Archiv für den Autor: rosmarin

städte blogs

halte ich für eine gute idee.
vorausgesetzt, es handelt sich um städte.
d.h. man erfährt mehr als in der tageszeitung…. denn die kann man selbst lesen.
d.h. man ist im austausch….
oder man ist tourist…
oder man streitet….
hauptsache… es sagt wer was.
ich kann nachvollziehen, dass man als eingeborener die story über die erfindung bielefelds, nicht mehr hören kann. aber… gelegentlich doch…. frage ich mich, ob es hier leben gibt.
nichts für ungut.
herrje… ich weiß auch nicht….

die kommentarfreßmaschine,
die von der altherrenriege so vortrefflich beschrieben,
setzt ihre kommentarfresserei ungehindert fort.
seit dem 7. november habe ich zu verschiedenen beiträgen versucht zu kommentieren…. bis heute ist keiner davon freigeschaltet.

wenn ich einen preis vergeben könnte,

für die lustigste deutsche bürgerinitiative, so bekäme sie die bielefelder interessengemeinschaft gegen die tierpension der aids-hilfe.
vollkommen politisch korrekt erläutert man der NW, dass man selbstverständlich nichts, gegen mit dem virus infizierte menschen habe. ja nicht einmal etwas gegen deren tiere und auch nicht gegen jene tiere, die dort etwas geld einspielen könnten.
lediglich bei hunden höre der spaß auf. drohe doch die gegend mit fäkalien und gebell verseucht zu werden. besser sei es, man reduziere sich auf die verpensionierung von katzen und kaninchen.
offenbar haben die teilnehmer der BI (hier: Bürger-Initiative, nicht ortsansässiges Kennzeichen) nächtens noch nie katzen schreien gehört.
naja…. wir haben ja nichts gegen Bürgerinitiativen nur sinnvoll sollten sie halt schon sein.

zugegeben…

mein verhältnis zu schilda ist zwiespältig. meist kriege ich es mit einer portion humor aber ganz gut hin. entstamme ich doch dem eitlen bankfurt und tue mich gelegentlich mit dem ostwestfälischen so-sein etwas schwer. aber wenn ich dann seit sechs wochen unterwegs durch die republik bin. wenn ich dann anrufe aus schilda erhalte, die mir glaubhaft versichern, dass fräulein hund und ich dort fehlen….. zugegeben, dann keimt sowas wie sehnsucht auf. heimweh kann man das noch nicht nennen…. aber bald irgendwann. jetzt gehen wir erst mal morgen ritzambaaa rufen… im ortsansässigen tv von mainhatten hatte man vorgestrig die passanten zum weiberfasching befragt. ein ostwestfale ging vor den türmen der banken ins netz der scherenbewaffneten journalisten. er meinte ganz trocken – seine krawatte schützend – mit solchen dönnekens hätte man in ostwestfalen nix am hut. vermutlich kennt er die ostwestfälische karnevalshochburg stutendorf nicht. egal. ich freu mich, im märz wieder zurück zu kommen

kritikfähigkeit….

ist ja eine sog. kompetenz, die von mitarbeitern, vorgesetzten, nachbarn, freunden und feinden gerne verlangt wird. dies liegt m.e. jedoch nur daran, dass wir lieber kritisieren als zu würdigen und komplimente zu verabreichen. dabei benötigt ein passendes kompliment mehr denkfähigkeit, als das übliche genörgel und gemaule, das die anderen dann bitte noch freundlich lächelnd hinzunehmen haben.
mir fällt gerade auf, dass die verlorenen beiträge wieder da sind. also herzlichen dank für die mühe an die betreiber dieser seiten. und ein dickes kompliment für ihr engagement und die fähigkeit, verlorenes zu restaurieren.
und weil ich schon mal dabei bin, schicke ich noch ein dickes dankeschön an den freundlichen herrn ins i-net-all, der sich meine handynummer eingeprägt hat. lieber herr mit den zwei braunen tieren. vielen dank für ihre hilfe beim suchen meines knallfroschflüchtigen hundes. sie dürfen meine handynummer nun wieder vergessen, denn das fräulein ist nach 30 minuten wieder aufgetaucht.
nette menschen hier, eindeutig. 🙂

rätselhaftes bielefeld…..

