vorbei. Dann rocken sie Liga 3. Jedenfalls hat Benno Möhlmann – ehemaliger ARMinia-Trainer – mit „Audi“ Ingolstadt gezeigt, wie man in der Liga bleibt. Was natürlich auch für den SC Paderborn aus dem Blechkästchen an der A33 gilt. Glückwunsch in die Paderstadt. Aber zum Dank muß Finke ja nicht unbedingt einen Möbelgiganten in die Metropole an der reißenden Lutter klatschen….

13 aus 12?

Rainer Klusmeyer, NW-Sportredaktor und ARMinia-Kritiker, kommt jetzt auch schon ganz durcheinander angesichts der ARMinia-Serie aus Pleiten Pech, Pannen und jetzt auch noch Spieler-Affronts gegen den „weltbesten“ Chefübungsleiter Ewald „Zettel“ Lienen. So siegten die Fortunen laut Klusi in 12 Spielen 13 x und warf DSC-Kapitän Rüdigr Kauff dem Mann an der Aussenlinie (ginge doch eigentlich schon ohne oder?) das Trikot ob der vorzeitigen Auswechslung vor die Füße.

Szenen einer Auflösung. Sie könnte sich in Liga 3 unter einem B-Jugendtrainer fortsetzen…. Aber dann muß Klusi mal richtig rechnen. 36 Niederlagen aus 34 Spielen geht nämlich auch nicht auf.

Niederlage auch in der Lena-Kiste

Die kleine ARMinia ist derzeit auf Abschiedstournee auf den Zweitligaplätzen der Republik. Auch in der als Ersatz für die Grand Prix – Arena mit Lena gebrauchte normale Spielstätte der Fortuna Düsseldorf gebauten Blechkiste schmierte man ihnen Senf drauf und schickte sie mit 2:0 heim an den Teutoburger Wald auf die grüne Alm. Hoffentlich haben sie wenigstens ein paar Kästen Düsseldorfer Altbier in den Mannschaftsbus bekommen.

„Absoluter Wille zur Zweitklassigkeit fehlte“

Eigentlich sind die Vereinsfarben schwarz-weiß-blau, doch die Gesichter der Fans von Arminia Bielefeld waren seit dem Saisonbeginn meistens rot vor Zorn. Zornig auf Spieler, denen nicht nur das Talent, sondern auch der absolute Wille zur Zweitklassigkeit fehlte. Zornig auf ein Management, das einen unerfahrenen Trainer (Christian Ziege) verpflichtete, sich mit Kampfansagen zur Winterpause („Wir rocken die Rückrunde“) lächerlich machte und so zerstritten ist, dass es den Klub an den Rand des Ruins getrieben hat.

Das „Mindener Tageblatt“ liegt zwar in jener Stadt, die schon ganz oben im Norden von OWL die Warenströme von und aus Niedersachsen und die Schiffahrt auf der Weser kontroliert, aber ARMinia B… ist auch da ein Thema.

Insofern eine schöne Bemerkung , „wenn der absolute Wille zur Zweitklassigkeit fehlt“. Da hauen wir doch nach dem gestrigen Possenspiel, der von DFB/DFL erbettelten Millionenspritze und den neuesten Bemerkungen von Finanzgeschäftsführer „Schnitzl“ noch einen drauf:

ARMinia und die Stadt Bielefeld wünschen sich und der Region einen wunderbaren Aufenthalt und angesichts knapp 28 Mio. Miesen einen „würdevollen Neuanfang“ in der Drittklassigkeit. Das Führungsteam dafür haben sie ja schon in Liga 1 und 2 erprobt.

Auf gehts!

ARMinia-Abstieg besiegelt

So, das große Schwick-Kentsche-Brinkmannsche-und-noch-ein-paar-andere-Werk ist vollbracht. DFB/DFL genehmigt heute die erbettelten 1,25 Mio. Euro aus dem Sicherungsfond der Liga. Damit ist der Abstieg in Liga 3 perfekt. Wie schreibt da doch ein offensichtlicher „Freund“ des besten hiesigen Zweitligaclubs SC Paderborn aus dem Blechkasten der A33 im Forum der NW zur einschlägigen Nachricht?:

Kotzborn schrieb am 19.04.2011 12:54 Uhr
So und jetzt den KSC beim nächstem Heimspiel gewinnen lassen das die Kotzborner noch mit in den Abstiegssog kommen

Tja ARMinia, das habt Ihr Euch selbst zuzuschreiben. Wer eine solche Clubführung und – Aufsicht hat, der braucht einen befreundeten Dubai-Scheich oder einen Möbel-Finke. All das hat der Almclub nicht. Aber dafür als „Imageträger Nummer 1 der Stadt“ ein überaus „glückliches“ Händchen. Wird sicher toll, die 3. Liga im mit 4000 Unentwegten entleerten Stadion, die mit der Hymne „Aufesrtanden ajus Rosinen“ das Einfahren des HHSchwick-Memorial im Mittelkreis stehend beklatschen werden, um dan gegen Preußen Münster die erste Klatsche zu kassieren. Das Drama namens ARMinia geht also in seine nächste Runde.

Bitteschön: die Meise

Meise beim Nestpick

Der Hund hatte sein Spielzeug, ein wollig angeknabbertes Füchchen mal wieder draußen vergessen und schwupps bemächtigte sich eine Meise des reinweissen weichne Inhaltes. Wahrscheinlich wird es für das Nest bestimmt sein. Das iPhone der schöneren und beseren Hälfte lieferte dann zwar kein hasenreines scharfes Bild, aber zwecks Zeigens hier gehts.

