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Oh, Ihr Pharisäer!

 

Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. Von einem Minus von 11 Millionen Euro im Jahre 2007 auf ein Plus von zuletzt 4 Millionen Euro in der Bilanz des Evangelischen Krankenhaus Bethel hat der, nun in die Wüste geschickte, Geschäftsführer Dr. Heiner Meyer zu Lösebeck saniert, zumeist auf den Knochen der Mitarbeiter.

Lösebeck muss den Sündenbock geben. Die Herren Pastoren aus Bethel, die genau wussten, wen sie sich da holten (s. Bielefeld.Blog vom 01.12.2011) und die ihn sich gerade deswegen holten, waschen ihre Hände ein weiteres Mal in Unschuld. Lösebeck hat nur das getan, wofür er engagiert wurde.

Sensation: Bielefelder Politiker beschenkten viele Jahre lang Sozialverbände

„Die Zeit der Geschenke ist vorbei,“ so die SPD-Ratsherrin Barbara Schneider im Sozial- und Gesundheitsausschuss anlässlich der Beratung über die Leistungsverträge der Stadt mit den Wohlfahrtsverbänden.
Barbara Schneider hat damit offenbart: Jahrelang haben unsere Vertreter im Stadtrat ihre Privatschatullen weit geöffnet und die Wohlfahrtsverbände mit Geschenken überhäuft. Das, muss ich ehrlich sagen, habe ich nicht gewusst und ich werde in Zukunft die Bielefelder Politiker mit ganz anderen Augen sehen.
Und was machen diese Verbände? Frech und dreist fordern sie, dass die Lohnsteigerungen nicht weiter auf dem Stand von 2009 eingefroren bleiben, da doch die Leistungen in der Sozialarbeit zum allergrössten Teil aus Personalkosten bestehen.
Bleibt: Entweder Lohndumping bei den Beschäftigten, oder wie es FDP und Grüne bevorzugen, Kürzung der Leistungen bei denen, die dringend auf die Hilfe der Gesellschaft angewiesen sind.

Hierzu: Offener Brief an Bielefelder Ratsfrau Barbara Schneider  http://spiegelkabinett-blog.blogspot.com/

Schleichwerbung im ZDF

Wer heute in der Früh‘ das Morgenmagazin des ZDF gesehen und dabei gefrühstückt hat, der stand in grosser Gefahr sich an Brötchen oder Müsli gewaltig zu verschlucken. Um genau 7.40 Uhr gab des Deutschen liebstes Skihaserl Maria Höfl-Riesch Tipps zur Skiausrüstung für Otto-Normal-Pistensau. Aus dem Waschkeller des Höfl-Rieschens Anwesen erfreute uns das ZDF mit einer, mit launiger Musik unterlegten, kostenlosen Werbesendung des Sportartikellieferanten Head aus Österreich.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/446#/beitrag/video/1536484/Tipps-vom-Skistar-Maria-Höfl-Riesch

Die Dame durfte geschlagene 2:22 Minuten frei und offen so ziemlich das gesamte Programm der Österreicher vorführen. So, als sei man aus versehen beim zappen auf einem Verkaufskanal gelandet. Damit aber auch der Zweitspoinsor, der mit den lila Kühen, keinen Ärger macht, wurde auch noch der Helm der geschäftstüchtigen Hinterherfahrerin im Weltcup provokant in die Kamera gehalten.
So etwas nennt man wohl Schleichwerbung und ist den Öffentlich-Rechtlichen bei Strafe verboten: Legal – illegal – scheissegal.

Alle Bilder Screenschots aus ZDF mo:ma vom 09.01.2012

NW deckt auf: Arminia-Weihnachtsmänner und Edeka-Hohlkörper

Redaktionsbesprechung in der Niedernstrasse: Themenvorschläge für die nächste Ausgabe werden besprochen, Leerstand bei den Geschäften, Katastrophale Haushaltslage, Bahnhofsviertel, Preispolitik der Stadtwerke, Mall im Wilhelmstrassenkarree. Thomas Seim erhebt die Faust und lässt sie donnernd auf die Tischplatte krachen, dann wischt er alle vor ihm liegenden Papiere vom Tisch: „So geht das nicht meine Damen und Herren,“ brüllt er die erschrocken zusammen zuckende Schar der Redakteure und Redakteurinnen an. „Wir haben in dieser Stadt ein Problem von geradezu existenzieller Bedeutung für Bielefeld und für die in dieser Stadt lebenden Menschen, – und sie kommen mir mit diesen Kinkerlitzchen. Ich will morgen in meiner Zeitung einen gut recherchierten Bericht über die unverkauften Schokoladen-Weihnachtsmänner sehen!“

Sofort machen sich Ralf Mischer, Carolin Gegelski, Text und Sandra Sanchez und A. Zobe, Fotos, ans grausame Werk. Und so erfahren die Leser des bunten Blattes aus Sennestadt am nächsten Morgen, was sie eigentlich nie wissen wollten: Die Galeria Kaufhof hat noch 20 Arminia-Weihnachtsmänner. Bei Edeka ist das Thema derart brisant, dass sich ein echter Aufsichtsratsvorsitzender der „Schokladenhohlkörper“ annimmt. Karstadt hat mit Kit-Kat und Smarties gefüllte Nikoläuse von drei Euro auf 1,50 reduziert.

Nachdem man nun die grossen der Branche alle schön brav genannt hat und auch noch geschickt ein paar Markenartikelnamen hat einfliessen lassen, kommt auch noch ein Bielefelder Konditor zu Wort. Allerdings kennt man dessen Namen nicht so ganz genau. Da wird aus Kraume schon mal Kaume, naja, was soll’s, nicht interessant, kaum Werbeetat.

