Kategorie-Archiv: Privates und persönliches

Sensationsfund im Blog-Archiv

Nicht ganz dicht unter der Oberfläche, sondern in den tiefsten Tiefen des Bielefeld-Blog- Archivs fand sich diese historisch besonders wertvolle Aufnahme. Sie zeigt die für heutige Maßstäbe ziemlich unfeierliche Grundsteinlegung  für die Sparrenburg. Leider ist die Jahreszahl nicht mehr lesbar.

 

 

 

Ein weiteres kostbares Highlight in 800 Jahren Bielefeld-Blog, das heute hier erstmals gezeigt wird, weil es vor lauter Ehrfurcht vor der Geschichte hunderte von Jahren zurück gehalten wurde.

Unerträglich: Wenn der Depp auch noch Denunziant ist !

Wie gut unterrichtete Kreise zu berichten wissen, war der merkwürdige indipändent Depp schon zu KITA-Zeiten für seine Petzereien berüchtigt.

Anfangs wollte er einfach nur Zuneigung von der schönen blonden Erzieherin Ingrid. Und die erhoffte er zu bekommen durch das Anschwärzen anderer Kinder.

„Tante Ingrid, ich weiß was…der Schubbidougan hat sich seine eigenen Turnschuhe mit AA ganz braun gemalt und der Not-Ticker war auch mal ganz frech, und hat…“

Mit einem gezielten Tritt kickte die angeekelte Pädagogin den Nervtöter in die hinterste KITA-Ecke. Dort wollten ihn die anderen Kinder aber auch nicht haben und das lag daran, daß er in seiner Altersgruppe der Einzige war, der noch in voll gekackten Pampers rum lief…

Seit diesem traumatisierenden Misserfolg lebt das arme Schwein unter dem Zwang, sich nach dem immer gleichen Muster wieder und wieder und immer wieder zu blamieren.

 

Bald wird es laut

Da sich der Umsetzungszeitpunkt des neuen NiSchG NRW rasant nähert, freue ich mich auf die Vielfalt der Menschen, die sich demnächst auf den Straßen vor Ihrer Stadtteilkneipe amüsieren. Jetzt, wo es endlich wärmer wird, können die Raucher auch mehr als eine Zigarette vor der Tür der Gaststätte genießen und mit steigendem Alkoholpegel, wird sich auch die Lautstärke anheben.

Ob die Nachbarn in direkter Umgebung allerdings ebenso amüsiert sind, sei dahingestellt. So werden die Ordnungshüter sicherlich ein wenig mehr „um die Häuser“ ziehen müssen, um Nachbarn, die sich den Schlaf wünschen, mit Kneipenbesuchern, die innerhalb der Kneipe nicht mehr Rauchen dürfen, unter einen Hut zu bringen.

Die Wirte, die trotz des Gesetzes in seiner neuen Fassung überleben, werde sich auch dieser neuen Situation anpassen. So wie es die meisten nach dem ersten Gesetzesentwurf vom 20.12.2007 gemacht haben. Das Break-Even in der Heeper Straße hat zb unmengen investiert, um einen separaten Raucherbereich zu schaffen, so wie einige andere auch.

Alles für die Katz…

Wenn sich dann demnächst immer noch ein paar Gaststätten halten, sollte man sich vielleicht Gedanken über den Anteil der Leberzirrhose-Toten machen…

Ich freu mich drauf, wenn man ab Mai durch die Strassen spaziert und möglicherweise an jeder Eckkneipe von betrunkenen Rauchern angepöpelt wird…

Zum Thema „Independent Blogger“…

Die „Persona non Grata“, welche sich für ihre Blogkiller-Tätigkeit „Independent Blogger“ nennt und sich auf dieser Internetpräsenz allgemeiner Unbeliebtheit erfreut sollte lieber einen eigenen Blog aufmachen. Diese Möglichkeit ist heutzutage kostenlos, für jeden User frei verfügbar und man hat es nicht nötig friedfertige Stadtblogger die für sich und ihre Mitmenschen schreiben in den eigens fabrizierten Schmutz zu ziehen.

Desweiteren ist verlinkter Artikel

http://bielefeld-blog.de/20.01.2013/fragen-zur-administration-des-bielefeld-blog/

unnötig, da jedem klar ist, daß jeder Kommentar vom Autor oder Moderator veröffentlicht wird, sofern er irgend wie zum Thema paßt. Im Artikel „Mitmachen – Bielefeld-Blogger gesucht!“ geht es auch um Grundsätzlichkeiten und nicht um reine Autorenakquisition.

Außerdem hat der User „Textexter“ immer nur Kommentare seiner eigenen Artikel veröffentlicht. Bei anderen Autoren nur, um ihnen eine Art Gefallen zu tun. Vor allem bei Neulingen. Der Herr W.F., „Textexter“ ist jedenfalls ein anständiger und ehrlicher Kerl, im konkreten Gegensatz zum Independent Blogger, der offenbar zu viel Zeit hat.

In eigener Sache

Vielen Dank, I.B.

Nun weiß ich wie einer der nettesten und besten Blogjournalisten aussieht, die ich kenne. Er erinnert mich an Peter Falk als Frank Columbo oder Patrick Bauchau als Sidney aus der Serie “Pretender”.

