Kategorie-Archiv: Politik

Sondierungsgespräche in Griechenland

„Linke feuert Breitseite gegen Europa ab“ titelt die NW – und tatsächlich platscht der Chef der Radikalen Linken, Alexis Tsipras, kräftig in die Sahne. BILD fragt ja auch schon „Wird dieser Linksradikale neuer Griechen-Chef?“ und faselt von Chaostagen; gibt sicher wieder schön Gelegenheit zur Hetze. Wie schön, dass der brave Bürger keine Ahnung hat und so jeden Blödsinn schluckt. Aber wieso sollte ein griechischer Politiker weiter ’sparen‘ wollen, den Kurs verfolgen, der – inzwischen ist’s ja offen sichtlich (abgesehen von Öko-Ideologen mit Professorentitel, unter deren Würde es weit ist, die Realität auch nur anzuschauen, da sie ja wissen in ihrer erbärmlichen Ahnungslosigkeit) – das Problem verschärfte und nicht mal den Ansatz einer Lösung zeigt? Noch mehr Armut für die eh schon Armen? Die reichen Griechen wird’s nicht stören, deren Geld ist längst in Sicherheit. Und mit dem erzwungenen Sparkurs stürzt das Land nur tiefer in die Rezession. Diesen Schwachsinn nicht mehr mitzumachen ist eigentlich nur vernünftig.

OK: Griechenland ist ein besonderer Problemfall, in gewisser Weise, hatte mehr als andere EU-Staaten innere Probleme, z.B. was Steuerzahlungen anbelangt. Die sich mit sanftem Druck seitens der EU inzwischen sicher hätten lösen lassen; zumindest wäre ein Anfang da. Und was die hohen Kreditzinsen anbelangt: eine Bürgschaftserklärung der EU hätte die niedrig gehalten; aber da musste die Merkel ja Öl ins Feuer gießen, damit die ‚Anleger‘ umso kräftiger absahnen.

Mit den Maastricht-Verträgen war ein Inflationsziel von 2% vereinbart. Deutschland machte sich klammheimlich auf, dieses zu unterlaufen. Brachte zwar mit Lohndumping und Massenarbeitslosigkeit den Binnenmarkt zur Stagnation, sonnte sich aber in Exporterfolgen. Na klar: steigende Produktivität, gepaart mit Dumpinglöhnen macht die eigenen Produkte konlurrenzlos billig, konkurriert alle anderen quasi ‚an die Wand‘ – besonders in einer Währungsunion, die eine Angleichung durch Wechselkurse verbietet. Und wer kaputt konkurriert ist, kann nicht seinerseits exportieren, weil, da ist nichts mehr.  Der Preis der (deutschen) Exportüberschüsse ist motwendig Verschuldung – der Exportweltmeister wird zum Gläubigerweltmeister gleich mit. Eine Entwicklung, die in der EU durchaus bekannt war; getan ward nichts, man wollte die deutschen Export’erfolge‘ ja nicht gefährden. Dummerweise kriegten auch die so genannten Märkte nebst der Lobby- – äh, wollte sagen: Rating- Agenturen die Sache mit und witterten Profit ..

Die Situation hatte sich ja auch verschärft: die Banken hatten sich verzockt. mussten ‚gerettet‘ werden – in der Weise natüröich, dass sie munter weiter zocken dürfen, damit die unfähigen Versager weiter fett kassieren. Wäre ja OK gewesen, diese Buden zu übernehmen – Firmenkredite und Spareinlagen zu garantieren (hätte auch gekostet), rausschmeißen, was nicht zum Kerngeschäft (Einsammeln von Sparbeiträgen und Kredite an die Wirtschaft) gehört und den Rest in die Insolvenz schicken; Aktionäre mögen krakelen; ihr ‚Objekt‘ isz pleite, sie kriegen nischt. Aber nee: ‚Staat‘ musste sich ja verschulden, bürdete Dividenden und Boni den Steuerzahlern auf; gegen Partei’spenden‘, versteht sich. – Sowas also schimpft sich ‚Elite‘ ..

Im Grunde kann Griechenland sich zurück lehnen und zu deutschen – äh, pardon, ich meine natürlich: EU – Forderungen freundlich grinsend ‚leck mich ..‘ verkünden; Euro Schulden – da pleite – werden nicht bedient. Zurück zur Drachme: das wird teuer, für die EU!

Einen Ausweg gibt es. In Form einer EU- – und mindestens Euro- weiten gemeinsamen Wirtschaftspolitik, die nationale Verschiedenheiten (im Rahmen) sehr wohl noch erlauben darf. In dieser muss in Deutschland das Lohnniveau stärker steigen als die Produktivität – so lange, bis gegenüber den EU-Partnern ein Gleichstand erreicht ist; was die Exporte und Exportüberschüsse mindert – den Binnenmarkt aber fördert; den Unternehmen kann’s egal sein, wo sie ihren Gewinn erzielen.