Die Leserin, der Leser wendet sich mit Grausen. War doch alles schon bekann:, Weihnachtsmänner bei Arminia und Hohlkörper bei Edeka sind ja nun wirklich keine Neuigkeiten.

Bethel: Tarnen, Täuschen, Turbokapitalismus

In Bethel zählt nur noch eins, cash. Die Geschichte der ehmaligen Wäscherei Bethel und wie man sich auf elegante Art und Weise 70 Mitarbeiter entledigte, sind ein Beleg dafür.

Am Sonntag gehen sie in die Kirche, beten, singen und halten von Altar und Kanzel ihre Schäfchen dazu an, ein gottgefälliges Leben zu führen. In der Woche da tricksen und täuschen sie. Gewinnmaximierung ist ihr erklärtes Ziel. Raubtierkapitalismus ihre Methode. Am Sonntag predigen sie Barmherzigkeit in der Woche ist ihr Prinzip Hire and Fire. Am Sonntag zitieren sie aus der Bergpredigt, in der Woche kennen sie keine Menschlichkeit, da werden ihre Untergebenen ausgenutzt, ausgelutscht und wenn sie nicht mehr profitabel arbeiten, entsorgt.
Die Rede ist vom Vorstand der Bethelstiftung, die Herren Pastoren Ulrich Pohl, Bernhard Wolf, Dr. Johannes Feldmann, der Dipl. Kaufmann Dr. Rainer Norden, der Jurist Thomas Oelkers und der Dipl. Psychologe Dr. Günther Wienberg.
Worum gehts? Im Jahre 2005 kam man in Bethel zu der Erkenntnis, dass die Stiftungseigene Wäscherei finanziell ein Klotz am christlich- barmherzigem Bein sei. Die Geschäfte in Bethel gingen schlecht und weil die Barmherzigkeit unter dem Strich der Bilanzen endet, mussten Opfer gebracht werden. Und da die Armen ja schon im Besitz des Himmelreichs sind, schien es den Herren nicht mehr als gerecht, sie auf Erden noch ein kleinwenig bluten zu lassen.
Die Wäscherei wurde outgesourct. Siebzig Fresser weniger am Tisch des Herrn. Natürlich wurde die Fa. Bardusch Textil-Mietservice verpflichtet alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu übernehmen und nach Tarif zu bezahlen. (Sowas macht sich gut in der Presse.)
Jetzt, nach nunmehr sechs Jahren lassen die kirchlichen Herren diesen Vertrag auslaufen und schliessen einen neuen, mit einem Unternehmen das keine Tariflöhne bezahlt. Bardusch muss nun höchstwahrscheinlich den Standort Bethel schliessen und die ehemaligen Bethelmitarbeiter entlassen. So macht man das, davon könnte so mancher Turbokapitalist noch einiges lernen.
Natürlich machen sich die Herren in den Talaren und den weissen Kragen die Finger nicht selbst schmutzig. Dafür holt man sich jemand, einen Sanierer, einen, für den Anstand und Menschlichkeit ein Fremdwort ist, einen, der  skrupellos und für Geld zu allem fähig und bereit ist.
So einen fand man in Heiner Meyer zu Lösebeck. Der war gerade vom Landesbetrieb Krankenhäuser Hamburg, LBK, als Geschäftsführer gefeuert worden. Dort hatte er eine Spur des sozialen Kahlschlags hinterlassen.
Die LBK trat unter seiner Ägide aus dem kommunalen Arbeitgeberverband aus, er entließ mehrere Hundert Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, kürzte die Löhne und Gehälter um 10%, verlängerte die Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden und strich Weihnachts- und Urlaubsgeld. http://www.abendblatt.de/hamburg/article334107/LBK-Vorstand-verteidigt-harten-Sanierungskurs.html
Soll keiner sagen, man habe dies oder das nicht gewollt. Die Herren Obersamariter haben genau gewusst wen sie sich da ins Haus holten, denn nur wegen Meyer zu Lösebecks absoluter S……………… wurde er engagiert.

Anmerkung: Leider mussten wir hier einen Begriff „entschärfen“, der rechtliche Maßnahmen nach sich ziehen könnte. Oder entsprechenden Link auf Hamburger Medien mit einschlägigen Nachrichten setzen.

Immer wieder faszinierend: Die Schönheit der deutschen Sprache

 

Das bunte Blatt aus Sennestadt kämpft hart. Man senkt das Niveau fast mit jeder Ausgabe. Wenn die von der Bildzeitung nicht aufpassen, liegen sie bald hinten. Große Buchstaben, bunte Bilder und selten dämliche Überschriften, gepaart mit zumeist völlig sinnfreien Artikeln, die Sennestädter  sind schon ganz nah dran.

Italien ab sofort eine Filiale der Casino-Betreiber

Da kann man den Italienern ja nur herzlich gratulieren. Eine Regierung ausschliesslich aus Fachleuten. Eingesetzt vom IWF, der EU, der EZB und der deutschen Regierungschefin, die sich in Persona Josef Ackermann im Besitz der absoluten volkswirtschaftlichen Wahrheit wähnt. An der Spitze der ober-neoliberale Mario Monti, Vorstandsmitglied der Bilderberg-Konferenz und führendes Mitglied der Trilateralen Kommission. Ausserdem berät der feine Herr Fachmann Goldman Sachs, also die Bank, die den Griechen bei ihren Schummeleien zum Eurobeitritt hilfreich zur Seite stand und, die für die schamlose Ausbeutung der Arbeiter,  besonders in der dritten Welt, bekannten Firma Coca Cola.