Bevor Du meinen Kommentar erneut gegen alle Regeln der Meinungsfreiheit löscht, poste ich ihn hier.

http://bielefeld-blog.de/20.10.2012/hokuspokus-zauberei-im-bielefeld-blog/

http://livinginowl.wordpress.com/2012/10/17/wortzauberer/

Suche Leerstand

Hallo liebe Bielefelder,

Ich studiere Fotografie hier in Bielefeld und arbeite im Moment an einem Projekt, welches sich mit leerständen von kleinen Geschäften befasst.
Hierfür suche ich kleinere Geschäfte , die einmal Familien Unternehmen waren.  Ich bin schon seit eineigen Wochen auf der Suche, werde jedoch oft verprellt.
Ich suche hier also Leute, die mir eventuell mit einem persönlichen Kontakt weiter helfen können oder gar selbst betroffen sind.
Auf Antworten würde ich mich sehr freuen!
lg max

Samstag am Pommeswagen .. Deutsche und Verkehr

Da war mir wieder mal nach Pommes, belgischen Pommes, mit passenden Soßen (muss ja nicht immer Ketchup/Majo sein). Man wartet, redet – und kommt auf Verkehr. Der Mann ist Belgier – und, so sagte er, versteht nicht, wie man sich in Sachen ‚Reissverschluss‘ so dämlich anstellen kann wie die Deutschen; die kapiern’s einfach nicht. Was ich bestätigen kann – also Messe in Köln, Leverkusener Kreuz, von der A1 (z.B. von Dortmund) auf die A3 (Richtung Frankfurt/M): Rückstau auf der A1, weil im Kreuz immer wieder wer ‚rumsteht, weil er/sie ja unbedingt sofort und gleich auf die andere Fahrspur will – statt weiter und versetzt zu fahren, damit jeder problemlos einscheren kann.

Dann gestern, Gespräch mit einem Sprinter-Fahrer, der viel ‚rumkommt in Europa: nirgends wird so rechthaberisch gefahren wie in Deutschland; nur Grundkenntnisse der StVO bleiben außen vor.

Parken in Wohnstraßen; an solch ‚Kunstwerken‘ komme ich nachts oft vorbei. Kann ‚man‘ ja nicht wissen, dass Parken dann verboten ist – auch ohne Schild! – wenn kein Platz mehr für einen LKW mehr bleibt. Aber OK: muss man auch nicht wissen, kann man ja sehen – und denken; letzteres offenbar zu viel verlangt; mindestens ‚zieht‘ §§ 1 StVO. Da wird dann so links und rechts geparkt, dass ein PKW langsamer fahren muss, ein RTW kommt vielleicht noch durch, die Feuerwehr nicht mehr .. Is wohl nicht so schlimm – Herzinfarkt, ein Küchenbrand .. Hauptsache, die kleinen grauen Zellen ruhen bequem.

Übrigens: belgische Pommes (und mehr Leckeres) gibt’s  an der Jöllenbecker Straße zwischen Edeka an der Langen Straße und dem Getränkemarkt.

Jeder kann kommen: Gregor Gysi am 09. Mai um 17:30 Uhr auf den Rathausplatz in Bielefeld.

Kein handverlesenes Publikum in vorgeklärter Frage-Antwort-Show

wie bei unser aller Kanzlerin Angela Merkel auf ihrem kürzlichen

Propaganda-Tourneetermin in Bielefeld!

Also schon mal vormerken.  Gregor hat auf jeden Fall den höheren Unterhaltungswert!

Arminia und Hooligans?

Am nächsten Samstag spielt unsere Arminia zu Hause gegen Preußen Münster. Der DFB hatte die Idee, diese Partie als Spiel mit der höchsten Risikostufe einzuteilen. Die Folgen sind 500 Beamte der Polizei in und um Bielefeld.

Vor und nach dem Spiel herrscht in einigen Zügen, welche von Münster nach Bielefeld fahren, ein Glasflaschenverbot. Desweiteren erklärte Arminia Bielefeld, dass ein Pyrotechnikverbot bestehe.

In der Schüco-Arena werden ein Richter und Staatsanwalt anwesend sein, so daß man eventuelle Randalierer sofort in einem Schnellverfahren verurteilen kann.

Meine Verwunderung zum Ausdruck bringend stelle ich die Frage ob der DFB nicht ein wenig übertreibt. Münster und Bielefeld sind weder Cottbus noch Dresden oder Köln. Es freut natürlich, daß so vor dem Hintergrund der letzten Ereignisse bei anderen Vereinen vorbeugende Tätigkeiten gemacht werden, doch bin ich überzeugt, daß wir Arminenfans und auch die aus Münster keine Randalierer oder Pöbler und Schläger sind, und dieses Game ebenso friedlich über die Bühne gehen wird, wie alle anderen bisher auch.

Unbestritten bleibt jedoch, daß man Samstag in und um Bielefeld vorsichtig sein soll, in welchem Zusammenhang auch immer.

Weihnachten

Weihnachten feiern alle. Salafisten, Kommunisten, Adventisten und andere Statisten im Weltentheater. Nur anders. Denn für jede Kultur, Religion usw. gehört einfach eine Zeit im Jahr dazu, wo es heißt, sich zu besinnen. Darüber nachzudenken, warum die Welt so ist wie sie ist. Nachzudenken, daß es keine perfekte Welt und eine “kranke” Mutter Erde gibt, die es zu retten und zu verbessern gilt.

Die sonst nur am Rande oder oberflächlich behandelte, bzw. zum (grauen) Alltag gewordene Familie im Kreise zu versammeln und den Zusammenhalt und Zusammengehörigkeit zu pflegen. Manche Freundschaft wird geknüpft, das Vergangene analysiert und Folgerungen gezogen für das neue Jahr.

Wer Weihnachten im Ausland feiert, in einem anderen Kulturkreis neue Bräuche und Sitten kennen lernt, kann sich glücklich schätzen, daß festgestellt wird, daß unabhängig von Hautfarbe, Sprache, vom immer noch nicht ganz gleichgestellten Geschlecht die Menschheit auf einem Planeten alle gleich sind. Daß Terror, Krieg und Nöte auch im neuen Jahr immer noch existent und daß um Frieden, Solidarität, Freundschaft und Völkerverständigung immer und immer wieder ein neuer Kampf geführt wird. Und wie das Ergebnis am Ende auch aussehen mag:

Es steht in jedem Falle dort das Fest der Liebe.

