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Und jetzt Wolferl: 34.000 (monatlich)

WDR TV berichtet ausführlich über die Vergütung Bielefelder Spitzen- und ähnlicher Beamter. OB Pit schneidet mit 11tausend so bescheiden ab, wie erwartet. Derweil hämmert I. „Lutterturbine“ S. auf ein Gerät. was man wohl, aus den grünen Restbeständen der einstigen Protestpartei requiriert hatte: „Man muß es prüfen“: „34.OOO monatlich für Herrn Brinkmann und seinen Partner erscheinen mir hoch“

Um was gehts? Wolferl Brinkmann und sein Kompagnon an der Spitze der Stadtwerke kassieren monatlich rund 34.000 Euro für ihre wahnsinnigen, auifwändigen, aufreibenden Dienste. OBPIt kriegt grad mal 11.000. Gradezu ein Hungerlohn.

Schade nur, daß die Wutbürger bis jetzt gewartet hatten, die grandiosen Ungereimheitheiten zwischen Leistung und Vergütung mal öffentlich zu machen. Als Stadtwerkechefs und jahrzehntelangen SPD-Atomfreaks wären sie mit 10.000 im Monat fast schon überbezahlt. Oder? Und als Ex-Arminiachef hat Wolferl B. wohl gezeigt. wozu er fähig ist: Pleiten, Pech, Pannen, Intrigen und peinlicher Abtritt.

Geh weiter, Wolferl B. Dein Pech, dass die Öffentlichkeit Bielefelds vorgeführt bekommen hat, was für ein grandioser „Manager“ Du bist. Bisher genügte Parteibuch. Und jetzt? Nimm Deine Spasskassenkumpels und Deine Parteikumpels gleich mit.

Leopard mit Räumschild besonders Klasse

Wie praktisch. Der neue Leopardpanzer II in der Version A7plus hat sogar ein Räumschild. Hierzulande wurde das Räumgerät vor dem »Leo« als Bergepanzer zuletzt bei der Schneekatastrophe 1978 eingesetzt. In Saudi-Arabien ist das anders. Dort und in Nachbarländern wie Bahrain müssen hin und wieder zentrale Plätze geräumt werden, wenn sich dort die Demokratiebewegung regt. Wer kein Brett vorm Kopf hat weiß, wie dort Widerstand plattgewalzt wird. Bei allem Zynismus, der das immer noch nicht bestätigte Panzergeschäft mit Saudi-Arabien begleitet, sollte man gelegentlich daran erinnern: Seit 1999 darf Deutschland stolz sein auf extrem strenge Richtlinien für den Rüstungsexport. Stets muss der Beachtung der Menschenrechte »besonderes Gewicht beigemessen« werden. Dieser Grundsatz wankt. Menschenrechtler sehen schon das EU-weite Waffenembargo gegen China wanken. Die Argumentation ist klar: Der Kunde ist zahlungskräftig, die Arbeitsplätze rund um Deutschland sind alles andere als stabil und drittens braucht Schulden-Europa unbedingt fette Aufträge.

Liebes Westfalen-Blatt. Wir hatten es ja schon erwähnt: Wenn es um Kohle geht, ist die Moral egal. Mit Räumschildern lassen sich Leoparden außerdem wunderbar auf dem Platz des himmlischen Friedens vor dem Berliner Reichstag einsetzen. Falls hier mal einer wie bei Stuttgart 21 wagen sollte, die Einkünfte der Abzocker zu belästigen. Menschen ohne Hemmungen haben bekanntlich keine Moral und die Strippen, mit denen sie gesteuert werden, sind gut versteckt.

„Vollbeschäftigungsturm“ der Schwätzervereinigung

Die Zahl der Arbeitslosen wird im Mai voraussichtlich unter die Schwelle von drei Millionen sinken. Das wäre der beste Mai seit 19 Jahren. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen wird am kommenden Dienstagvormittag, 31. Mai die aktuellen Arbeitsmarktzahlen in einer Pressekonferenz erläutern. Aber so gut sich der Arbeitsmarkt derzeit auch entwickelt, verschärft sich doch ein Problem, das einen nachhaltigen Rückgang der Arbeitslosenzahl massiv behindert: der Fachkräftemangel. Wo Fachkräfte fehlen, bleiben Investitionen aus. Ausbleibende Investitionen kosten wiederum Jobs – gerade auch die von weniger gut qualifizierten Arbeitskräften.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) wird diesem zentralen Arbeitsmarktproblem ein Gesicht geben und einen Vollbeschäftigungsturm vor dem Bundesarbeitsministerium in Berlin errichten.

Soweit eine Pressemeldung der häßlichsten Speerspitze der Neoliberalen, die INSM. Mit ihren bezahlten Schwätzmäulern und dem wohl- wollendsten Freund, der gemein nützigen Stiftung in Gütersloh, werden jetztr alle PR-Propagandarohre in Stellung gebracht. „Der nachhaltige Rückgang der Arbeitslosenzahlen wird durch fehlende Fachkräfte verursacht“. Das muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Nur weil noch nicht genügend Polen, Bulgaren, Rumänen etc. im Anmarsch sind, kann man nicht investieren? Halleluja. Die nahezu 6 Millionen Arbeitslosen, Aufstocker und geringfügig für Hungerlohn Beschäftigten werden sich ob dieser Drohkulisse doppelt freuen.

Eine Analyse dieser gefährlichsten Vereinigung in der Zeit aus 2005 ist so aktuell wie damals.

Nicht vergessen sei auch die grandios-verkommene Rolle der „Ratingagenturen“. Jenen Selbstbedienungsclubs, die sich die Bonität von Staaten und Unternehmen so „angucken“, daß sie nach Belieben rauf oder runterraten. Beispiel gefällig? Japan. Da wird jetzt grade das Rating heruntergesetzt. Ergo: Geld wird für das gebeutelte Land teurer und ein paar. die nicht wissen, wohin mit der Kohle verdienen automatisch nur durch das Verleihen von Kohle (noch) mehr. Womit sie sich wiederum an Ratingagenturen beteiligen können, um … Ach Sie wissen schon. Es sind die dreckigen Zecken des Raubtierkapitalismus.

Zu viel der Ehre, Herr Clausen

Da tröpfelte der Zwangszoll über 80 Euro plus Verwaltungsgebühren plus Porto fürs Einschreiben gestern ins Haus. Ist schon erledigt, Herr Clausen. Warum Sie das aber mit einem teuren Einschreiben verschicken lassen, bleibt Ihr Geheimnis, Einwurf täte es auch. Angesichts der Millionen für lauter teure Prestigeobjekte, wäre sparen auch im Kleinen doch angebracht, oder?