Haben die Banken bisher immer noch den diskreten Umweg über den Lobbyismus genommen um die Welt nach ihren Vorstellungen und zu ihrem Vorteil zu gestalten, fühlen sie sich mittlerweile so sicher und unangreifbar, dass sie ganz offen die Regierungsgeschäfte übernehmen. Das Parlament darf, besser muss, dann dieser „Regierung“ noch zustimmen, um einen letzten Anschein von Demokratie zu wahren. Wir nähern uns einem neuen Zeitalter des Feudalismus. Ein paar hohe Herren, wegen mir auch ein paar Quotendamen, sind im Besitz des Steins der Weisen und das dämliche Volk hat zu buckeln, sich im Angesicht dieser Gesalbten in den Staub zu werfen und ansonsten die Fresse zu halten.

Wer meint, er könnte sich dieser neuen Ordnung des Big Brothers, Money, widersetzen, der möchte sich bitte einmal das Schicksal des Iraks, der Elfenbeinküste, Afghanistans und Libyens ansehen (die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).

Ein Beitrag zur Reichsprogromnacht vom 9. auf den 10.11.1938

Eine eher kleine Geschichte aus Bielefeld bringt vielen vielleicht die Geschehnisse vor nunmehr 73 Jahren näher. Sie zeigt, wie ich finde, exemplarisch wie die jüdischen Mitbürger erst ruiniert und dann weggeschafft und letztendlich physisch vernichtet wurden. Sie zeigt aber auch, dass die oft gehörte Entschuldigung: „Davon haben wir nichts gewusst,“ nicht stimmen kann. Waren die jüdischen Menschen doch Teil unserer Stadt, Nachbarn, Geschäftsleute, aber auch Konkurrenten denen man sich, zum eigenen Vorteil, im Namen des Gesetzes entledigen konnte.

In In diesem Haus, in der Stapenhorststraße, lebte das Ehepaar Irmgard, geb. am 14.04.1895 in Mönchengladbach, und Bernhard Buchholz, geb. am 20.04.1888 in Detmold. Bernhard Buchholz betrieb die Lederwarenhandlung Gottlieb Vogt in der Ritterstraße 75.

In einem Schreiben vom 21. Dezember 1938 bittet der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld den Regierungspräsidenten in Minden im Rahmen der „Arisierung“ um die Genehmigung zur Übernahme des vorhandenen Warenlagers durch den Kaufmann Karl Michaelis, der „bereits eine Lederwarenhandlung in kleinerem Umfang“ in der Ritterstraße 33 betreibt.“ Weiter schreibt der Oberbürgermeister: „Sein Sohn soll in das Geschäft eintreten und den Umsatz durch die Übernahme des Kontingents der Firma Vogt gesteigert werden.“ Weiter heißt es: „Die Firma Vogt betrieb in dem Hause Ritterstraße 75 früher auch ein Einzelhandelsgeschäft. Dieses Geschäft ist jedoch aufgegeben und wird vom Käufer nicht übernommen. Für die Übernahme kommt nur das Großhandeslgeschäft in Frage.“ Man nimmt sich nur was man gebrauchen kann das Warenlager und die Kundenkartei des Großhandels. Das Einzelhandelsgeschäft wird liquidiert. Die Verträge zur „Übernahme“ sind nur wenige Tage nach der Reichsprogromnacht am 09.11.1938, nämlich am 15.11.1938 und ein Nachvertrag am 28.11.1938 vor dem Notar Gustav Landmeyer geschlossen worden.

Am 13.12.1941 ist das Ehepaar Buchholz mit einem Transport ab Münster – Osnabrück – Bielefeld nach Riga deportiert worden, wo sie am 16.12.1941 angekommen sind. Am 09.08.1944 wurden die Buchholz’s mit vielen anderen vor den herannahenden sowjetischen Truppen auf dem Seeweg in das Konzentrationslager Stutthof bei Danzig gebracht. Hier wurden sie getrennt. Irmgard Buchholz verstarb am 09.10.1944. Bernhard Buchholz wurde am 16.08.1944 in das Konzentrationslager Buchenwald überstellt. Sein Todestag ist der 16.12.1944.

Manipulation statt Information – ARD macht uns den schwarzen Kanal

Ein besonders krasses Beispiel für Kampgnenjournalismus in den öffentlich-rechtlichen Medien ist der Beitrag „Gaddafis Geheimnisse“ vom 05.09.2001 in der ARD
(http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8202564)
und wiederholt auf PHoenix am 04.10.2011 um 18.00 Uhr und am 08.0.2011 um 13.30. Diese „Dokumentation“ kann nur als einen Versuch werten, durch einseitige Propaganda den völkerrechtswidrigen Krieg der Nato gegen Libyen zu rechtfertigen. Dabei schrecken die Autoren selbst vor groben und plumpen Fälschungen nicht zurück.  Zum ungekürzten Text

Aufruf an alle Demokraten hier im Bielefeld-Blog

Man muss sich schon wundern. Da wird hier im Bielefeld-Blog für  die Bundesrepublik ein Führer gefordert, anstatt der jetzigen politischen Parteien. Politiker werden mit dem Präsidenten des Volksgerichtshofs, dem elendem Hetzer, Roland Freisler, gleich gesetzt. Der gleiche Autor wünscht in einem früheren Beitrag, unweit der alten Naziterminologie, „heim ins Reich“: „…endlich bald Elsaß-Lothringen wieder nach Hause holen können…“

Kein Protest, von irgendwem. Kein kritischer Kommentar. Das ist kein Spass mehr. Hier wird offensichtlich rechtsradikale Hetze betrieben. Es ist an der Zeit, dass die Demokraten in diesem Blog ihre Stimme erheben und sich von solchen Machwerken eindeutig distanziert.