Afrikaans: Geseende Kerfees!
Albanisch: Gëzuar Krishlindjet!
Apache: Gozhqq Keshmish!
Arabisch: I’D Miilad Said!
Aragonese: Nabidà!
Armenisch: Shenoraavor Nor Dari!
Asturisch: Bones Navidaes!
Bandang: Mbung Mbung Krismie!
Bengalisch: Shuvo Baro Din!
Bislama: Mi wisim yufala eerywan one gutfala Krismas!
Bretonisch: Nedeleg laouen!
Bulgarisch: Vasel Koleda!
Chaha (Äthiopien): Bogem h n mh m!
Cherokee: Danistayohihv!
Cheyenne: Hoesenestotse!
Dänisch: Glædelig Jul!
Deutsch: Fröhliche Weihnachten!
Englisch: Merry Christmas!
Eskimo: Jutdlime pivdluarit!
Esperanto: Gajan Kristnaskon!
Estnisch: Rõõmsaid Jõulupühi!
Faroer: Gledhilig jól
Finnisch: Hyvää Joulua!
Flämisch: Zalig Kerstfeest!
Französisch: Joyeux Noël!
Friaulisch: Bon Nadâl!
Friesisch: Noflike Krystdagen!
Georgisch: Gilotsavt Krist’es Shobas!
Griechisch: Kala Christougenna!
Hausa: Barka da Kirsimatikuma!
Hawaiianisch: Mele Kalikimaka!
Hebräisch: Mo’adim Lesimkha!
Herero: Okresmesa ombwa!
Hindi: Shubh Naya Baras!
Holländisch: Vrolijk Kerstfeest!
Indonesian: Selamat Hari Natal!
Irisch: Nollaig Shona Dhuit!
Iroquois: Ojenyunyat Sungwiyadeson homungradon nagwutut!
Italienisch: Buon Natale!
Japanisch: Shinnen omedeto!
Javanesisch: Sugeng Natal!
Jiddisch: Gute Vaynakhtn!
Kantonesisch: Seng Dan Fai Lok!
Katalonisch: Bon nadal!
Kirundi: Noeli Nziza!
Kom (Kamerun): Isangle Krismen!
Korsisch: Bon Natale!
Krio: Appi Krismes!
Kroatisch: Sretan Bozic!
Kurdisch: Seva piroz sahibe!
Ladinisch: Bon Nadel!
Lakota: Wanikiya tonpi wowiyuskin!
Lettisch: Prieci’gus Ziemsve’tkus!
Littauisch: Linksmu Kaledu!
Luganda: Amazalibwa Agesanyu!
Luxembourgeois: Schéi Krëschtdeeg!
Malaysisch: Selamat Hari Natal!
Maltesisch: Nixtieklek Milied tajjeb!
Makassar: Salama’ Natal!
Mandarin: Kung His Hsin Nien!
Manx: Nollick ghennal!
Maori: Kia orana e kia manuia rava!
Mazedonisch: Streken Bozhik!
Monégasque: Festusu Natale!
Ndogo: Esimano olyaKalunga gwokombandambanda!
Nepali: Krist Yesu Ko Shuva Janma Utsav Ko Upalaxhma Hardik Shuva!
Norwegisch: God Jul!
Palauanisch: Ungil Kurismas!
Polnisch: Wesolych Swiat!
Portugiesisch: Boas Festas!
Quechua: Sumaj kausay kachun Navidad ch’sisipi !
Rapa-Nui: Mata-Ki-Te-Rangi!
Rätoromanisch: Bella Festas daz Nadal!
Roma: Bachtalo krecunu Thaj!
Rumänisch: Craciun fericit!
Russisch: Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva!
Sámi: Buorit Juovllat!
Sardinisch: Bonu nadale!
Schottisches Gaelisch: Nollaig chridheil!
Schwarzfuß: I’Taamomohkatoyiiksistsikomi!
Schwedisch: God Jul!
Schwyzerdütsch: Schöni Wienacht oder E guëti Wiënachtä!
Serbisch: Sretam Bozic!
Sizilianisch: Bon Natali!
Slowakisch: Vesele Vianoce!
Slowenisch: Vesele bozicne praznike!
Spanisch: Feliz Navidad!
Suaheli: Krismas Njema Na Heri!
Tagalog: Maligayang Pasko!
Tahitisch: Ia ora i te Noera!
Thai: Suksan Wan Christmas!
Tschechisch: Prejeme Vam Vesele Vanoce!
Ukrainisch: Veseloho Vam Rizdva!
Ungarisch: Kellemes Karacsonyiunnepeket!
Vietnamesisch: Chuc Mung Giang Sinh!
Walisisch: Nadolig LLawen!
Weißrussisch: Winshuyu sa Svyatkami!
Yupik/Sibirisch: Quyanalghii Kuusma!
Zulu: Sinifesela Ukhisimusi Omuhle!

http://www.simfy.de/artists/16751-Tom-Astor/albums/548928-Country-Weihnachten-Mit-Tom-Astor/tracks/14521371-Weihnachten-wolln-wir-feiern-Go-Tell-it-on-the-Mountains?locale=en

Die Rolle von Glaubensgemeinschaften

Nicht vergessen: Die Kirche war früher eins. EINE Kirche. Bis man in Osteuropa auf den Trip gelangte Heiligenbilder, “Ikonen” anzubeten. Trotz des Verbotes, sich kein Bild von Gott zu machen. Und dennoch wurden Bilder von Gott und Jesus, welche aufgrund der Dreifaltigkeit in Rom wie in Moskau dasselbe sind, angefertigt. Dies war die erste Spaltung und die Katholiken zogen später mit den Heiligenanbetungen nach. Und die Lutherer wollten ursprünglich keine Spaltung, sondern nur eine Reformation.

Doch es stimmt, jeder soll nach seiner Facion selig werden. Die Anzahl der Sakramente (ev. nur Taufe und Abendmahl), die Beichte, Konfirmation oder Kommunion, jeder kann machen oder lassen was er möchte. Insofern ist/war die Spaltung nicht verkehrt. Ist bei allen Weltreligionen so. Schwierig wird es erst mit Sekten, wie Jehovas Zeugen oder auch den Richtungen im Islam.

