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ExBurschenschaftler geht Rainer L. „schneidig“ an :-)

Es geht gegen neun, da wird es zwischen Deutschlandfahne und Burschenschaftswappen für einen Moment dann doch etwas ungemütlich. „Ich frage Sie ganz konkret“, stößt ein Herr in den Sechzigern schneidig hervor, „wovon leben Sie und was machen Sie beruflich?“


Welche Frisur assoziieren Sie damit?

Besonders höflich klingt er nicht. Doch Rainer Langhans, ganz in weißes Leinen gehüllt, lächelt gütig. Mit jesusmäßig sanfter Stimme haucht er in den düsteren Saal, den schwarzen Anzügen und Lackschuhen entgegen: „Einem älteren Menschen wie Ihnen sage ich dann immer: nichts. Ich mache nichts. Denn was ich tue, verstehen Sie nicht.“ ER war hier. ER war in Bielefeld. ER wurde von dem „schneidigen Mann“ angegangen (Rechtsausleger?).

Spiegel.online schreibt über die „Bielefelder Begegnung“ des Berliner Ex-Kommunarden, Dschungel-WGler und Mann mit „bürgerlich-konservativen“ Kreisen streng zuwiderlaufender Lebensauffassung: „Wir leben, um zu arbeiten. Basta. Alles andere ist Müssiggängerischer Mumpitz“, mag der „schneidige Mann“ geblufft und die Biertasse gehoben haben. Aber der würde wohl immer noch Karl-Thedor zG verteidigen. „Einer aus echtem teutschem Blut“. Ein geschmeidiger Windhund.

„Gaudeamus igitur“!

Grund zur Freude?

Es steht in den Pressediensten: Immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten als Minijobber. Ende September 2010 gab es mehr als 7,3 Millionen geringfügig entlohnte Beschäftigte, die bis zu 400 Euro abgabenfrei verdienen können. Das sind fast 1,6 Millionen mehr als 2003. Dies geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor, die der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegen.

Grund zur Freude oder einfach nur „Hauptsache Arbeit. Egal was?“