Schönen Sonntag noch. Auch wenn Sie weder beim „Hermann“ die Lämmershagener Treppen hochkeuchen noch Starübungsleiter Ewald Lienens ARMinia auf der Alm beim Besiegen von Rot-Weiß Oberhausen zugucken.

Standard in der Puddingstadt


Neue Einfahrt zur real-Boxengasse auf der Brockhagener hinter Quelle

Heute um das Mittagsläuten herum wollen sie also der Prachtavenue Detmolder die letzten Sperren entreissen. Anwohner und Anrainer bitte mal den Vollzug hier melden! Dafür haben die Quakernackschen Bauameisen andernorts in der größten Baustelle zwischen Hannover und Hamm neue Strassensperren aufgestellt. Noch kassieren sie da keinen „Sparrenburg-Cent“, wie ihn Juntachef Clausen so gerne hätte. Die Stadt saniert, saniert, asphaltiert, reißt auf, reißt ab, plant, baut auf und hofft am Ende, wenigstens ein wenig attraktiver zu werden für die kommenden Heerscharen der 3.Ligabesucher auf der Alm. Endlich kann Preußen Münster wieder auf Augenhöhe wie früher 6 feet über dem versenkbaren Schwick-Memorial unter dem Anstoßkreis der Alm-Arena anstoßen und gewinnen. Jetzt haben sie das nächste Finanzloch vor der finalen Pleite gegen einen 3-Punkte-Abzug als „Nothilfe“ aus dem DFL-Fonds gestopft. Da sei die ketzerische Frage vor dem bedeutungslosen Sonntagskick auf den Almhöhen gestattet:

Wäre ARMinia B…. wirklich so wichtig für die Stadt, wie von gewissen Stellen immer wieder lamentiert wird, wäre da nicht nahezu jeder bereit, zu „spenden“?

Westfalen-Blatt über Bielefelds größte Lachnummer

Wieviele Notbremsen Arminia Bielefeld schon gezogen hat, überblickt niemand mehr. Als letzter Ausweg standen nun noch zwei zweifelhafte Premieren im Bereich des Lizenzfußballs zur Wahl: Entweder hätte der Verein die Insolvenz angemeldet oder er flüchtet sich unter den Rettungsschirm der Fußball-Liga. Es ist schon bizarr, dass das Schlusslicht bei seiner Entscheidung von seiner sportlichen Aussichtslosigkeit profitiert. Wäre der Klassenerhalt möglich gewesen, hätte Arminia nicht einfach die Punkte abschenken können, mit denen sie nun die Finanzspritze begleichen muss. Wenn der Klub überhaupt jemals gesunden sollte, so werden dafür viele, viele Jahre ins Land ziehen. Im Moment sieht es immerhin so aus, als könne es auf höchst bescheidenem Niveau in der dritten Liga weitergehen. Dennoch ist der Niedergang des DSC dramatisch, noch immer auch nicht umfassend aufgeklärt, wie es soweit kommen konnte und wer dafür gerade zu stehen hat. Auch das gehört zur Bielefelder Bitternis. Liebes Westfalen-Blatt, da habt Ihr Euch im Kommentar zur größten Lachnummer der Metropole noch gradezu höflich ausgedrückt. Man hätte auch schreiben können:

„Die Almstümper haben den letzten Strick vorm finalen Fall ergriffen“.

Wenn man bedenkt, dass dieser Club angeblich von „erlesenen, gestandenen, erfahrenen, weisen“ Menschen in allen wichtigen Positionen geführt wird, stellt sich die Frage: Wie machen die das in ihren Unternehmen und überall da, wo sie Verantwortung haben? Genauso?

Vergötterte ARMinia?


Beliebtheitstabelle in der NW

Da macht heute NW-Lokal mit einer Story von Birgit Guhlke über ARMinia B…. auf. Man liest, wie immer, wenn es um die Almdudler, Stehgeiger und Strafraumsegler geht und brabbelt so vor sich hin: „Boah, eh, immer noch Fans, die ARMinia vergöttern?“. Denkste so für dich. Biste im Text auf eine Stelle triffst: „Diese Umfrage machte die Agentur Sportfive vom 12. bis 14. Oktober 2010 unter 605 Frauen und Männern telefonisch“. Aaaaaaaaaaaaaaaachhh, soooooooooooooo. 2010. Oktober.

Da aber seitdem immens viel Wasser die Lutter mitsamt der Hoffungen der Almisten runtergeschwommen ist, sagen wir mal so: „Aktuell umgefragt wird man die ARMinia und ihre großartige Führung wohl nicht mehr so bedingungslos für den „wichtigsten Sympathieträger der Metropole halten“. Schließlich gibt es ja noch den Tierpark Olderdissen mit seinen Eseln, der botanische Garten ist auch hübsch und der japanische Garten in Gadderbaum mit seiner Mandelbaumstille durchaus sympathisch. Bielefelds Umweltcheffrau und Herrin über die Blitzanlagen, Anja Ritschel, hat gegenwärtig den aufgepeppten Johannisberg auserkoren, den Bielefeldern den Blick mal von einer anderen Seite auf den Steinhaufen Sparrenburg hoch oben zu eröffnen. Sogar eine Hochglanzbroschüre darüber gibt es: „Bi Aktiv„.