Im Übrigen werden wirtschaftlich stärkere für schwächere Regionen zahlen müssen: der Preis für ein geeintes, kulturell buntes vielfältiges Europa.

Der Kandidat der nur Frauen beschenkt.

Vor ein paar Tagen wurde die Altherrenriege Zeuge einer kurzen, aber aufschlussreichen Szene im lokalen Wahlkampf:

SPD-Kandidat Garbrecht versuchte weibliche Wählerinnen mit geschenkten roten Rosen zu gewinnen.

Die Frage eines Passanten, ob er denn auch ein für männliche Wähler passendes Wahlkampfgeschenk habe, musste der Kandidat verneinen und verwies ersatzweise auf ein Propagandablättchen.

Dabei wäre doch alles so einfach:

Ein hübsche Schraubenzieher zum Beispiel böte sich an!

Geschlechtergerechtigkeit wäre wieder hergestellt und Herr Garbrecht könnte auch bei den Männern noch punkten.

Tja, so wird das nix.

 

 

Landtagswahlen …

Die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein sind gelaufen – und siehe da: die FDP, doch eben noch am Ende, ist haushoch wieder drin. Keine Überraschung: Schwarz-Gelb ‚abgestraft‘: ein wenig. Dann die Piraten drin – und Die Linke draußen.

Lobby ‚der Wirtschaft‘ bestimmt – in weiten Teilen korrumpierte – Politik und Medien; mit ihren Vertretern bis in Ministerien und PR-Kampagnen. Längst ist Pressefreiheit zu der Freiheit der Verleger verkommen, ihre Meinung zu verbreiten; andere schmieren nur noch ab (vielleicht auch, weil kleine Zeilenhonorare Recherche nicht mehr erlauben). Doch auch im Internet lässt sich Meinungsmache betreiben – in Foren und Portalen, selbst im ‚freien‘ Wikipedia.

Da wurde wohlwollend über die FDP berichtet – und auch so, als sei sie eine Volkspartei; sie ‚ist wieder wer‘, nur der Rösler (wie einst Westerwelle) seien ein Problem, doch da fand rechtzeitig und passend ja die Personalwahl in Gütersloh statt ..

Ob nun CDU oder SPD – wo ist der Unterschied? – Diese einst sozialdemokratische Partei steigt – wie im Saarland, in Thüringen und anderswo doch lieber als Juniorpartner zu der CDU ins Bett statt mit Der Linken die Politik zu machen, die sie nur mit dem Maul noch fordert, aber nicht so wirklich machen will. Von den einstigen Idealen der Grünen ist kaum mehr als Anti-Atomstrom geblieben.

Die Linke ist ‚glücklich‘ draußen. Diese Igitt-Partei, die ‚unser‘ schönes demokratisches System, überwinden will: dieses System. In dem Reiche immer reicher und Arme mehr und ärmer werden, in dem die Allgemeinheit für Spielschulden der Banken aufzukommen hat (die munter weiter zocken), das dabei ist, mit dem Euro gleich noch Europa zu ruinieren. Eine Partei, die im Grunde mehrheitlich sozialdemokratisch orientiert ist – im Sinn eines Willy Brandt, der auch „mehr Demokratie wagen“ wollte. Die Linke also kommt in den Medien selten vor, wenn doch, vorzugsweise ungünstig dargestellt – getreu der gefahrenen Linie: ‚Die Linke kann sich in den westdeutschen Ländern nicht verankern; sie bleibt eine ostdeutsche Regionalpartei.’

Dann noch die Piraten, die außer ihrem Kern um Internet und freiem Wissensaustausch noch gar nicht so genau wissen (können), was sie denn wollen – nur: Internet allein reicht für Politik nicht: viele weiße Flecken, die zu füllen sind – frei von ihnen selber oder mittels Mediendruck? – Bleibt abzuwarten (meine guten Wünsche begleiten sie). Dass eher wohlwollend – aber auch mit teils heftiger Kritik, um sie nicht allzu vielen schmackhaft zu machen – in den Medien über sie berichtet wird, hat einen Grund: sie stören (noch?) die etablierten Parteien als Ganzes (in dem egal ist, wer gerade die Regierungsrolle übernimmt) nicht – sind aber attraktiv für Protestwähler und geeignet, von Der Linken Stimmen abzuziehen; in SLH hat es geklappt.

Noch ein Ergebnis lässt erschrecken: eine Wahlbeteiligung von eben mal 60,4%. Die, so vermute ich, ein Gutteil Resignation. Vom Kalb, das willig sich zur Schlachtbank führen lässt.