Eines darf allerdings nicht vergessen werden:

Das Gold, der Weihrauch, die Myhrre, die antiken Worte und schmucke Tempel und schöner Priestergewänder, das Zölibat, das Fasten und das Brechen –

das ist nicht der Glaube.

Viel wichtiger ist, daß man erkennt und darauf achtet, daß die Menschheit das überleben wert ist. Durch Frieden, Völkerfreundschaft, Kompromißbereitschaft und Solidarität muß bekräftigt werden, daß die Macht des Lebens größer ist, als die Macht des Todes.

Indem wir Kriege, Nöte und kalte Winter hinter uns lassen, bewegen wir uns alle einen Schritt weiter in Richtung einer Welt, in der all die oben beschriebenen positiven Dinge für jedermann und Lebewesen, gleich ob Mensch und Tier gewährleistet sind.

Michael Egler

PS: Verhütungsmittel und PED sind zehnmal besser als jedwede Form von Abtreibungen.

Traritrara – der Papst ist da.

Ich muß sagen, daß mich dieser Besuch und der damit verbundene Boom nicht gerade positiv erfaßt. Die Politik und die Medien beziehen den Status des Pontifex auf die gesamte deutsche Christenheit und berufen sich dabei auf die Bild.

Es kann nicht sein, daß ein schlichter einfacher Mensch, ob Bauernsohn oder bürgerlicher Stadtmensch sich nach einem Theologiestudium und Karrierereiterei “Stellvertreter Gottes auf Erden” nennen darf, und dazu auch noch für sich den Alleinvertretungsanspruch bezieht. Es ist wie mit Parteien wie den Grünen der `80er und den Piraten von heute und der Realpolitik: Die Herkunft und das Stammland spielen eine untergeordnete Rolle. Sobald es ans Eingemachte geht, sind diese Sachen vergessen.

Selbst wenn Deutschland Fußballweltmeister wird oder in der Vorrunde ausscheidet, geht das Leben hier weiter. Man darf sich nicht blenden lassen. Ein Typ, der rumrennt wie der historische Nikolaus, die Selbstdeutung der Bibel und der damit einhergehenden “Mein Wort ist Gesetz”-Doktrin, das ist nicht der Glaube und er lenkt auch nicht von den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Problemen und Krisen unserer Zeit ab.

Jeder soll nach seiner Facion selig werden, aber er soll keinen anderen dabei stören. Und genau das tuen die Päpste. Zudem ist ihr ganzes Gebäude auf Betrug aufgebaut. Allein was das Petrusgrab angeht, auf dem der Petersdom stehen soll…., nun ja, alte Geschichte, keine weiteren Worte darüber.

Der langen Rede kurzer Sinn: Jeder für sich und Gott für alle. Unterhalten wir uns lieber über die Hintergründe des Attentates in Ankara, hat jemand eine Idee?

Die Folgen von nine-eleven

Der 11. September hatte in der Folgezeit Vor- und Nachteile. Die Befreiung Afghanistans von den menschenverachtenden Taliban, die Befreiung des Iraks von Saddam – für beide Länder ein demokratischer Aufbruch in eine neue Zukunft. Die Bekämpfung von Terrorgruppen, Fanatikern – ein Tabula-Rasa bei Leuten, die schon lange genug die Freiheit der Völker bedrohten und eben diese nervten.

Der Nachteil war ein hervorragendes Beispiel, daß den heutigen Kapitalisten und Imperialisten geographische Grenzen, nationales Bewußtsein, sowie Menschen- und Bürgerrechte gleichgültig sind. Zur Verwirklichung ihrer Interessen nach Maximalprofit gehen sie über Leichen. Interessant ist: Bis heute sind weder die konkreten Umstände für den Anschlag auf das WTC, noch für den gleichzeitig stattgefundenen Anschlag auf das Pentagon aufgeklärt, bei dem nicht einmal Flugzeugtrümmer gefunden wurden. Bis heute gibt es keinerlei Beweise für eine Täterschaft der so genannten 19 Araber. Angebliche Telefonate aus den entführten Flugzeugen sollen zu den Tätern geführt haben.

Völlig kritiklos betet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung in ihrer Samstagsausgabe auf einer Doppelseite das Märchen der USA nach, Osama Bin Laden sei Drahtzieher der Anschläge. Nach dem ehemaligen CIA-Agenten Osama Bin Laden, der alles inszeniert haben soll, wurde von der US-Justiz nie wegen dem 11. September gefahndet. Das zeigt das im November 2001 aktualisierte Fahndungsplakat des FBI. Der Sprecher des FBI, Rex Tomb, erklärte 2006: “Der Grund warum 9/11 nicht auf dem Fahndungsplakat von Osama Bin Laden steht ist, weil das FBI keine stichhaltigen Beweise hat, die Bin Laden mit 9/11 in Verbindung bringen.” Das FBI ist sich nicht mal über die Identität der 19 angeblichen Flugzeugentführer sicher. Sie wurden nie an Hand von DNA-Proben identifiziert.

Wohin geht die Reise?

Da es relativ offensichtlich ist, daß Schwarz-Geld 2013 abgewählt wird, obzwar es noch gut 2 Jahre bis dahin ist, wird Dr. Westerwelle mit dem Ende des Kabinetts Merkel II auch seine politische Karriere beenden. Er wird höchstens vielleicht noch als Ehrenvorsitzender fungieren, sobald ein Nachfolger für Herrn Genscher gefunden wurde. Klingt makaber, ist aber was dran. Ob mit oder ohne Debatte und vorzeitige Nachfolge sprechen die Umfragen gegen einen Verbleib der Liberalen in den Parlamenten. Von daher könnte “Guido” durchaus abtreten. Nur wird es dann, sofern die FDP kein außenpolitisches Äquivalent hat einen Postenwechsel geben, wie bei de Maziere und Friedrich, oder innerhalb der FDP-Ministerien.

