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Tiefe Symbolik

Der Winter, der sich Sommer nennt, erlebt ab 15.30 Uhr auf der Alm das Pokalspiel ARMinia B. gegen 1. FC Nürnberg. Dritte Liga gegen Liga 1. Erstaunlich, das angesichts der ständigen Skandale, Egotrips, Rücktritte und Schuldenstandsmeldungen überhaupt noch Kicker in die Stiefel steigen und spielen. Um 300.000 Euro, so hört man, könnte ARMinia reißen, gewänne man. Aber das ist eher unwahrscheinlich. Aber der Pokal hat ja seine eigenen Gesetze und die schlugen gestern Abend Herrn Magath vom VfL Wolfsburg bei RB Leipzig um die Ohren.

Aber die Aufnahme von der Vorbeifahrt an der Hünenburg unter dräuenden Wolken hat schon eine gewisse Symbolik.

Schüco-Mann will nicht drittklassig

Die Schüco International KG, Hauptsponsor des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld, wird in der kommenden Drittliga-Saison nicht länger Trikotsponsor des DSC sein. Laut des geschäftsführenden Gesellschafters, Dirk U. Hindrichs, werde das Unternehmen sein Engagement in reduzierter Form weiterführen. Der Stadionname Schüco-Arena soll erhalten bleiben – es sei denn, es fände sich ein Sponsor, der mehr bezahle. Der aktuelle Vertrag habe keine fest definierte Laufzeit. Der DSC hat derzeit mehr als 27 Millionen Euro Schulden. …meldet NW.online

Gibts da nicht was mit „…in guten und in chlechten Zeiten“? Hat Schüco-Hindrichs keine Schuhe für die dritte Liga? Oder ist dem großen Mann mit dem „großen ostwestfälischen Herz“ ein namentliches Engagement in Liga 3 nicht viel Pfifferline wert? Immerhin hat Schüco ja an der ganzen Misere irgendwie im Aufsichtsrat mitgedreht oder geschlafen.

Na, dann fahrt mal weiter Euren Schriftzug im Kreis rum oder präsentiert ihn am 8. Abschlag. Wir plädieren für eine Namensänderung der „Noch-Schücoarena“ in irgendwas mit „Alm“.

ARMinia-Schnitzl macht den Molly

Ralf Schnitzmeier, Geschäftsführer Finanzen des kommenden Drittligaclubs ARMinia B……, mokiert sich „über die Medien“. Dem Herrn über das Milionenminus auf der Alm mißfällt, wie über das offensichtliche Chaos der Almisten geschrieben und kommentiert wird. Insbesondere Radio Bielefeld habe „Krakeelern“ zu viel Raum eingeräumt, wie es in einem Brief von Schnitzl an den Sender heißt, den die Gazetten vorliegen haben.

Schnitzl, wenn die Muffe saust und die Nerven blank liegen, der Staatsanwalt angesichts der Dubiositäten anfängt, mal genauer hinzugucken, dann sollte man sich mit den „Medien“ nicht unbedingt so hektisch anlegen, Auch nicht mit einschlägigen Foren und auch nicht mit Blogs. Wobei wir das Possenspiel hoch oben auf der Alm eher als Komödie mit bekannten Laiendarstellern sehen. Insofern also Konkurrenz zum Bielefelder Stadttheater. Aber dessen Intendanz ist um Lichtjahre besser.