Ihre Sprache verrät sie

Ralph Schulze, NW-Korrepondent in Madrid ist ein schlimmer, ein böser Journalist. Ein Journalist, der Gift in die Köpfe der Menschen spritzt. Es ist das feine Gift der Sprache, das er injiziert. Schulze zeichnet weich, wo es gilt, Schuld zu verschleiern, und er schärft Bilder, wenn es darum geht unliebsame Gegner zu diskreditieren. Ganz im Sinne der Herrschenden, in vorauseilendem Gehorsam.

Wenn er in seinem Kommentar „Stich ins Herz“ in der NW schreibt: „Dies lässt hoffen, dass das Blutvergiessen in Libyen wirklich bald beendet ist. und das möglichst schnell eine neue, friedliche Ära anbricht“, dann scheint das alles ohne handelnde Personen zu geschehen. Wir lernen niemanden kennen, der Blut vergiesst. Es gibt keine Personen oder Parteien, die schiessen, bomben morden. Es geschieht einfach. Durch diesen stilistischen Trick vermeidet er, die Verantwortlichen für das Blutvergiessen, die Nato, England, Frankreich und die USA zu nennen.

Auch eine friedliche Ära bricht einfach so an, ohne das zuvor jemand Krieg geführt hat. Kein Wort über die Umstände, wie dieser Frieden zustande gekommen ist (wenn er denn überhaupt jemals zustande kommt) und wer davon profitiert, bzw. wer dafür bezahlen muss.

Diese Taktik der Verharmlosung des Kriegsgeschehens setzt er fort, wenn er von „einer nervenzermürbenden Schlacht“ spricht, „die ohne Rückendeckung durch tausende Luftangriffe der Nato vermutlich anders ausgegangen wäre.“

Was für eine schöne Schlacht, die nur Nerven zermürbt, wie beim Daddeln am Computer. Auch haben die Nato-Luftangriffe nur Rückendeckung gegeben. Kein Wort von Bomben, kein Wort von Verwüstung, Zerstörung, grauenhaften Verletzungen, Verstümmelungen und Tod. Nein alles nur Rückendeckung. Schulze malt geradezu das Bild de edlen Fliegers im Nato-Kampfjet, der von hoch oben dem gemeinen libyschen Fußvolk selbstlos Freiheit und Demokratie bringt. „Flieger grüß mir die Sonne.“ „Über den Wolken …“

Ganz anders wenn er über Gaddafi richtet. Da lernen wir, dass dieser „zunehmend Züge eines Wahnsinnigen an den Tag legte,“ und „drohte sein eigenes Volk und die ganze Region mit ins Verderben zu ziehen.“ Ein durch nichts zu stoppender blindwütiger Hund, der nur mit einem finalen Schuss zu stoppen ist.

Merkwürdig nur, dass dieser Wahnsinnige nicht die Waffen einsetzte, die er angeblich zur Verfügung hatte: Scudraketen und chemische Waffen, die er „hortete.“ Mein Bild von einem Wahnsinnigen, der auf sein eigenes Volk schießt, ist ein deutlich anderes.

Auch hält sich Schulze, wenn es denn um die Rache der Sieger geht, gar nicht erst mit einem gerechten Gerichtsverfahren gegen Gaddafi auf. Schulze übergeht einfach die Verhandlung und fordert mal direkt eine gerechte Bestrafung „für seinen grausamen Krieg, gegen die stolze libysche Nation und seine Menschenrechtsverletzungen“. Er suggeriert so, bereits bevor man Gaddafi überhaupt habhaftig geworden ist, dass dessen Schuld erwiesen ist.

Schulze ist in diesem Krieg nicht Beobachter, nicht Berichterstatter. Er ist Handelnder. Er ist Täter und er bereitet den nächsten Krieg bereits vor. Den nächsten postkolonialen Raubzug von Nato, EU und USA gegen ein armes Volk, dass das große Pech hat, auf Rohstoffen zu sitzen, die der Westen dringend benötigt und für die er nicht bereit ist, einen gerechten Preis zu zahlen. Irgend ein Diktator, der sein Volk unterdrückt und deshalb beseitigt werden muss, wird sich schon finden.

Vom deutschen Traum doch noch in Libyien mitzumischen

Manchmal denke ich, mein Kurzzeitgedächtnis verlässt mich so langsam und dann ergreift mich grosse Furcht vor Alzheimer. So gings mir heute mal wieder, als ich las, das die Nato ein deutsches Angebot, Bombenteile für den Krieg in Libyen zu liefern, abgelehnt hat. Nun war ich bisher der festen Überzeugung immer wieder gelesen und gehört zu haben, die Nato habe um deutsche Hilfe und gerade um Lieferung dieser Bombenbauteile gebeten. – Also schnell mal gegoogelt.

Gott sei es gedankt mein Gedächtnis funktioniert noch. Am 27. Juni schreibt, zum Beispiel, Welt Online und bezieht sich dabei auf Spiegel online (auf wen denn sonst): „Anfang vergangener Woche sei eine Bitte der Nato für die Lieferung von Technik und Bauteilen für Bomben und andere Militärtechnik in Berlin eingegangen…. Diese Anfrage der Nato-Versorgungsagentur Namsa sei inzwischen positiv beantwortet worden.“ Selbst die Tagesschau berichtet in den frühen Morgenstunden des 29.Juni noch einmal von der höchst ministerlichen Genehmigung unseres Kriegsministers de Maiziere.