aber ein lustiges städtchen. als einwanderer hatte ich ja bereits mit großem entdeckersinn nach wasser gefahndet. ich musste erkennen, dass es ausser obersee und lutterbach lediglich wasser von oben gibt. was bedauerlich ist. doch heute…. ich traute meinen augen kaum, bin um haaresbreite einer vollbremsung entgangen, entdeckte ich DAS

um himmels willen. weit und breit kein gewässer, in dem ein schiff mit solchem anker vor selbigen gehen könnte. und selbst einen dazugehörigen verein fand ich gleich nebenan: http://www.marineverein-bielefeld.de/1/
ich finde das ja irgendwie herzig. demnächst muss ich mal prüfen, ob wir in bankfurt denn auch einen alpenverein haben. 🙂

schlaflos in pillefeld….

macht mich der eintrag samt beweisfoto auf dem http://www.sparrenblog.de der nachweist, dass man hier schweinsbratwürste mit scampi versaut. oder sagen wir besser, dass man hier scampi mit schweinefleisch verhunzt (ja, das ist mein resthessisch). von der sosse ganz zu schweigen. also einerseits könnte man einen contest zur rettung der scampi ausschreiben. andererseits benötigt diese stadt eindeutig rindswürste. hätte ich die zeit…. ich würde den import und vertrieb von rindswürsten http://www.gref-voelsings.de/ angehen. naja… kommt zeit, kommt rindwurst.

ist doch immer wieder schön…

wenn eine stadt, oder sagen wir mal einzelne einwohner, das vorhandene klischee so herrlich bestätigen. selbstverständlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, das perfekte westfalendinner anzusehen. und siehe da…. das haus, die küche, der koch…. alles so, wie man es erwartet. gerade linien, der versuch, durch zurechtgerückte tischdeckchen das unbändige leben etwas im griff zu behalten, erweist sich als zwecklos. es bricht in form missglückter baisers einfach immer wieder durch, trotzige kartoffelschalen haben ja bereits nichts gutes ahnen lassen und schienen fast ein böses omen. dazwischen kam ein halb gelungenes wildschwein und vor allem, mussten die gästinnen sicher hungrig nach hause gehen, denn irgendwo hat der feuerwehrmann gelesen, dass neue küche vor allem sparsam ist.
neeee…… echt…. ich bin froh, dass hinterher das sommermärchen lief und dennoch frage ich mich…. wer hat verflucht nochmal den zauberknopf ans taschentuch genäht?

bald packe ich das auto….

und fahre gen pillefeld (merci an euch für diesen herrlichen namen)…. mein gefühl für diese stadt ist noch etwas zweischneidig. sie ist nicht wirklich groß und scheint vorwiegend aus ehemaligen dörfern zu bestehen, die sich zusammengeschlossen haben. die menschen auf den straßen lächeln noch seltener als die hessen und wenn man sie einfach mal anlächelt und grüßt, scheinen sie irritiert. aber ich habe auch freunde dort gefunden und eine wunderbare kleinkunstszene vorgefunden, die sich wirklich sehen lassen kann. wenn mir die vielen träger von popelinjacken auf die nerven gehen, sind ulmenbunker und zweischlingen orte des trostes und der freude. auch der flamenco bei der welle vor zwei wochen war wunderbar….
ja klar…. es gibt unheimlich viel wald dort und schönen wald. nur gibt es eindeutig einen fluss oder ein meer zu wenig, aber dafür kann natürlich pillefeld nichts. vermutlich fehlt der stadt das wasser auch… und so holt sie es sich zum trost von oben. aber das ist ein schwacher trost. formidable wäre es, den ganzen regen vor seinem fall abzufangen und ihn von einem der herumstehenden bergelchen herabfliessen zu lassen, ihn in einen breiten strom münden und gen norden fliessen zu sehen. ja …. so könnte es gehen.

als ich das erste mal bielefeld betrat…

war es frühsommer. so verliess ich die behausung zwecks getränke-erwerb und fand einen super supermarkt, der den namen meines lieblingsjuchzers trägt. fassungslos stand ich in diesem kleinen, lustigen markt, der zudem für die fläche ungewöhnlich viel personal beherbergt, vor dem getränkeregal. jibiiiiiih…. es gibt äppler (äppelwoi, apfelwein) in bielefeld. unglaublich. wenn ihr jetzt noch gref-völsing rindswürstchen ins regal packen könntet…. ich wäre begeistert. und dann klappts auch noch mit den hochhäusern und der skyline eines tages 🙂