Ich würde es begrüßen, wenn Westerwelle abtritt. Allzu wichtig ist der Chef des AA schließlich nun auch wieder nicht. Er, der Minister für auswärtige Angelegenheiten, repräsentiert nur die Vorgaben des Kanzlers und die Ansichten desselben. Für den Job kommt so gut wie jeder in Frage.

Daß Dr. Westerwelle nicht zurücktritt besagt m.E. und eventuell höchstens, daß Merkel nicht in die Geschichte eingehen will mit einem “Kabinett der Wechseler und Pöstgenjäger”. ;-)

In diesem Sinne halten wir durch.

Dürfen die das?

Ich wohne in Herford, NRW. Darf bei max. 50 qm² maximal 237,50 € Kaltmiete haben plus Nebenkosten. Meine jetzige Wohnung hat 40 qm² und 270 € Kaltmiete plus Nebenkosten. Den Differenzbetrag von 32,50 zahle ich selbst. Nun sagt das Amt, wegen dieser höheren Differenz kann die Kaution von 600 € als Darlehen nicht übernommen werden. Solls selbst bezahlen.

Dürfen die das?

Hätte denen angeblich mitgeteilt, ich könnte die Kaution selbst bezahlen. Eine solche Aussage habe ich jedoch nur in Bezug auf die Courtage der Maklerin getätigt. Ohne Maklerin war es mir nicht möglich eine Wohnung zu finden.

Was ist los mit Ackermann?

Die ersten zehn in der Hitliste der bestverdienenden Bosse unter den 30 Konzernen des Deutschen Aktienindex haben im vergangenen Jahr im Schnitt rund sieben Millionen Euro eingestrichen, 25 Prozent mehr als 2009. Sogar neun Millionen Euro Jahresgehalt, ohne diverse Sonderzuwendungen, erhalten die drei bestbezahlten Vorstandschefs im abgelaufenen Geschäftsjahr. Zum Vergleich: Für diese Summe muß ein Durchschnittsverdiener knapp 300 Jahre arbeiten. Spitzenreiter ist nun VW-Chef Winterkorn, der Ackermann von der Deutschen Bank von Platz 1 verdrängte.

Da fragt man sich, wozu der Typ eigentlich noch arbeiten will und es erinnert irgend wie an eine verkehrte Welt. Der deutsche, äh, Deutsche Weber spekuliert lieber in der Schweiz, während der Schweizer Ackermann lieber in Deutschland weiter die Zügel in der Hand haben will, dann halt im Aufsichtsrat. Möglicherweise um eine Art Ziehsohn zu fördern und die Dinge aus dem Hintergrund zu lenken. Clemens Börsig mag aufgrund seines Alters eine Übergangslösung sein. Denn wozu will man denn Sahib Jain nehmen, der nicht einmal unsere Sprache kann? In Ordnung, die Frankfurter werden denken, die Sprache ist weniger wichtig als die Qualität und Kompetenz, doch es ist ein merkwürdiges Gefühl, einen Boß zu haben, bei dem man für jedes bißchen `nen Dolmetscher braucht und 3 Wörterbücher.

Dem Mann von der Straße kann es egal sein. Auch wenn die Deutsche Bank ein Privatkundengeschäft hat, so doch erst für Leute ab dem oberen Mittelstand. In erster Linie ist es eine Kapitalsammelstelle für Konzerne und Firmen. Enorm wichtig für die Wirtschaft, doch für das Volk nicht allzu sehr, wie es scheint.

Frauen-WM-Viertelfinale: Deutschland – Japan 0:1

Habe gerade das Viertelfinale gesehen. Die Niederlage war schon bitter. Sehr schlimm aber war dieser Kommentator! Wo ist bloß Bela Rethy könnte man fragen. Aber was sollte der schon ausrichten? Wenn man zu blöd ist Tore zu schießen, hilft nicht einmal Gerd Rubenbauer (Viertelfinale `98). Mir tut Birgit Prinz leid, Frau Neid sollte dringend Tore schießen trainieren, auch wenns bescheuert und nach Stammtisch klingt, Japan schafft nur noch Platz 4 und Inka Grings ist hübsch.

Rassismus, Diskriminierung, Sexismus, Frauen, WM, FIFA oder kurz: Dougans WM-Blog

Zur Frauen-WM:

In Kürze wird ein weiteres Spiel der deutschen Elf angepfiffen. Deutschlands Frauenmannschaft zählt neben Brasilien und den USA zu den großen Favoritinnen des Turniers. Zweimal haben die deutschen Frauen den Titel schon geholt. Die Ausrichtung der Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland kennzeichnet auch einen besonderen Erfolg der Emanzipation und der Menschenrechte.

Während in vielen europäischen Ländern Frauen es den Männern schon lange gleichtaten, war der Frauenfußball in Deutschland jahrzehntelang geächtet. Während des dritten Reiches galt Frauenfußball als nicht erwünscht. Fußball sei ein Kampfsport für Männer und dieser würde der Rolle der Frau als Hüterin des Hauses widersprechen. Dieses mittelalterliche frauenfeindliche Bild prägte auch lange die herrschende Meinung in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik. Fußballspielende Frauen wurden als “Mannweiber” beschimpft und von den Plätzen verjagt. Unter Androhung von Strafen wie Verbandsausschluß hatte 1955 der DFB seinen Vereinen untersagt, Frauenfußballmannschaften zu gründen oder auch nur auf ihren Fußballplätzen spielen zu lassen.