Übrigens: Albrecht Müller hat seine Wette, die er lieber verloren hätte, nun gewonnen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=13127

Wahlthema Schulden

Schulden sind ja, glaubt man einschlägigen Parteipropagisten, irgendwie .. nun ´ja: Igitt; Schulden macht man einfach nicht, sie belasten zukünftige Generationen und was dergleichen Blabla mehr ist. Also was da die ‚Schwäbische Hausfrau‘ ist …

Aber komisch: Unternehmen machen zuweilen Schulden: dann nämlich, wenn sie eine Investition vornehmen, von denen sie zukünftigen Gewinn erwarten; Gewinn, der hoch genug ist, auch die Schulden zu bedienen.

OK: der Staat kann Schulden machen, weil er Geld zum Fenster rauswirft – eine schlechte Idee.

Er kann aber auch für die Zukunft investieren – Straßen und Schienen bauen, die Lehrerausbildung verbessern und so weiter; gibt eigentlich genug zu tun. Teils – wie bei Straße und Schiene – stecken die Geldschulden dann in Sachwerten; hier ist die Bilanzsumme ausgeglichen. Mehr und bessere Lehrer mögen erst mal ‚kosten‘. Doch sie verbessern die Ausbildung der Kinder – damit deren Chancen auf einen gut bezahlten Job, stiften also Nutzen. Straße und Schiene werden auch genutzt; auch als Transportwege für die Industrie – oder damit Berufstätige zum Arbeitsplatz gelangen können. Sollten etwa die, die später den Nutzen haben, nicht auch später dafür – in Form von Steuern – zahlen?

Ein anderes Beispiel: Theater interessiert nicht jeden – wäre also zu fragen: sind Theater Kulturgut? – Die Opern, Operetten, Musicals, Stücke? Wenn ja: auch erhaltenswert? – Nun kann man sagen: soll doch der dafür zahlen, der sie nutzt – was unter 100 Euro je Eintrittskarte dann nicht zu haben wäre, zu hoch für viele, Sollen alle die Möglichkeit haben, ins Theater zu gehen. Müssen die Eintrittspreise niedriger sein – und dass heißt eben Subvention, durch den Staat, aus Steuermitteln (so lange es große Einkommensunterschiede gibt).

Hier ‚zieht‘ ein weiterer Punkt: soll der Staat Aufgaben haben, muss er sie auch finanzieren können. Durch Einnahmen: und die sind nun mal Steuern. Unternehmen etwa profitieren von der allgemeinen Infrastruktur bis hin zu Gerichten, die zu ‚Recht‘ verhelfen – sollen sie für diesen geldwerten Nutzen nicht etwa zahlen? – Und wer ‚besser verdient‘ – verdankt auch dies mit einer Ausbildung, die er nicht zahlte – also darf er diesen Ausbildungserfolg nun mit höherer Steuer nachträglich zahlen; was spricht dagegen?

Was noch die ’schwäbische Hausfrau‘ anbelangt: eine gute Ausbildung ihrer Kinder, die es ‚mal besser haben sollen‘ zu zahlen, würde ie wohl auch Schulden machen, so lange sie diese auch abbezahlen kann.

Merke: Schulden sind nicht automatisch schlecht; manche machen Sinn.

Landtagswahlen

Sind ja nun bald Wahlen, auch in NRW und somit auch in Bielefeld. – Wählen gehen? – Is doch blöd“ krieg‘ ich da zu hören, oder „Ändert sich ja doch nix“. Noch schöner: aus ‚Protest‘ nicht wählen gehen, den Stimmzettel verschmieren (ist dann ungültig) oder ganz ohne Kreuzchen jungfräulich wieder reinschmeißen in die Urne. Na Glückwunsch: da ändert sich dann – NICHTS.

Was macht es schon, dümpelt die Wahlbeteiligung so um die 50% dahin – von denen 30% die Partei XY wählen; sattes Ergebnis. 30% ist überall zu lesen – dabei war’ns mal eben schlappe 15%; interessiert aber keine Sau. Und wählen nur noch 10% – na, dann reichen drei von hundert Stimmenkreuzchen immer noch für’n knappes Drittel.

Wirklich hilft nur eines: ABwählen, und zwar konsequent. Und das g3eht nun mal nur mit wählen, und zwar der Opposition. Und da meine ich nicht die Theatertruppen von Schwarz-Gelb-Grün-‚Rot‘, von denen jeder mit jedem ‚kann‘. Sondern eine echte Opposition. Ob schon im Landtag oder nicht: das ist die Sprache, die diese Bagage auch versteht: weniger Mandate, dazu noch Gegenwind.

Was mir auch zu denken gibt: einige Landtage gibt es ja inzwischen, da hätte die SPD regieren können – aber eben mit Der Linken. Das will sie aber nicht; steigt lieber als Juniorpartner zu der CDU ins Bett – und wird nicht mal vor Scham noch rot.

