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Kommentar bewußt unvollständig

»Wir werden getroffen werden von Schicksalsschlägen, aber wir werden aufrecht stehen.« Mit diesen Worten hat General Dirk Backen im Februar 1300 Soldaten und damit das größte Kontingent aller Zeiten aus Ostwestfalen-Lippe an den Hindukusch verabschiedet. Es ist kein Trost, dass der gestrige tödliche Anschlag nicht die Lipperlandbrigade traf. Alle 5000 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan und deren Angehörige muss die Nachricht zutiefst erschüttert haben. Die Öffentlichkeit mag nach 49 deutschen Gefallenen nicht mehr sonderlich hinhören. Für die Militärs ist jeder Fall ein neuer Horror. Dann ist jedwede Information gefragt. Erst verbreiten die Medien eine unkonkrete Meldung, dann überbringen ein hoher Offizier und ein Militärpfarrer irgendwo in Deutschland die Todesnachricht an die Familie und schließlich folgt die Information, welche Einheit konkret betroffen ist. Nach Stunden extremer Anspannung und Angst können die meisten wieder zur Normalität übergehen – scheinbar, bis zum nächsten Terror nach dem Terror.

Hätte das Westfalen-Blatt nicht den letzten Teil seines Kommentars vergessen, es wäre rund geworden. Dieser Teil lautet nämlich:

„Nach der (angeblichen) Ermordung und superflotten Seebeerdigung des (angeblichen) Osama bin Ladens ist der Antiterrorkampf in Afghanistan/Pakistan/Iran/Irak/Burma/Birma/Vietnam/Indien eigentlich zu Ende. Was machen sie also da wirklich?“ Aber so schreibt natürlich kein Westfalen-Blatt. Denn, wenn kein „Terror“ als Grund, dann auch keine Auslandseinsätze, für die man Milliarden verschwendet. Offensichtlich ist unsere südlichste Grenze imer noch der Hindukusch.