Es waren vor allem Arbeiterfrauen und -mädchen im Ruhrgebiet, die in Eigeninitiative Vereine gründeten und auf kommunalen Sportplätzen den Spielbetrieb organisierten. In den 1970er Jahren unterstützte die kleinbürgerliche Frauenbewegung das Anliegen und der Frauenfußball nahm einen Aufschwung. Rund 60.00 Frauen spielten trotz Verboten und Diffamierungen Fußball. Der DFB gab 1970 seinen Widerstand auf, weil er befürchtete, dass er durch einen unabhängig von ihm organisierten Frauenfußball seine Machtstellung einbüßen und damit auch eine erkleckliche Einnahmequelle verlieren könnte. In der sogenannten DDR war Frauenfußball von Anfang an erlaubt, trotz des Herrschens einer verbrecherischen Clique.

Die Altherrenriege der internationalen Fußballverbände entdeckte die Fußballfrauen als Werbeträger. Der Chef des internationalen Fußballverbandes FIFA, Josef Blatter, erntete breite Empörung, als er 2004 mit dem Vorschlag rüberkam, dass die Frauen doch engere Shorts und Trikots tragen sollten. Sie sollten über sexistische Signale dem Frauenfußball mehr TV-Wirksamkeit liefern.

Zwar hat der Frauenfußball noch nicht die Massenwirkung wie der Männerfußball erreicht, aber er steht heute hinter der WM der Männer und den Olympischen Spielen in der zweiten Reihe der massenwirksamsten Sportereignisse. Es werden mindestens rund 15 Millionen Zuschauer an den Fernsehern erwartet, wahrscheinlich noch mehr, verfüge nur über Schätzungen und keine Zahlen. Kein Wunder, daß sechs Konzerne, darunter Mercedes, Deutsche Bahn, Allianz u.a. als Sponsoren an die 4 Millionen Euro investieren. Das erhöht natürlich den Druck auf die Nationalspielerinnen, unbedingt zu gewinnen.

Echte Sportfreunde lassen sich ihre Begeisterung nicht davon abhängig machen. Sie werden mit Sicherheit weitere hochklassige und spannende Spiele zu sehen kriegen. Die beste Wirkung der WM ist ohnehin eine andere: Wenn sich noch mehr Jungen und Mädchen, sprich ein weiterer großer Anteil der Jugend in der Welt für diesen Sport entscheiden und in die Vereine eintreten. Fußball kann dazu beitragen, Gemeinschaftsgeist, Reaktionsfähigkeit, strategisches Denken und taktische Geschicklichkeit zu entwickeln und fördert darüber hinaus das Selbstbewußtsein der Sportlerinnen und hilft soziale Hemmungen und Diskriminierungen zu überwinden.

Jede WM, ob der Herren oder der Frauen, ist nicht nur ein in regelmäßigem Turnus stattfindendes Kräftemessen von “11 gegen 11″, es zeigt auch die derzeitige Entwickelung, das aktuelle Level und Niveau, in wie weit ein Land fortschrittlich modern und in wie weit rückständig ist, bzw. wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Immer wieder wird auf Menschen- und Bürgerrechtsverletzungen hingewiesen, welche auch am Auftreten der betreffenden Mannschaften zu erkennen sind. Stichwort Nordkorea mit der ewigen zu erfüllenden Parteidoktrin und der Dialektik aus Theorie und Praxis (sie fallen immer wieder auf die Schnauze und nun werden sogar Dopingfälle bekannt), Stichwort Iran mit den Kopftüchern oder mancher afrikanischen Nation, deren Mannschaft sich zum Antirassismus und Antisemitismus bekennt, jedoch über sexuell Desorientierte die Trainerin daherschwafelt.

Die FIFA, nach außen sauber, im innern korrupter als manche osteuropäische Polizei, führt sich regelmäßig als Musterbeispiel für Demokratie, Freiheit und Toleranz auf.

Da gibt es ebenfalls noch erheblichen Veränderungsbedarf, doch unbestritten ist es, daß Sport, egal in welcher Epoche die Menschen länderübergreifend verbindet. Und das ist gut so. Frieden, Völkerfreundschaft, Kompromißbereitschaft und Solidarität – das sind Dinge, mit denen wir uns alle 2 Jahre einen Schritt weiterbewegen, in Richtung einer Welt, wo alljenes für jedes Lebewesen der Erde gewährleistet ist.

Was für eine Verarsche

So salopp kann man es ausdrücken.

Nach dem Bericht leben 13 Prozent der Deutschen unter der Armutsgrenze. Und das selbst nach geschönten Zahlen der Bundesregierung, auf die sich der UN-Ausschuss bezieht. Denn schon 2008, d.h. vor Beginn der Weltwirtschaftskrise und Finanzkrise, waren laut Statistischem Bundesamt rund 12,5 Millionen Menschen und damit etwa jeder Sechste in Deutschland von Armut bedroht – rund ein Drittel mehr als 1998. Als armutsgefährdet gilt man, wenn man mit weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens auskommen muss. 2008 waren das 929 Euro monatlich. Während der Wirtschaftskrise ist aber wegen sinkender Löhne und der rasanten Zunahme von Teilzeit- und Leiharbeitsverhältnissen die Zahl der armen Menschen noch deutlich gestiegen.

Von allen 19- bis 25-Jährigen galten schon 2008 knapp ein Viertel als arm. Arbeitslose sind mit deutlich über 60 Prozent am meisten von Armut bedroht. In Haushalten von Alleinerziehenden, also überwiegend Frauen, leben fast 40 Prozent an oder unter der Armutsgrenze. 2,5 Millionen Kinder sind in Deutschland von Armut betroffen. Laut dem UN-Ausschuß sind viele Familien in Deutschland so arm, daß jedes vierte Kind ohne Frühstück zur Schule gehen muss und häufig mangelhaft ernährt wird. Die Mehrheit der Kinder armer Familien würde keinen Schulabschluß erreichen. 1,3 Millionen Menschen benötigen trotz Arbeit die „Aufstockung“ durch Hartz IV. Dabei gewährt die monatliche Grundsicherung von 365 Euro Arbeitslose „keinen angemessenen Lebensstandard“ (UN-Ausschuss). Kritisiert wird auch, daß Arbeitslose „jeden zumutbaren Job“ akzeptieren oder unbezahlte Arbeit leisten müssen. Der UN-Ausschuß rügte außerdem die Benachteiligung von Frauen und Behinderten auf dem Arbeitsmarkt. Er bestätigt auch die Kritik vieler Sozialverbände, daß Menschen mit Migrationshintergrund selbst in der zweiten und dritten Generation stark benachteiligt sind bei der Ausbildung und weit überdurchschnittlich oft arbeitslos sind. Asylbewerbern in Deutschland fehlt es an einer grundlegenden sozialen und gesundheitlichen Versorgung, sie müssen in mangelhaften Unterkünften leben und haben kaum Möglichkeiten zu arbeiten.

