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Abschied ohne Niederlage

Die 2.Liga-Saison endete mit einem 1:1 der ARMinia auf dem Aachener Tivoli bei Alemannia. Osnabrück spielt die Relegation um den Klassenerhalt und der VfL Bochum hat die Chance, in den beiden Relegationsspielen gegen Noch-Erstligist Bor. Mönchengladbach den Aufstieg in Liga 1 zu schaffen.

Schüco-Mann will nicht drittklassig

Die Schüco International KG, Hauptsponsor des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld, wird in der kommenden Drittliga-Saison nicht länger Trikotsponsor des DSC sein. Laut des geschäftsführenden Gesellschafters, Dirk U. Hindrichs, werde das Unternehmen sein Engagement in reduzierter Form weiterführen. Der Stadionname Schüco-Arena soll erhalten bleiben – es sei denn, es fände sich ein Sponsor, der mehr bezahle. Der aktuelle Vertrag habe keine fest definierte Laufzeit. Der DSC hat derzeit mehr als 27 Millionen Euro Schulden. …meldet NW.online

Gibts da nicht was mit „…in guten und in chlechten Zeiten“? Hat Schüco-Hindrichs keine Schuhe für die dritte Liga? Oder ist dem großen Mann mit dem „großen ostwestfälischen Herz“ ein namentliches Engagement in Liga 3 nicht viel Pfifferline wert? Immerhin hat Schüco ja an der ganzen Misere irgendwie im Aufsichtsrat mitgedreht oder geschlafen.

Na, dann fahrt mal weiter Euren Schriftzug im Kreis rum oder präsentiert ihn am 8. Abschlag. Wir plädieren für eine Namensänderung der „Noch-Schücoarena“ in irgendwas mit „Alm“.

ARMinia holt im Alpecin-Rausch „Goldene Ananas“

Der frischgebackene Drittligist nahm den Geruch von 15.000 kostenlos auf die Alm Gelangten auf und schlägt den KSC – der auch in akuter Abstiegsgefahr steckt – mit 2:1. Insgesamt sollen 24.000 in Haardopinggeschwängerte Höhenluft der Arena eingeatmet haben. Nachbar VfL Osnabrück kassierte ein 1:3 durch den VfL Bochum daheim und ist ebenso wie Rot-Weiß Oberhausen heißer Mitabstiegskandidat.

ARMinia könnte Osnabrück heute fast mitnehmen

Vor sieben Jahren, im schönen Mai 2004, stieg ARMinia B….. in den Himmel der Liga 1 auf. Heute Abend könnten sie mit einer Niederlage den Abstieg in Liga 3 fast perfekt haben oder im umgekehrten Falle den Gastgeber VfL Osnabrück fast mitnehmen in den Keller.

Wetten werden noch angenommen.

„Jubel“ in Almblau?

Die ARMinische Abstimmungsschlacht ist also geschlagen. Von 728 anwesenden Mitgliedern (von rund 10.000) stimmten 700 für eine neue Stadiongesellschaft, in die Schüco-Arena, das Trainingsgelände der Fußballmannschaften und zwei Wohnhäuser neben dem Stadion überführt werden. Im Forum der NW, die das Almspektakel live übertrug, tummeln sich die Meinungen im umfangreichen Forum. Z.B.:

Lancelot schrieb am 06.04.2011 08:14 Uhr
Moin Leute, wer mich kennt der weiß, wie sehr ich den Präsidenten (,,,) als einen der Hauptschuldigen an der Misere in die Verantwortung nehme. Das habe ich auch schon mehrfach auf Versammlungen öffentlich gemacht. Doch gestern ging es nicht um diesen Totalversagerpräsidenten, gestern ging es um den Fortbestand des DSC. Man muß unterscheiden können, wen man treffen will und wen man treffen kann. Ich hatte vor, Brinkmann zu einer Rückzugsaussage zu „zwingen“. Mit seiner Eröffnungsrede kam er mir und anderen zuvor. Der Politiker hat der Versammlung viel Sand in die Augen gestreut und so ein Votum für den Verein erhalten, dass als wichtiges Signal gewertet werden muß. Aber die Abrechnung mit Brinkmann ist damit nicht zuende. Man muß auf den richtigen Moment warten können, sonst geht so eine Sache schief. Bei allem berechtigten Zorn sollte man nicht den Verein zerstören, nur um Brinkmann zu strafen. Das geht auch besser!

Gut erkannt. „Der Politiker, der Sand in die Augen streut“. Ja, das kann es, das schmale Wolferl. Und so wird es weitergehen mit dem DSC ARMinia B……… Wobei das „gehen“ wahrscheinlich eher einem „dahinkrebsen“ in Liga 3 ähneln wird. Hauptsache, die VIP-Stühlchen der „Elite“ bleiben warm und man kann bei Sekt und Kaviarschnittchen auf der mißratenen Roland-Kentsch-Gedächtnistribüne verhalten „mitjubeln“. Wer 2. Liga sehen will, kann das ja in Möbel-Finkes Blechbüchse an der demnächst schneller zu erreichenden A3 tun.

Bezahlter Fußball ist in Bielefeld allerdings kein „Aspirin für die Massen“. Wie beispielsweise in Schalke oder Dortmund. Das zeigen schon die stetig sinkenden Besucherzahlen. Faßball mit Begeisterung, das war hier mal wackliges Holzgestühl auf der Alm und Geschichten um Uli Braun, Uli Stein, Thomas von Heesen. Heute ist es ein Heer von gesichtslosen Söldnern mit Eigendarstellern und Egomanen in den Vereinsgremien und an der Spitze. Und einem demnächst flüchtenden Chefübungsleiter mit wohl verheerender Bilanz.

Also für „Jubel“ a la NW und Westfalen-Blatt fehlt uns ziemlich viel Atem.

Time to say goodbye…

…hieß es am Sonntag Nachmittag für Arminia Bielefeld. Time to say „goodbye“ zum Aufstieg in die 1.Liga. Durch die knappe Auswärtsniederlage kann Arminia so kurz vor Ende der Saison jegliche Aufstiegshoffnung begraben. Ein Platz im grauen Niemandsland der 2.Liga bliebe noch. Aber damit lässt sich eine echte Spitzenmannschaft wie Arminia nicht abspeisen. Wenn es mit dem Aufstieg in die 1.Liga nicht klappt, so muss ein neues Ziel her: Aufstieg in die 2.Liga. Voraussetzung hierfür: Abstieg in die 3.Liga. Arminia ist somit voll im Soll.

Da man in Zukunft für gewisse Zeit auf das Derby gegen den ostwestfälischen Nachbarn aus Paderborn verzichten muss, bietet sich am Samstag zum vorerst letzten Mal die Gelegenheit, ein Derby zu besuchen. Ob wieder eine knappe Auswärtsniederlage drin ist, bleibt abzuwarten.

Für mich bleibt für heute nur noch eins zu sagen: Time to say goodbye. Wir sehen uns Samstag!