„Aber ‚die..‘ kann man doch nicht wählen‘, höre ich noch oft. Na und? – Vielleicht bauen die auch Mist – dann hat sich eben nichts geändert, werden die halt wieder abgewählt. Stellen die denn gleich die Regierung? – Oder aber sie machen’s besser. Vielleicht reicht’s aber auch, dass andere Parteien dann ‚verstanden‘ haben.

Eines ist auch klar: WAHLEN allein ändern so viel nicht – da muss, wer Änderung will, sich selber auch bewegen.

Jeder kann kommen: Gregor Gysi am 09. Mai um 17:30 Uhr auf den Rathausplatz in Bielefeld.

Kein handverlesenes Publikum in vorgeklärter Frage-Antwort-Show

wie bei unser aller Kanzlerin Angela Merkel auf ihrem kürzlichen

Propaganda-Tourneetermin in Bielefeld!

Also schon mal vormerken.  Gregor hat auf jeden Fall den höheren Unterhaltungswert!

Es ist passiert

Wie seit gestern vorauszusehen war, hat die schwarz-gelbe Opposition im Düsseldorfer Landtag den Haushalt 2012 abgelehnt. Somit gilt die Finanzplanung und das Konzept der von der Linkspartei tolerierten rot-grünen Minderheitsregierung als gescheitert. 90 Abgeordnete haben dem Entwurf zugestimmt, 91 haben diesen abgelehnt.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hatte bereits am Morgen angekündigt, die Auflösung des Landtages zu beantragen, sofern sie mit ihrem Vorhaben scheitern würde.

Die Konsequenz daraus sind Neuwahlen, die vielen Fraktionen allerdings nicht ins Konzept passen dürften. Nach aktuellen Umfragen würden SPD und CDU ein recht gleiches Ergebnis erzielen, während sowohl die FDP, als auch die Linkspartei nicht mehr in einem neuen Landtag vertreten wäre. Wahrscheinlich wäre also eine erneute Regierung aus SPD und Grünen.

Aber mit weniger Konkurenz, von daher hätten Rot und Grün eine stärkere Position. Bleibt zu hoffen, daß andere Parteien die Chance nutzen, ihre Kleinarbeit zu intensivieren.

Ein Landtag ohne Liberale und Linke, eventuell mit Piraten, welche im Grunde auch Rot-Grün sind und die CDU allein. Fast parlamentarische Zustände wie 1968

Ja, die deutsche Politik

Finanzminister Wolfgang Schäuble setzt sich weiter ungeniert über die nationale Souveränität Griechenlands hinweg. In einem Interview mit einer griechischen Zeitung bot er die Entsendung deutscher Steuerbeamter in die griechische Finanzverwaltung an. Gestern reisten erneut EU-Experten nach Griechenland, die dort den Verkauf staatlicher Firmen und Ländereien voranbringen sollen.

Die “Süddeutsche Zeitung” berichtet, dass die Berliner Staatsanwaltschaft gegen den Bundestag ermittelt. Es geht um den Verdacht, daß jahrelang 40 Mitarbeiter beschäftigt wurden, für die keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlt wurden. Sie seien als Scheinselbständige beschäftigt gewesen.

Solche und andere Meldungen am Rande des Krisenmanagements.

Verdienstkreuz für verdiente Mitbürger – Eine Danksagung der HFS-Fonds-Anleger

Bibliothekenmiete für Profiteurs Rendite:

Ein Danksagungs-Flugblatt, verteilt anlässlich der Eröffnung
der neuen Stadtbibliothek im Amerikahaus:


Großansicht

Quelle Flugblatt als PDF

 


„Nie wurde beabsichtigt, die Stadtbibliothek abzureißen.“

(Dr. Iris Ober in der Ratssitzung im Mai 2009 für die Grünen)

Interessant

Anonymus teilt über Facebook folgendes mit:

NPD Spenderliste veröffentlicht: Wer sich wie die NPD oder das NPD nahestehende Deutschland-Echo die Frechheit erlaubt Anhänger des Kollektivs öffentlich zu bedrohen oder wie sogar in Hamburg passiert Ihnen nachzustellen, der muss damit rechnen das sich das Kollektiv zur Wehr setzt. Anonymous hat sich deshalb dazu entschlossen eine Liste aller aktuellen NPD Spender offen zu legen. We are Anonymous. We are Legion. We do not forgive. We do not forget. Expect us!

http://pastebin.com/Yb3HPebv

Ja, der Wulff…

http://dejure.org/gesetze/GG/18.html

Könnte man daraus keine Präsidenten- oder wenigstens eine Organanklage basteln?