Die Kritik des UN-Ausschuss ist ein vernichtendes Urteil  über die Lebenslüge vom sogenannten „Sozialstaat“ Deutschland, den alle Bundesregierungen der Nachkriegszeit als mustergültig in der Welt zur Schau stellen. Es hat ihn nie gegeben. Auf die UN-Schelte hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hektisch reagiert. Dem Bericht sei kein Glauben zu schenken, da außer den UN-Experten auch Nichtregierungsorganisationen mitgearbeitet hätten. Dann behaupteten sie, daß die Zahlen veraltet seien.  Dabei hätten die neuesten Zahlen den Bericht sicher noch schärfer ausfallen lassen. So hat sich die Quote der Arbeitslosen unter den 15- bis 25-Jährigen seit Beginn der Weltwirtschaftskrise bis heute dreimal so stark entwickelt wie in allen anderen Altersgruppen.

Steuerirrsinn, Waffenexporte und Weltmeisterei

In einer gemeinsamen Telefon-Konferenz einigten sich die Vorsitzenden der Regierungsparteien, Merkel, Horst Seehofer und Philipp Rösler: “Kleinere und mittlere Einkommen werden zum 1. Januar 2013 steuerlich entlastet… Außerdem werden wir angesichts der guten Beschäftigungslage die Sozialversicherungsbeiträge senken.” Doch es ist die tiefgehende Skepsis der betreffenden Bevölkerungsteile angebracht, bei solchen Ankündigungen für das Wahljahr 2013 sogar mehr als berechtigt.

Bereits vor zwei Jahren war das große Wahlversprechen der Regierungsparteien “mehr Netto vom Brutto”. Gerade die FDP, die in Umfragen in der letzten Zeit inzwischen ins Bodenlose stürzt, wollte mit Steuern punkten. Das Steuersenkungs-Versprechen ist eine Maßnahme zur Stabilisierung einer äußerst labilen Regierung, die von allen Seiten unter Beschuß ist. Nach dem Motto “Vorfreude ist doch die schönste Freude” erneuern die Regierungsparteien nun bereits zwei Jahre vor der nächsten Wahl das gebrochene Versprechen. Nur scheibchenweise soll bis dahin geklärt werden, was eventuell um wieviel gesenkt werden soll. So soll die Sorge und der zunehmende Unmut des deutschen Volkes über wachsende Teuerungsraten und eine Diskussion in vielen Betrieben über den notwendigen Lohnnachschlag gedämpft werden. Zudem kündigte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bereits an, bei einer Steuerentlastung an anderer Stelle Ausgaben zu kürzen, das gilt dann sicher nicht für Banken und Konzerne.

Die von Schäuble propagierte Alternative, entweder Schuldenabbau oder Steuersenkung, ist lediglich eine Scheinalternative. Auch ohne Steuerentlastung in den vergangenen Jahren stieg die Verschuldung ins Gigantische, so daß allein der Bund heute täglich 100 Millionen Euro Zinsen in die Kassen der Banken zahlt. Tatsache ist vielmehr, daß mit jeder Tariferhöhung oder Überstunde nach dem geltenden Steuerrecht sich für die Werktätigen der zu zahlende Steuersatz für den ganzen Bruttolohn erhöht. Wenn die Regierung jetzt groß ankündigt, diese sogenannte “kalte Progression” abzubauen, dann handelt es sich lediglich um einen Teilverzicht auf diese “heimlichen” Steuererhöhungen, statt einer tatsächlichen Steuerentlastung für die Werktätigen. Ganz im Gegensatz dazu wurden laufend die Unternehmenssteuern gesenkt, die letzte große Steuersenkung war im Jahr 2008. Inzwischen zahlen Unternehmen, alles zusammengenommen, maximal 29,83 Prozent Steuern auf ihre Gewinne – und das auch nur von den Summen, die sie als Gewinn ausweisen.

Scheinbar volksnah fordert SPD-Chef Sigmar Gabriel jetzt, man solle statt der Steuersenkung den Spitzensteuersatz, die so genannte Reichensteuer, erhöhen, um damit eine dauerhafte Absenkung der Sozialabgaben zu finanzieren. Tatsächlich war es die Schröder/Fischer-Regierung, die den Spitzensteuersatz von 49 auf 42 Prozent gesenkt hat und dann insbesondere in der Großen Koalition mit der CDU/CSU die Sozialabgaben für die Werktätigen und ihre Familien durch ständige Erhöhungen der Eigenbeteiligungen im Krankheitsfall hochschraubte. Die jetzt von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Steuerentlastung wird – in der Größenordnung, die bisher bekannt wurde – einer Familie kaum reichen, um die angekündigten Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung zu bezahlen.

Doch vielleicht lassen sich Steuersenkungen doch durchsetzen. Denn mit ziemlicher Sicherheit werden wie wieder Exportweltmeister. Warum?

Deutschland will moderne Leopard-Kampfpanzer an Saudi-Arabien liefern. Der Bundessicherheitsrat (schon mal gehört?) billigte in der vergangenen Woche grundsätzlich den Export, berichtet das Magazin “Der Spiegel”. Die saudischen Machthaber wollen über 200 Stück des Leopard Typ 2A7+. Der demokratische Aufstand in Bahrain war mit Hilfe saudischen Militärs blutig niedergeschlagen worden. Saudi-Arabien finanziert auch in Ägypten konter-revolutionäre Kräfte.