Ja, was denn nun? Hat die Nato oder hat sie nicht? Ich lese in meinem Bielefelder Käseblättchen, per paste and copy von dpa übernommen, die Namsa habe „bereits vor Wochen entschieden, das Angebot einer andern Nation in Anspruch zu nehmen“. Also hat sie, die Namsa, doch wohl nicht vorige Woche um Hilfe gebeten. Denn da hatte sie ja schon ein anderes Angebot angenommen, also gar keinen Bedarf mehr.

Da hatte wohl in Berlin jemand einen feuchten Traum und hat der ganzen kriegsgeilen Journaille gleich mit zu einer Ejakulation verholfen.

Wer nicht zahlen kann, soll auch nicht leben

„Arme gehen seltener zum Arzt“ Unter dieser Überschrift berichtete die Bunte aus Sennestadt heute, dass sich arme Menschen schlichtweg den Weg zum Arzt wegen der Praxisgebühr und diverser Zuzahlungen gar nicht mehr leisten können. Und das in einem der reichsten Ländern der Erde.

Diese Tatsache scheint aber nur von untergeordnetem Interesse zu sein. Ist diese erschütternde Nachricht meiner Lieblingsheimatzeitung doch nur eine kurze Notiz wert, während sich auf Seite 2 ein grosser Bericht mit der zukünftigen Organspenderegelung auseinander setzt.

Nun ist es sicherlich aller Ehren wert, wenn über Organspenden in Politik und Bevölkerung breit diskutiert wird, um einen Weg zu finden „Gegen das Sterben auf der Warteliste“ (wie der Artikel überschrieben ist).

Wo aber ist der grosse Artikel, die fette Überschrift, für die Menschen, die sterben müssen, ganz einfach deswegen, weil ihnen die nötige ärztlich Versorgung vorenthalten wird weil sie arm sind? Menschen? Nein,  Menschenmaterial (im Neusprech human recources) minderer Qualität, das sich unsere Gesellschaft nicht mehr leisten kann.

Die NW, die verletzliche Seele der Kinder und ein goldener Helm

Das Leben ist nicht immer schön und manchmal stellt es einen schon beim Studium der Morgenpresse auf eine harte Probe. Da wird einem plötzlich klar, heute wärst du besser gar nicht erst aufgestanden. Heute, z.B., vom Titel bis Seite drei fast ausschliesslich Alexandra Jacobson, das macht deutlich müde und verspannt innerlich. Dazu Bilder von Peer Steinbrück, Silvana Koch-Mehrin, Hans Eichel und, on Top, ein riesen Poster von Claudia Roth und Cem Özdemir.
Gut das die Kinder schon gross und aus dem Haus sind, sonst müsste man die heutige Ausgabe der Bunten aus Sennestadt verstecken. Ab, zu dem anderen Schmuddelzeug, von dem man nicht möchte, dass die lieben Kleinen wissen, dass man es besitzt.
Man stelle sich vor, sie zeigen mit ihren unschuldigen, kleinen Fingern auf das Bild von Peer Steinbrück und fragen: „Warum lacht der Onkel so?“. Wollen sie es sein, der den armen Kleinen erklärt, dass der Onkel so lacht, weil jemand ihm gerade gesagt hat, dass er die Deutschen um mehrere Milliarden Steuergelder erleichtert hat, weil er sie dem Onkel Ackerman und seiner Räuberbande geschenkt hat? Wollen sie den Kindern den Glauben nehmen, dass die huldvoll lächelnde Tante mit den langen blonden Haaren keine Prinzessin ist, sondern eine überführte Betrügerin und der Onkel Eichel nicht ihr neuer Deutschlehrer, sondern ein besonders erfolgloser ehemaliger Politiker?
Wenn sie all diese Klippen erfolgreich umschifft haben und gerade erleichtert Luft holen, ein Aufschrei: „Wer ist denn die Tante da, mit dem Goldhelm und der merkwürdigen Uniform? Und was macht die mit dem Onkel, weint der gleich?“
Jetzt hilft nur noch aller Eltern letztes Mittel. Man nimmt den Kleinen die Zeitung weg und sagt: „Das versteht ihr nicht! Aber eins könnt ihr euch jetzt schon mal merken: Ich möchte nicht, dass ihr jemals so rumlauft. Wenn ihr später einmal zu viel Geld habt, dann gebt es mir! Solche Klamotten werden nicht gekauft! Nicht unter meinem Dach! Nicht solange ihr die Füsse unter meinen Tisch stellt! Ihr seht ja was passiert, wenn man sich so entstellt, der Onkel auf dem Bild muss schon weinen.“
Ein Glück das die Kinder noch nicht lesen können. Niemals werden sie den verschwurbelten Mist erklären können, den sich die Berlinkorrespondentin der größten Bunten aus der südlichen Vorstadt aus der verbogenen Mietfeder presst.

Es gibt doch eine Erklärung – aber nicht für Kinder

Wer heute morgen die Printausgabe der Bunten aus Sennestadt aufschlug, der muss ihn wahrgenommen haben, diesen leichten Geruch von Moder und Verwesung.

Bei Nacht und Nebel hat sich, angetrieben von, nicht Mensch, nicht Tier, sondern Meinungsforscher und CDU-Mitglied, Klaus Schöppner, Alexandra, „Dr. Mabuse“ Jacobson aufgemacht und zwei politisch mausetote ehemalige SPD-Finanzminster ausgegraben.

