Archiv für den Autor: toshi

Über toshi

studi an der uni bielefeld. und immer mit handycam bewaffnet im schönen bielefeld unterwegs... ^^

totgesagte leben länger…

auch wenn es nicht direkt etwas mit bielefeld zu tun hat, will ich dennoch den lesern dieses fundstück nicht vorenthalten:bwin.jpg

rechtlich mag das ja richtig sein und nachvollziehbar, denn bwin verfügt über eine alte glücksspiellizenz aus zeiten des eisernen vorhangs. damals wurde die lizenz in der ddr erworben und vorhandene gesetzeslücken kann bwin in deutschland bis heute ausnutzen.

dennoch ist es etwas merkwürdig, nach fast 20 jahren immer noch von der „ehemaligen ddr“ zu sprechen, anstatt von den „neuen“ bundesländern oder besser gleich von den „östlichen bundesländern“ (mein vorschlag). wenn es die „ehemalige ddr“ noch gibt, dann gibt es für mich auch noch das „alte preußen“…

fussballbegeistert? nicht in ostwestfalen…

tja…

vor ein paar tagen hieß es in der neuen westfälischen noch, dass man in bielefeld ein sportbegeistertes publikum vorfinden würde. wichtig für die organisatoren der anstehenden frauen-WM im jahr 2011. groß gepriesen wurde der breitensport, die begeisterung der menschen in bielefeld und umzu sowie der sportstandort bielefeld selbst. damit man auch gute chancen bei der vergabe der spielstätten bekommt.

und nun? für die EM der herren im sommer soll wieder einmal höchstens die kleine leinwand auf dem jahnplatz reichen? ausreichend für eine stadt, in der es nicht so viel regnet wie in wuppertal (laut NW), die mit rund 325.000 einwohnern auf platz 18 in deutschland liegt und sich rühmt, eine der sichersten großstädte deutschlands zu sein? eine stadt, die mit oetker, seidensticker & co große namen aus der wirtschaft repräsentiert? eine stadt, die mit arminia bielefeld einen erstligisten vorweisen kann???

tja…

jede andere vergleichbar große stadt hat eine anständige fanmeile oder ein angemessenes public viewing hinbekommen im märchensommer vor zwei jahren. und trotz der kosten über den tellerrand schauend auch die imagegewinne gesehen, die so eine ausrichtung bringen kann.

in ostwestfalen leben also doch menschen, die zum lachen – und fussballgucken – in den keller gehen und nicht auf die straße.

schade, chance mal wieder vertan. und wer so engagiert beim public viewing im sommer ist wird garantiert auch eine spielstätte der frauen in drei jahren haben.

gruß von da, wo die kuh steht…