Sonst dauert es bis 2015, bis ein neuer gewählt ist. Wenn, so wahrscheinlich 2013 Rot-Grün wiederkommt, so wird eine Abwahl 2 Jahre später sicher sein. Doch muß man solange warten? Das Ansehen im Ausland leidet zwar nicht allzusehr darunter (gerade im “Nachberlusconi-Italien”) doch für deutsche Verhältnisse ist Herr Wulff unhaltbar geworden.

So etwas, was er, Wulff, sich geleistet hat, kann man nicht verzeihen. Ich bin überzeugt, daß bei anderen Berufspolitikern ähnliche Ergebnisse herauskommen werden. Seit Guttenberg wird die politische Klasse immer stärker unter die Lupe genommen…

Welchen Sinn hat das?

Nachdem Doris Schröder-Köpf, Ehefrau von Gas-Gerd und unmittelbar nach der Kanzlerwahl von 1998 als „Pferdegesicht“ verspottet, bis zum Machtwort von Schröder, bekannt gab, sich für den Wahlbezirk Hannover aufstellen zu lassen, folgt nun Michelle Müntefering. 2. Ehegemalin des ehemaligen Merkelvizes und Arbeitsministers. Doch die eine wie die andere haben parteiinterne Konkurenz.

Das Ergebnis wird erst in einiger Zeit erwartet. Die Frage stellt sich, was wollen die da noch? Die Antwort könnte lauten: Arbeit für die Bevölkerung macht der Vorstand und ich kassiere eine höhere Rente.

Nach dem (absichtlichen) Versagen ihrer Ehemänner in der Politik wollen uns nun die Frauen belästigen. Na denn….

BILD Dir Deine Meinung

„Deutsche Tradition“ im Sinne des „Stürmer“ oder „Völkischer Bebachter“ ist doch eigentlich die klassische Bücherverbrennung. Aber Mubarraks Schuhe? Andersrum gefragt: Hat ein Volk, das in Mehrheit vor der Mattscheibe sitzt und sich an Elisabeth M.`s und Anke S.´s „Inszenierungen für die blöde Masse mit Dieter Bohlen“ und „Im Dschungel mit der 5. Garnitur“ ergötzt, Besseres verdient? Will es das überhaupt, wenn es nicht im Hetzblatt stünde?

„Die verlorene Ehre der Katharina Blum“

Die ZEITUNG stellt den Verdacht gegen Götten als Tatsache hin. Tatsächlich ist der Verdacht falsch; Götten hat einen Safe der Bundeswehr ausgeplündert, Bilanzen gefälscht und Waffen gestohlen, aber keinen Mord oder Bankraub begangen.

Die ZEITUNG stellt Katharina als Göttens Mittäterin und „Flittchen“ hin. Sie behauptet, Katharina habe Götten schon seit Jahren gekannt, da andere Hausbewohner gegenüber der Polizei angeben, sie habe „Herrenbesuche“ empfangen. Tatsächlich ist dieser „Herrenbesuch“ ein bekannter Industrieller, den Katharina bei ihrem Arbeitgeber kennengelernt hatte; obwohl sie ihn stets abwies, hörte er nicht auf, sie zu bedrängen.

Die ZEITUNG verfälscht Aussagen von Personen, die Katharina kennen. So wird etwa aus dem Satz „Katharina ist eine sehr kluge und kühle Person“ in der ZEITUNG die Beschreibung „eiskalt und berechnend“. Die Charakterisierung „Wenn Katharina radikal ist, dann ist sie radikal hilfsbereit, planvoll und intelligent“ (S. 42) wird durch die ZEITUNG verdreht in „Eine in jeder Beziehung radikale Person, die uns geschickt getäuscht hat“ .

Der ZEITUNGsreporter Werner Tötges behauptet, Katharinas sterbende Mutter im Krankenhaus aufgesucht zu haben, wo er sie mit den Vorwürfen gegen ihre Tochter konfrontiert habe. Am darauffolgenden Tag stirbt die Mutter.

Infolge der Berichterstattung der ZEITUNG wird Katharina mit beleidigenden, hasserfüllten und obszönen Anrufen und Zuschriften bombardiert. Die zu Beginn gesellschaftlich voll integrierte junge Frau wird zu einer verachteten Außenseiterin. Auf den tröstenden Hinweis, dass es auch andere Zeitungen gebe, die korrekt berichteten, erwidert sie: „Alle Leute, die ich kenne, lesen die ZEITUNG!“

Nachdem Götten verhaftet ist, verabredet sich Katharina mit Tötges unter dem Vorwand, ihm ein Interview geben zu wollen, und erschießt ihn, als er ihr – wie viele andere Männer vorher – „an die Kledage“ (S. 135) (Kleid) geht: „Was guckst du mich denn so entgeistert an, mein Blümelein – ich schlage vor, daß wir jetzt erst einmal bumsen“ (ebd.). Danach streift Katharina durch die Stadt, „um Reue zu finden, habe aber keine Reue gefunden“ (S. 9), und stellt sich schließlich der Polizei.