Atomausstieg

Der Atomausstieg ist durch, wurde gestern im Bundestag beschlossen.

Bevor die SPD jedoch gegen die Union meckert, darf man nicht vergessen daß ursprünglich die Roten zu den glühendsten Verfechtern von AKW gehörten, da es sich aus ihrer Sicht um “Reaktoren des Wohlstandes” handelte. Erst in den 70ern hat man sich gewandelt und auch das nur zaghaft. Auch, wenn es damals noch keine wirklich umweltfreundliche und zugleich energieeffiziente Alternative gab. Doch allzu sehr darf Herr Gabriel den Mund auch nicht aufreißen, auch die SPD trägt eine große Verantwortung bei der heutigen zu entledigenden Last.

Ein Etappensieg der Atomkraftgegner – aber gleichzeitig auch ein fauler Kompromiß, denn die AKW sollen noch jahrelang weiterlaufen. Die Fraktion der Linken, obzwar keine Partei sondern nur rotes Gesindel, stimmte deshalb zurecht – als einzige Partei – gegen das Gesetz und fordert den Ausstieg bereits 2014.

SPD-Chef Gabriel plusterte sich gewaltig auf und reklamierte den Atomausstieg für sich und seine Partei. Das ist Unsinn: Die SPD-Führung hat zwar im letzten Herbst gegen die Verlängerung der Laufzeiten über den im Jahr 2000 unter Rot-Grün ausgehandelten “Atomkonsens” hinaus protestiert; aber dieser “Konsens” sah immerhin rechnerisch ein Enddatum der Lautzeiten bis 2021 vor. Der politische Druck, die Atomkraftwerke wirklich stillzulegen, ging von den Massendemonstrationen aus. Wie bei Stuttgart 21.

Gegen den Protest eines größeren Teils ihrer eigenen Wähler und Mitglieder hatte auch die Führung der Grünen die Zustimmung zu dem Gesetz durchgesetzt. Während der Parteitag noch dafür stimmte, nach einem Wahlerfolg der Grünen für einen schnelleren Ausstieg zu kämpfen, vertritt Bärbel Höhn, Vize-Chefin der Bundestagsfraktion der Grünen am 30.06.2011 in der “Rheinischen Post”: “Wenn wir 2013 mitregieren sollten, werden die Grünen an dem Zeitraum festhalten, daß bis 2022 der letzte Meiler abgeschaltet werden soll. Das heißt, wir werden den vorzeitigen Ausstieg 2017 auch nicht mehr als Zielsetzung im nächsten Wahlkampf haben.”

Doch die jetzt beschlossenen Gesetze sind im Interesse des Lebens und der Gesundheit der Bevölkerung nicht akzeptabel. Erstens laufen die Atomkraftwerke noch 10 Jahre weiter. Das bedeutet 10 Jahre weiter das Risiko eines GAU, weiter Strahlenbelastung und weiteren Atommüll, der nicht sicher gelagert werden kann. Die Beschlüsse des Bundestages sind auch eine weitere Unterordnung unter die Energiemonopole. So sollen erneuerbare Energien nur in Großprojekten wie Offshore Windparks gefördert werden, dazu teure Stromfernleitungssysteme gebaut werden – und den Energiekonzernen so wieder Monopolprofite zugesichert werden. Die Nutzung der Sonnenenergie wird hingegen regelrecht behindert, indem bei größeren Einspeisemengen die Erzeugerpreise gesetzlich sinken. Stattdessen sollen Kohlekraftwerke ausgebaut werden. Von einer Energiewende der Bundesregierung kann also keine Rede sein.

Was ist die beste Lösung? Sämtliche Häuser- und Hüttendächer mit Photovoltaikanlagen zupflastern, auf Kosten des Bundes und der 4 Energieriesen, kein Stromimport mehr, sondern reiner Export. Ein paar Arbeitslose weniger und der Staat spart langfristig Geld. Dazu Plesbizide nach Schweizer Vorbild und alle sind happy.

Der Präsident in kritischer Sicht

(Parteien-)Bundespräsident Christian Wulff, ein Geschöpf Merkels, Stoibers und Westerwelles, sah sich angesichts der zunehmenden Abwendung der breiten Massen von den etablierten Parteien und dem scheingefechteführenden Parlamentarismus und seinen Institutionen vor einer “größeren Herausforderung als erwartet”. Im ARD-Morgenmagazin vom 20.08.10 meinte er: “Am meisten fällt mir auf, daß die Aufgabe noch viel größer ist, als ich befürchtete. Also, da ist wirklich viel zu tun, diese Gräben, die es da gibt, zu schließen.” Früher sei man dafür gelobt worden, daß man sich engagiere und für ein politisches Amt kandidiere. “Heute begleitet auch die Politiker viel Häme, viel Spott und viel Mißtrauen.” Das hat Wulff auch in seinen ersten Amtstagen – nicht unverdient – zur Genüge erfahren müssen.

Desweiteren ist er bei vielen im Volke angeeckt, mit seiner proislamischen Aussage. Denn schließlich sind wir hier im christlichen Abendland. Er mag nach außenhin, wie es ja auch seine Aufgabe ist, lächeln, “Bürgernähe” zeigen, in dem man einfach einer zufällig dahergehenden Rentnerin die Hand schüttelt und sich danach einen Dreck um sie schert, tatsächlich ist er doch nur eine Art Sicherheitscheck, wenn neue Gesetze beschlossen werden, rein repräsentativ hat er Deutschland in ein positives Licht zu rücken, mal mit mehr Erfolg, mal weniger. Einen Präsidenten, wo die Parteilichkeit deutlicher wahr hat es selten gegeben. Da war Prof. Dr. Köhler um einiges besser. Dort war Ehrlichkeit und Bemühen um das Volkeswohl noch in gewisser Form zu spüren.