Hat der Schöppner, der alte Fuchs, oder in diesem Zusammenhang vielleicht passender, der alte Werwolf, doch anhand wunderschön zurechtgebogener Zahlen unser Alexandra eingeblasen: „Wenn’s aus der SPD einer schafft die Merkel abzulösen nach der nächsten Wahl, dann ist’s der Steinbrück.“

Daraufhin ließ Sie alle Versuche den gescheiterten Kanzlerkandidaten Steinmeier zu neuem Leben zu erwecken fahren, stellte alle Maschinen ab und machte sich umgehend daran den alten Steinbrück auszugraben. Nun war der als Finanzminister zwar eine ausgewiesene Niete, aber als Kanzlerkandidat könnte man ihn vielleicht doch noch einmal recyclen.

Der Schöppner Klaus, aus der Stieghorster Meinungsverbiegungsklitsche lacht sich schon jetzt einen ins Fäustchen. Keinen kann er dann im Bundestagswahlkampf 2013 so wunderschön entzaubern und als ausgewiesenen Deppen darstellen, als den staatlich lizensierten Wahlverlierer Steinbrück.

Aber wenn unser Alexandra, schon mal auf dem Friedhof bei der Arbeit ist, dann macht sie diese ganz und vollständig. Darum holt sie gleich auch noch den alten Finanzzombie Eichel mit ans Licht.

Die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht noch, dass dieses Genie, Anfang der 2000er Jahre ein Gesetz schuf, dass ihn in der Folge nicht nur ohne jegliche Steuereinnahmen aus den Großunternehmen dastehen ließ, sondern dem Bund auch Steuerrückzahlungen in Milliardenhöhe bescherte. Eichel war über diese böse Wende des Schicksals vollends überrascht. Aber so ist das nun mal, wenn du keine Ahnung vom Spiel hast und trotzdem mit Profis pokerst, du wirst rasiert.

Manch einer hätte sich gewünscht, dass die Platte auf der eichelschen Ruhestätte ein paar Tonnen schwerer gewesen wäre. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert, und so hat ihre Grausamkeit, Alexandra, die nervtötende, das finanzpolitische Irrlicht nun mal wieder ausgegraben und lässt ihn gleich mal hemmungslos über die Rettung Griechenlands schwadronieren. Ist vielleicht aber auch Taktik, denn alles ist schliesslich relativ. Neben dem Eichel sieht der Steinbrück nicht mehr ganz so blöde aus.

Zu: Windpark Pionier Benik von deutschen Behörden verschleppt

Das Wichtigste zuerst: Der ganze Post ist natürlich von mir gefakt. Bei allen, die mir auf den Leim gegangen sind, möchte ich mich in aller Form entschuldigen. Mir ging es darum einmal aufzuzeigen, wie Nachrichten mit einfachsten Mitteln manipuliert werden können. Dazu habe ich einfach die Fakten, dass Günter Benik verhaftet wurde, das eine Razzia stattfand und das der Schaden möglicherweise in die Millionen geht, dem Artikel „Windkraft-Pionier in Untersuchungshaft“ der NW von Donnerstag entnommen. Ich habe mich dann in den Korrespondenten einer Nachrichtenagentur im fernen China versetzt. Es war halt sehr verlockend, den ganzen Wirbel um die Verhaftung und Freilassung von Ai Wei Wei zu nutzen und anhand eines mutmaßlichen deutschen Steuerhinterziehers moralische Entrüstung zu produzieren. Ich habe mich dabei absichtlich der üblichen Diktion von Presseagenturen und Nachrichtenlieferanten bedient, um alles echter aussehen zu lassen. Dabei möchte ich gleich klar stellen, dass ich keinesfalls behaupten will, Ai Wei Wei sei schuldig der Steuerhinterziehung. Aber was ist Wahrheit und was ist Propaganda? Wir, die wir dem täglichen Bombardement von „Nachrichten ausgesetzt sind, haben keine Chance den Unterschied zu erkennen. Natürlich ist mir dabei auch bewusst, dass man das deutsche und das chinesische Presse- und Informationswesen nicht miteinander vergleichen kann.

Wer aber meint, in Deutschland würde in Presse, Rundfunk und Fernsehen nur die reine unverfälschte Wahrheit verbreitet, der möge sich nur einmal die Berichterstattung über Griechenland, Libyen, die Palästinenser, Venezuela und Weißrussland, oder hier im Inland über Hartz IV – Empfänger kritisch betrachten. Das Totschlagargument der Verschwörungstheorie, dass auch hier im Blog immer mal wieder auftaucht, dient dabei einfach nur dem Mainstreamjournalismus, dem wenig daran gelegen ist, dass sein Elaborat kritisch hinterfragt wird.

Mehr Bunt nur für mehr Scheine

Beim Morgenstudium der Bunten aus Sennestadt ließ mich eine kurze, an den äußersten rechten Rand der zweiten Seite gedrängte Notiz: „In eigener Sache“ aufmerksam werden.

Kurze Notizen, besonders die an den Rand gedrängte machen mich immer erstens neugierig und zweitens misstrauisch. Und richtig: In dürren Worten machte mir mein Heimatblättchen klar, dass ich nun pro Monat einen Euro mehr für mein Abonnement zu entrichten habe. Schliesslich sei alles teurer geworden und ich habe ja auch lauthals nach mehr Farbe im Blatt und einer neuen Rotationspresse verlangt.