In einer Entwurfsniederschrift der Erzählung hatte Böll einen Schluss mit einem Selbstmordversuch Katharinas konzipiert.

Nichts anderes macht aktuell die Verblödungspostille der Nation und schiebt scheibchenweise Bekanntes für die Masse des lechzenden, bereits extrem verdummten Volkes der DSDS und „Schwiegermutter gesucht“-Zuschauer nach. Vergessen Sie mal die Ungeschicktheiten eines durch eine Intrigantin und Machttaktikerin in das höchste Amt Geschobenen und völlig Überforderten ehemaligen Provinzpolitikers und braven Schweijk einer verkommenen „christlichen“ Partei und ersetzen Sie einfach „Zeitung“ durch beliebige Namen wie Diekmann, Döpfner, Springer, BILD, Spiegel usw. Würden Sie nicht auch Bölls Katharina Blum verstehen?

Deshalb würde OBPit niemals zum Bundespräsident gemacht werden wollen, selbst wenn die rote, von Madsack in Hannover gesteuerte Parteipresse das so wollte und ihn ins höchste Amt schrübe….

(Heinrich Böll: „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“. 1974)

Bringt NW die Wulff-App für Leserreporter?

Der Pennäler-Präsident mit der Osnabrücker Provinzattitüde und der schmierige Lügenzeilen-Schinder aus dem Springerhaus stehen sich gegenüber. Wulff will den privaten Text auf Ölprinzens Mailbox, deren Existenz jetzt schon über 3 Wochen her ist, nicht veröffentlicht haben. Wollten wir auch nicht, wenn von anderer Postille lancierte Blättchen Diekmanns Ehegespons ins Rotlicht kompromittieren würden. Also Kai, fahr mal wieder runter. Klasse hast Du genausowenig wie der Großburgwedeler Backsteinhausbewohner. Mangels Männern und Frauen mit „Eiern“ ist es eh egal, was oder wen Mutti als nächsten Präsidenten ins Amt schiebt (Röschen von der Leyen, die als Kind mit Brennesselschlägen erzogen wurde?). Aber für die NW wäre es es eine sensationelle Chance, ihre „NW-Karte“ mit einer Wulff-App anzuschieben. Dann hätten sie mal was richtig Eigenes, denn selbst der Zirkus im Gleisdreieck schiebt neben Seims Mitarbeiterin noch eine Redakteuse des demnächst aus Münster gesteuerten Westfalenblattes an. Die könnte man auch in Deppendorf auf dem smartPhone lesen….

Dabei steht das Wichtigste links oben

Herrlich, wie die größte Gazette der Metropole heute noch mal wie „Und ewig grüßt das Murmeltier“ nachlegt. Dabei steht das Wichtigste im Kästchen auf Seite 1 links oben:

Lokales: Ein Tag als Artistin beim Zirkus Eigenart

Jaaaaaaaa. Wir wollen Redakteurin Ariane Mönikes am Trapez schweben sehen. Wir wollen, daß sie unter einem Elefantenfuß liegt. Wir wollen….. Qualitätsjournalismus. Wir hätten aber auch Judith Roderfeld vom bald nach Münster (Westfälische Nachrichten) verkauften Westfalen-Blatt beim Geworfenwerden zugucken können. Yup, Qualitätsjournalisten von heute sind flexibel einsetzbar. Für die Sportredakteure bliebe da ja „Ein Tag als Arminia-Torwart. So griff ich hinter mich“ oder „am Paderborner Strafraum ins Abseits gedribbelt“.

So, wie ihn gestern Abend in ARD und ZDF Ulli Deppendorf (der Name ist Programm) und Bettina Schausten in der Inquisitionssitzung mit dem blassen Provinzler im Sessel den Bundespräsidenten liefert. Höhepunkt Schausten: „Ich bezahle für meine Übernachtungen bei Freunden. 150 € mit Quittung!“. Hanebüchen. Donna Lüttchen würde sagen: „Jedes Land, jede Zeitung, jeder Sender hat die Politiker und Jounalisten, die es verdient. Eine Bananenrepublik hat eben den passenden Provinz-Präsidenten, die passende Provinz-Kanzlerin, die passenden Parteien“.

So und nun wenden wir uns wieder Dingen zu, die wirklich wichtig sind. Und dazu gehören weder Ölprinz Diekmanns Lügen- und Schmierjounaille, Wulffens selbst angerührte Scheisse und das hysterische Gekreische in und aus Berlin dazu. Aber Ariane Mönikes würden wir doch gerne am Hochseil sehen 🙂 Sicher fängt sie der beste Chefedaktor seidenweich auf, den das rote Blatt jemals hatte.

