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Steh auf – fahr mit

Und zwar treffen wir uns am Freitag, den 26.11. um 7:15 Uhr vor dem Bielefelder Hauptbahnhof um danach gemeinsam in den Landtag nach Düsseldorf zu fahren. Es muss leider so früh sein da wir gegen 10 Uhr bereits da sein müssen. Sorry!

Ihr werdet euch fragen: Warum???

Die Antwort ist ganz einfach: Weil Studiengebühren scheiße sind, Menschen (unter Firmenchefs und Politikern auch Humankapital genannt) aus sozial schwachen Millieus benachteiligen, sich an der Studienqualität nichts gebessert hat, immernoch unzureichend Master-Studienplätze vorhanden sind, die Uni fast einstürzt, Treppenhäuser u.ä. verdreckt sind und und und.

Wieso zum Landtag?

Am 26. 11. findet die öffentliche Anhörung im Landtag NRW in Düsseldorf statt. NRW-weit werden nur drei Vertreter der Asten (allgemeinen Studentenausschüsse) zur Anhörung eingeladen, wohingegen bedeutend mehr Vertreter aus Politik und Wirtschaft (u.a. die Bertelsmann AG aus Gütersloh)  welche bekanntlich FÜR Studiengebühren stehen anwesend sind.

Wir sind jedoch der Meinung, dass unsere Stimme mehr zählt und wir auch „angehört“ werden wollen – egal ob Platz im Ausschuss ist oder nicht. Zur Not müssen wir dann vor dem Landtag warten und unsere Proteste auf andere Wege mitteilen.

Zu erwähnen bleibt nur noch, dass wir nicht die einzige Uni/FH sind die sich auf den Weg machen sondern Proteste aus sämtlichen Städten NRWs zu erwarten sind. Es lohnt sich, für dich, für mich, für uns, für jeden Einzelne!

Das Geld was als Kompensationszahlung fließt (immerhin 249 Mio. Euro) stammt aus dem Haushalt und ist für Bildung vorgesehen. Vor Einführung der Studiengebühren war der Betrag sogar noch höher und fest eingeplant. Durch die Studiengebühren wurde genau dieser Betrag zweckentfremdet und floss in andere Töpfe.

Forderungen der heutigen Vollversammlung in der Uni Bielefeld gehen sogar soweit, diese Kompensationszahlungen noch zu erhöhen damit nicht nur die bisherigen Einnahmen gewährleistet sind sondern durch mehr Geld für Bildung dann vielleicht auch solche Bilder wie von den Toiletten im Zahn C01 bald der Vergangenheit angehören:

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Eine offizielle Kundgebung ist nicht angemeldet/geplant.

Kosten? Keine, immerhin habt ihr in eurem Beitrag für das Studentenwerk ein SemesterTicket NRW der Deutschen Bahn erhalten was ihr bundeslandweit nutzen könnt.

Geschichte der Studiengebühren und Wahlversprechen in NRW, aktueller Konflikt usw:

Studiengebühren in NRW: http://www.studis-online.de/StudInfo/Gebuehren/nrw.php

Konflikt: http://www.asta-bielefeld.de/CMS/index.php?id=344

Termin am Freitag inkl. Stellungnahmen zu denen man Freitag Stellung nehmen kann: http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_II/II.2/Gesetzgebung/Aktuell/01_Aktuelle_Gesetzgebungsverfahren/Studiengebuehren_LRg/index.jsp

Gesetzentwurf zur Studiengebührenabschaffung welcher derzeit diskutiert wird: http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD15-97.pdf

Es wird Zeit, dass endlich mal aktiv gehandelt wird. Was Franzosen schaffen, schaffen wir noch nichtmal annährend. Erhöht man dort das Rentenalter minimal brennen Autos, wird hier die Rente von 65 auf 67 angehoben ballt der Deutsch nur seine Faust in der Handtasche. Protestieren verboten.

Stuttgart21 und der Castor-Transport zeigen uns, dass es auch anders geht. Aber wir müssen endlich aufhören unsere Forderungen und Verantwortungen immer auf andere Menschen abzuschieben. Jeder ist dagegen, keiner unternimmt was.

Aufruf an alle Studenten: Wenn ihr was erreichen wollt, dann unternehmt aktiv was und wartet nicht, bis die Titanic gesunken ist. In Bayern sollen die Studiengebühren jetzt sogar auf 2.500€ angehoben werden. Es wird Zeit, dass wir als  Bundesland zusammen und gemeinsam ein Zeichen setzen.

Studiengebühren behindern die Chancengleichheit und verstoßen gegen das Grundrecht auf Bildung!

Frauen…

Vorweg: Zum Glück studiere ich nicht „Gender Studies“, folgendes Szenario:

10 Minuten vor Seminarbeginn, zwei KommilitonINNEN treten ein. Aussage der ersten Selbstdarstellerin: „Puuh, was für eine Luft. Macht mal das Fenster auf.“

Niemand reagiert, also macht ihre bessere Hälfte, Selbstdarstellerin No. 2 und mehr Selbstbewusstsein vortäuschend als wirklich vorhanden das Fenster auf.

S1: „Du, ich geh mal auf’s Klo.“

S2: „Ja, ich komm mit, muss auch.“

8 Minuten später den Weg zurück in den Seminarraum gefunden,

S1: „Boah ist das kalt hier drin, heftig. Macht mal das Fenster zu.“

Niemand reagiert.

S2 schließt die Fenster, nächste Studenten treten ein „Boah was ne Luft hier.“

S1: „Lass das Fenster zu! Hier ist es schon voll kalt, ich frier total.“

Give-Aways vom AIESEC

Da verschenken Teilnehmer des AIESEC fleißig sg. Semesterplaner die den Studenten das Alltagsleben erleichtern sollen.