Mein erster Gedanke: Abbestellen, sofort abbestellen, das Käseblatt. – Aber dann fiel mein Blick auf den Lokalteil. „Blondinen bevorzugt“ unter dieser Überschrift berichtete Heidi Hagen-Pekdemir, die Nw Korrespondentin, gewöhnlich zu Hause bei den Promis und den Adelshäusern dieser Welt, über die „Katag-Cheftagung mit Barbara Schöneberger und Sabine Christiansen“. In fieberhafter Spannung überflog ich den Artikel, las ihn ein zweites, ein drittes, ja, ein viertes Mal und war mit meiner Zeitung wieder im reinen. Das war großer Journalismus, präzise recherchiert und brillant formuliert. Poesie auf Zeitungspapier.

Wer bitte schön sollte mir in Zukunft Glitzer und Glamour auf meinen Frühstückstisch, in mein Wohnzimmer und vor allem in mein kleines, tristes Leben bringen, wenn ich die Bunte aus Sennestadt abbestellen würde?

Ihr Lieben von der NW,-  die auf Toiletten, an Hotelzimmertüren und unter dem Tisch Berliner Restaurants lauschende Alexandra Jacobson, der alte Macho und Griechenland-Kenner, Carsten Heil, der weiß wie deutsche, blonde Frauen braungebrannten, aber impotenten griechischen Fischern wieder zu einem Standing verholfen haben, die Sensationsreporter von der A 2 mit dem abgelichteten verbeulten Blech und den ungezählten Toten, die armen Praktikantinnen und Praktikanten, die sich auf Schützen- und Feuerwehrfesten den Hintern platt sitzen und bei Ortsbegehungen diverser politischer Parteien die Füsse rund laufen, der Rouven, der im Bielefelder Westen den alt 68ern und in Unehren ergraute Grünen glauben machen muss, sie seien die Speerspitze des Fortschritts und der menschlichen Evulotion, – fallt auf die Knie und dankt der Heidi: Sie hat Euch einen Leser erhalten.

Windpark Pionier Benik von deutschen Behörden verschleppt

Im ostwestfälischen Lichtenau wurde, wie erst jetzt bekannt wurde, gestern der Windpark-Pionier Günter Benik verhaftet. Offiziell wird dem weltbekannten Diplomingenieur von den deutschen Behörden Steuerhinterziehung vorgeworfen. Der Verschleppung in eine unbekannte Haftanstalt durch bewaffnete Schergen des deutschen Terrorsystems war am vergangenen Dienstag eine groß angelegte Razzia vorausgegangen.

Benik, Gründer der Unternehmensgruppe „Energieteam“ ist gewissen Kreisen in Deutschland seit Jahren ein Dorn im Auge, wegen seiner oppositionellen Haltung gegenüber den Energie -Oligarchen in seinem Heimatland. Der Sprecher der deutschen Behörden, Pollmann, äußerte sich der Presse gegenüber allerdings sehr wage. Er sprach von einem Schaden, der möglicherweise in die Millionen gehe.

Vertreter internationaler Ökostromorganisationen, zeigten sich entsetzt und sprachen von politisch motiviertem Terror gegen einen ungeliebten Oppositionellen und ewigem Mahner vor einer, von Menschen gemachten, Klimakatastrophe.

Der Ministerpräsident der Volksrepublik China, Wen Jiabao, äußerte sich zutiefst betroffen und nannte das Vorgehen der deutschen Behörden einen, so wörtlich, “ unglaublichen Vorfall,“ der allerdings, vor dem Hintergrund, der in letzter Zeit ständig zunehmenden Menschenrechtsverletzungen in dem westeuropäischen Land, nicht sonderlich verwundere. Er werde sich, so Wen Jiabao, anlässlich seines, in den nächsten Tagen anstehenden, Deutschlandsbesuchs, bei der Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, persönlich für die sofortige Freilassung Beniks einsetzen.

So tut er Buße der Herr von und zu…

…und hoffentlich bald auch: Auf und davon Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg

Die Augsburger Allgemeine berichtet vom Bon-Jovi-Konzert in München:

 

„Zu Guttenberg im VIP-Bereich

So finden München und Bon Jovi wieder innigst zueinander – im VIP-Bereich singen auch Wladimir Klitschko und Karl Theodor zu Guttenberg (der übrigens mit Blaulicht chauffiert wurde) freudig mit.(…)“

Mit Blaulicht zum Bon-Jovi-Konzert auf Kosten der Steuerzahler. Was in Deutschland am vordringlichsten fehlt: Laternenpfähle!

Alte Menschen von Fürstin in den Wahnsinn getrieben?

Was tut der oder die gemeine Adlige eigentlich wenn sie ihr Lebenswerk erfolgreich beendet haben? Also, wenn sie so lange gepopt, oder wie es die Fürstin von Thurn und Taxis ausdrücken würde, geschnackselt, haben wie zur Art- und Namenserhaltung nötig ist. Wenigstens drei Kinder, darunter mindestens ein Junge müssen die adligen Zuchtstuten und -hengste schon produzieren, so verlangt es die Familie. Nach Sarrazin, dem grossen Gelehrten und begnadetem Seher, ist der Zeitpunkt absehbar (es sei denn es stehen zu viele Laternenpfähle im Weg), an dem es in Deutschland nur noch Adlige und muslimisches Prekariat gibt.

Eine echte, fordernde Aufgabe, ihr ödes, sinnentleertes Leben, mit einer neuen Aufgabe zu erfüllen, hat, oben schon erwähnte, Fürstin von Thurn und Taxis nun gefunden. Und weil doch alles von so elemtarer Bedeutung ist, was der Adel tut, hat sich die NW entschlossen, nicht nur die neue Profession der Fürstin öffentlich zu machen, sondern dieser auch gleich noch den Ehrentitel „Kopf des Tages“ verliehen.