Übrigens: Wir hatten glatt vergessem zu erwähnen, BILD-Cheflaberer Diekmann soll in einem Stripnachtlokal gesehen worden sein, als er seine Angetraute abholte 🙂 Haben aber leider keine Zeugen. Kann aber auch sein, es war der frühere Guttenberg oder der aktuelle Lothar. Die öligen Glatzsträhnen der großen „Sympathen“ passen ja da wie dort.

Der Gipfel der Heuchelei

Unser ehemaliger „Nachbar“ jenseits der Höhen des Teutoburger Waldes, Christian Wulff, überdeckt natürlich auch die Nachrichten aus der wundervollen Metropole an der reißenden Lutter. Wer ihn lange kennt, weiß, daß er ein wenig hölzern daherkommt, einen unzähmbaren Wunsch nach Nähe zur „Elite“ a la Maschmeyer & Co. hat (haben Gasgerd und andere Größen auch. Vergessen wir nicht jenes köstliche NW-endlich-haben-wir-mal-Prominenz-in-der-Stadt-Bild eines rudernden IHK-Präses Goldbeck auf dem Weg in die Werkskantine zu einem Spargelessen mit Konzernerlediger Thomas Middelhoff). Erich Honeckers geistige Ziehtochter Angela M., die dem WDR sogar die Veröffentlichung eines Bildes, auf der sie mußmasslich bei der Bespitzelung des Regimegegnerhauses Havemann durch die Stasi mitgemacht haben soll, wußte sicher von Wulffchens Schwächen. Man wird nicht „einfach so“ Bundespräsident. Auch Frauchen Bettina wird ganz sicher auf dem Leuchtkasten der „Dienste“ gelegen haben.

Wenn aber des schmierigen Ölprinzen Diekmanns Blatt und der unsägliche Verlag, in dem unter anderen dieses käsige Lügenblatt BILD erscheint, sich zum Moralwächter der Nation aufschwingt und vn „Pressefreiheit“ und „journalistischer Freiheit“ faselt, dem sich in einer Art geistigem Tiefflug die „Süddeutsche“ und die „FAZ am Sonntag“ heuchlerisch zum veröffentlichenden Schreibaffen machen, dann ist allergrößte Vorsicht geboten. Dann geht es nicht mehr um Wulffs mehr oder weniger dämlichen Umgang mit diesen schreibenden Typen, dann geht es um etwas Anderes.

Claus Heinrich vom SWR hat für die „ARD Tagesschau“ einen Kommentar geschrieben, der aufhorchen läßt und den Kern des vom aufgebauschten Provinzler, wunderbar von Springer- und BUNTE-Fotografen nebst der zweitklassigen Aktrice Ferres und ihrem Drückerkönig aufgebauschten Schwiegermutterliebling Wulff dank Diekmannschen Befehlerfüllung gefallenen „Hassperson Nr. 1“:

Die noblen Retter der Pressefreiheit

Die Geschichte vom Aufstieg und Abstieg des Christian Wulff ist noch nicht zu Ende erzählt, aber sie ist aufs engste mit dem Boulevard verbunden. Bild Dir einen Wulff – das gilt im Guten wie im Bösen. Mehr noch als die – man muss es so deutlich sagen – selten dämliche Besprechung der Diekmannschen Mailbox muss uns aber befremden, wie kühl dessen Vorgesetzte Matthias Döpfner und Friede Springer den Präsidenten haben abblitzen lassen. „Wir mischen uns in die Entscheidungen unseres Chefredakteurs nicht ein“, soll es unisono beim Verlagschef und der Mehrheitseignerin geheißen haben. Das klingt nobel. Das Haus Springer als Retter der inneren und äußeren Pressefreiheit.“

Die Nase, an die sich Friede Springer, Matthias Döpfner und vor allem der Ex-Bielefelder Ölprinz Diekmann fassen müßten, kann gar nicht so lang sein, wie sie sein müßte. Das Affentheater bis zum letzten Tintentropfen nebst gefakter Facebook-Sympathien um Betrüger und Politnull Guttenberg sei an dieser Stelle erinnert.

BILD ist der Gipfel der Heuchelei.

Die Bielefelder Polizei steht immer auf der rechten Seite

Kurz vor Weihnachten gab es mal wieder Kritik an der Bielefelder Tafel. Nur der Polizeihauptkomissar Georg Wilde findet das völlig unverständlich.