Kalender, Sudokus, Adressen und Bielefelder Sehenswürdigkeiten.

AIESEC steht für „Association Internationale des Etudiants en Sciences Economiques et Commerciales“.

Eine ihrer Aufgaben ist das Leadership Development, erreicht man diese Ziele durch so fundierte Deutschkenntnisse wie im folgenden Bild (s. letzter Satz) zu sehen?
Und das ist nicht der einzige Fauxpas in dem Prachtwerk. Da bekommt man doch direkt Lust zu partizipieren um auch eine der erfolgreichen Führungskräfte in der international Leadership zu werden, oder nicht?

Imperativ?

Lange Beine – lange Wege

Durch folgende Kampagne http://www.kurzebeinekurzewege.de/ angeregt hat sich Bielefeld den Slogan zu Herzen genommen und auf unser Puddingtown umgedichtet.
Erst das Konjunkturpaket II, dann das Bielefeldgesicht, morgen die Weltherrschaft.

Aber erst graben wir noch sämtliche Hauptverkehrsstraßen um.

Was die Detmolder Straße problemlos in mehreren Jahren hinbekommt ohne zu einem großen Problem zu werden scheint in Schildesche, Gellershagen und der Innenstadt nicht mehr zu funktionieren.

Angeregt durch textexters Eintrag „E 10 tanken“ darf jetzt auch der gemeine Student der sich den Luxus eines Fortbewegungsmittels leisten kann in Zukunft häufiger tanken.

27km/h Durchschnittsgeschwindigkeit zeigte der Boardcomputer heute an – aber auch nur durch Überland- und Autobahnfahrten mit deutlich höherem Tempo sowie Fahrten in das Outback (Obstbau Hantke ist beispielsweise immer einen Besuch wert).
Die Fahrt aus der Innenstadt bis zur Uni dauert derzeit selten weniger als 50 Minuten für 5,1km.

Zurück schafft man es dafür schon in 40 Minuten, außer es ist Mittwoch, oder Montag oder Donnerstag oder Freitag oder Dienstag, da steht man dann mitunter auch mal in solchen Situationen:

Bielefelder fühlen sich sogar so wohl in ihrer Stadt, dass sie sogar im Stau miteinander kuscheln, oder zumindest die Autos.

Aber nicht nur Autos sehen rot an den Massen an Ampeln in Bielefeld (gefühlt alle 10 Meter eine), sondern auch der Motor vom benzinsparenden Kleinwagen für den Stadtverkehr (man beachte die grünleuchtende City Anzeige), das zeigt er mir dann durch eine orange leuchtende Lampe:

(im Übrigen an einer, na wer hätt’s gedacht?, roten Ampel)
Wieso schafft eine bedeutend kleinere Stadt wie Gütersloh eine grüne Welle (und damit ist nicht der Außenbereich des Freizeitbades gemeint) und Bielefeld nicht?

Mobi(e)l in Bielefeld könnte man dank Semesterticket sein, aber mit der Bahn ist man mit einmal umsteigen selten kürzer als 60 Minuten unterwegs und darf sich dann noch in überfüllten Zügen mit Massen an anderen Studenten solidarisieren. Ob man eine Fahrt mit der Linie 4 als Trainee Stelle anrechnen lassen kann? Zumindest gibt es für die Psychologie und anderen analytischen Studiengänge eine Menge zu lernen.  Gleisbauarbeiten an Rathaus und anderen Stellen machen das Ganze auch nicht unkomplizierter.

Ich fühl mich hier wie im Bermuda Dreieck. Sämtliche Ausweichrouten sind verschollen. Mogelt man sich an der dauerbesetzten Stapenhorststraße vorbei über Melanchton und Rolandstraße kommt man am Siggi raus. Nach links abbiegen Richtung Weststraße – Innenstadt nicht möglich: Baustelle. Wohin führt uns die Route dann also? Zurück auf die komplett stehende Stapenhorststraße. 4 Ampelphasen stehend bei Pörschke verbracht bis das Linksabbiegen möglich war.

Ausweichen über die Wertherstraße geht bis maximal zum Klösterchen: Baustelle am Anfang der Wertherstraße, mal spontan die komplette Straße erneuern und dafür dann die Rechts- und Linksabbiegespur der Artur-Ladebeck Straße sperren. Hat es dann noch auf der Linksabbiegerspur in Richtung Waldhof geknallt ist das Chaos perfekt.

Der Umweg über den Klosterplatz führte mich letztendlich durch die Altstadt, am Rathaus vorbei bis zur Hermannstraße wo es – oh welch Wunder – wieder einen Stau gab. Das zieht sich dann dank absolut fehlgeplanter Ampelschaltungen bis zur Oelmühlenstraße durch und staut sich dann wiederum in Sieker Mitte bis die Oldentruper am Großmarkt komplett zusitzt weil kaum einer das Prinzip des Reißverschlussverkehrs verstanden hat.

In Richtung Uni ist es auch nicht anders. Ab August-Bebel-Straße steht man dank topgeplanter Ampelphasen im Stau, über den Jahnplatz gefahren (Achtung, rechte Spur dank Baustelle komplett gesperrt) kann man dann bis zur Friedenstraße (Oh, dank Baustelle komplett gesperrt) weiter bis zur Stapenhorststraße (Ups, Stau).

Alternative: Hermannstraße, Niederwall/Breite Straße usw., Artur-Ladebeck-Straße und schwupps, Stau.

Morgen probier ich es dann über Sieker, Brackwede, Gütersloh und dann von Werther aus zur Uni – die Hoffnung stirbt zuletzt.