„Manche benehmen sich daneben, es gibt immer wieder Streit und Schubsereien unter den Nationalitäten, da greifen wir ein“, sagt der Polizist. Auch Platzverweise müssten hin und wieder erteilt werden. „Ein strenges Regiment ist hier nötig, sonst geht es nicht“, sagt er. Rosetraut Kirse mache das sehr gut. „Es geht nicht besser“, sagt Wilde. Er kann sich aber auch vorstellen, dass einige Kunden die strikte Regel-Umsetzung nicht so gut vertragen würden. „Manche sind fürchterlich sauer, wenn sie nicht das bekommen, was sie wollen.“

Das ist schon ein Problem mit den ganzen Migranten in unserer Multikultigesellschaft, das harte Durchgreifen von Frau Kirse ist da wohl absolut notwendig.

Auch beim Naziaufmarsch am 24.12.2011 hat die Bielefelder Polizei für die rechten Leute Partei ergriffen. Das Gegenbündnis behauptet, dass Personen aus der Neonazidemo Pressevertreter angegriffen hätten. Dieses hat die Polizei allerdings nicht bemerkt, sondern nur Straftäter von der Gegendemo:

Zu beiden Vorwürfen äußerte sich ein Polizeisprecher am Donnerstag. Verstöße gegen die Auflagen seien nicht festgestellt worden. Aggressionen seien „wenn überhaupt“ von Gegendemonstranten ausgegangen. Deshalb werde nicht gegen die Neonazis ermittelt.

Klar bei den Neonazis als verfolgter Minderheit muss man schon mal ein bischen nachsichtiger sein und in eine andere Richtung schaun, wenn was passiert.

Abgefressen? Noch lange nicht

Bettina, das blonde Ehegespons und „erste Lady des Staates“ soll also laut Kolportagen im Web Herren erfreut haben. In Hannover. Wo nach Messeende heimlich die Bären mit den Herren abgehen. Wenn wir uns was nicht vorstellen können, dann das. Wie sollte eine Pressereferentin des Continental-Konzerns in Hannover unter so vielen geilenlustigen Herren so lange unerkannt bleiben? Wo sie doch dann mit dem Begünstigten Christian W. liiert war und die abgediente aus dem Weg geliebte Ehefrau aus Osnabrück „ersetzte“. Oder können wir uns das Undenkbare im geheimnisvollen Großburgwedel nordöstlich von Hanni nur nicht vorstellen? Immerhin beherbergt Niedersachsens Hauptstadtklüngel auch sowas wie Ferressens Maschi. Und wenn wir dann mal zurückdenken an die kleine Stadt mit G. nebenan. Was da so alles lief…..

Andersrum: so stille, blasse Staatsmänner aus der provinziellen Stadt des westfälischen Friedens….. na ja…

Stellt Euch vor …..

…. das Verwaltungsgericht Münster hätte einfach mal gesagt, „Naziaufmarsch am Heiligabend in Bielefeld“ geht nicht. Da hätten 68 braune Socken an der wunderschönen Metropole noch Harsewinkel weiterfahren müssen. Linke Steinewerfer – ja, die gab es auch – hätten die Steine im Gleisbett liegen lassen müssen und ein paar tausend Bürger hätten mit einer ganz „normalen“ Demo gegen den rechten Mob demonstriert.

So aber hatten die Gazetten ganze Bataillone von Zeilenschindern in Stellung gebracht und hofften, das es Schlagzeilenträchtig „knallt“. So müssen sie sich mit Bildern und Berichten von verunfallten Autos über die Feiertage begnügen.

Demokratie und darüber berichten geht sicher auch anders……

Heiligabend. 12:18 Uhr…..

12:18 Uhr. Das ist die Ankunftszeit der Eurobahn auf dem Ostbahnhof der Metropole. In ihr sitzen ein paar Dutzend Nazi-Demonstranten, deren „Aufmarsch“ das Verwaltungsgericht Münster bekanntlich erlaubt hat. Ein paar Tausend Gegendemonstranten „Bündnis ggen rechts“ werden Trachtenweg, Huberstraße, Heeper Straße und AJZ, die Aufmaschzone des Neonazis säumen. Ein Schauspiel, das man seitens des Gerichtet sicher hätte vermeiden können….

Der Merkel-Clone

„… und ist der Ruf erst ruiniert, betet es sich völlig ungeniert“. Christian, der Eiserne, Amtsbeschädiger, der Freund „hochgestellter“ Drückerkönige, Schrotthändler und sonstigen „Eliten“ dieses Landes, zeigte wohl offensichtlich bei seiner Weihnachts“ansprache“, was er von Chefin Angela gelernt hat. Selbst die Handhaltung stimmt. „Lügen mit der Rhombe“ ist in Kreisen der Templiner Rouladenbraterin gang und gäbe.

Na, macht das nicht stolz?

Die Armut geht auch in Zeiten guter Konjunktur nicht zurück. Rund zwölf Millionen Menschen sind armutsgefährdet, das sind 14,5 Prozent der Bevölkerung.

Aus dem aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Fröhliche Weihnachten 🙁 Bei Kanzlers soll es gespendete Gans geben.