„Die Fürstin (51) bringt allen das Simsen bei!“ Das ist ein Knaller! War man sich bisher gar nicht so sicher, ob die gemeinen Adligen überhaupt schreiben und lesen können, beschäftigten sie doch, zumindest früher, Schreiber und Vorleser, so belehrt uns diese Meldung eines besseren. Frau Fürstin kann anscheinend nicht nur, zumindest ansatzweise, schreiben und lesen. Nein, sie ist also auch in der Lage, diese, ihre Kenntnisse, mithilfe modernster Technik der überraschten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Und weil so eine Adlige es nicht nur dabei belässt, einfach nur den hart arbeitenden Menschen mit ihrer neuen Fertigkeit auf den Wecker zu gehen, „überfällt“ Frau Von und Zu „ein geradezu missionarischer Eifer.“ Aber wohin mit Mission und Eifer, wenn alle Welt sich mit Grausen abwendet und in panischer Angst, schleunigst das Weite sucht?

Da bleiben nur die schwächsten der Gesellschaft, die Alten. Diese armen Menschen denen AOK-Chopper und Rollator einer eiligen Flucht diametral entgegen stehen. So berichtet denn auch die NW von der Gräfin ersten Opfern: Eine 70 jährige alte Dame und Frau von Thurn und Taxis‘ 82-jährige Mutter. Gott stehe den alten Damen bei, amen.

Always look on the bright side of Life, Elmar

Das hat der arme Elmar Brok nun wirklich nicht verdient, auch wenn er in seinem Leben manche Schuld auf sich geladen hat.

Man stelle sich vor, man wird 65 Jahre alt und möchte diesen Tag in aller Ruhe, gemeinsam mit seinen Lieben verbringen. Es muß ja nicht, wie bei den Grünen üblich, in Südafrika sein.

Also, sie sitzen gemütlich an der Kaffeetafel, Kinder und Enkelkinder lassen sie hochleben, da klingelt es unvermittelt an der Tür. Wer mag das sein? Sind doch schon alle da und der Pastor nervt auch erst ab 75. Der kleine Enkel, neugierig wie er ist, rennt zur Haustür und öffnet. „Hier steht ne komische alte, grell geschminkte Frau und ein paar merkwürdige Männer in dunklen Anzügen, die wollen gratulieren!“

Mühsam und verärgert über die Störung der schönen Feier, stehen sie von ihrem Platz auf und gehen zur Tür. „Oh, mein Gott!“ Draußen stehen Lisbeth Mohn mit ihrem Schosshündchen Hartmut Ostrowski, der gefühlte Oberhäuptling aller Europäer, Jean Claude Junker, „Kinder statt Inder“-Rüttgers, der Fleisch gewordene gelbe Pulli, Genscher und Atom-Röttgen. Hinter allen versteckt sich noch, der vor seinem aufgebrachten Volk auf der Flucht befindende und schon mal nach Asyl Ausschau haltende, georgische Staatspräsident Saakaschwili.

Was würden sie machen? Sicher doch: Die aufdringliche Alte und ihr Gesindel zurückdrängen, die Tür zuknallen, die Fensterläden schliessen und die Familie in einem, zu einem Schutzraum umgebauten Keller in Sicherheit bringen. Dort würden sie ein paar Tage verbringen, bis sicher ist, dass die apokalyptischen Reiter ein anders Opfer gefunden haben.

Diese Chance, mit einem blauen Auge Lisbeth und ihrer Bande zu entkommen, hatte der arme Elmar leider nicht. Er wurde in die Berliner Dependance der Bertelsmänner zitiert, („Los Elmar, auf geht’s. Lisbeth ist nach einem Foto und etwas PR!“) und da er ja auf der Gehaltsliste der Gütersloher steht, blieb ihm nichts anderes übrig, – er musste da hin.

Unter diesen Umständen möchte ich auf eine Gratulation zum Geburtstag verzichten und mit Monty Python zu trösten versuchen: “ Allways look on the bright side of life…“, lieber Elmar.

Heil und Sieg!

Es wird uns als Bundeswehrreform verkauft. Journalisten helfen mit aus der Bundeswehr eine verfassungswidrige, agressive Angriffsarmee zu machen, hier belegt am Beispiel der NW und ihrer Berlinkorrespondentin Alexadra Jacobson.

Lange hat man von der plan-und ahnungslos durchs politische Berlin irrlichternden NW-Korrespondentin Alexandra Jacobson nichts mehr gehört oder gelesen. Nun ist es allerdings nicht so, dass der Leser, der von seiner Tageszeitung das Liefern von Fakten erwartet, Artikel von Frau Jacobson vermissen würde, sind die doch zumeist völlig faktenfrei. Aber die Unterhaltung, das Bunte beginnt man doch mit der Zeit zu vermissen.
Zum Glück ist die Ikone des völlig sinnentleerten Journalismus zurück. Und wie: Besser denn je, weil dümmlicher als je zuvor. In ihrem Kommentar zur Bundeswehrreform „Die große Chance“ verdreht, verschleiert, manipuliert sie die Tatsachen, allein durch den gezielten Einsatz der bekannten Begriffe des Neusprech, dass man sich fragt, wieso eigentlich Friedrich Christian Delius den Büchnerpreis bekommen hat und nicht dieses Ausnahmetalent der Volksverdummung.

Ein paar Beispiele? Gern:
1. „Eine deutlich kleinere Armee soll international noch mehr Verantwortung übernehmen können.“ Will meinen:
Die Bundeswehr soll in die Lage versetzt werden, in noch mehr Einsätzen, weltweit, noch mehr Menschen umzubringen, noch mehr Frauen zu Witwen und noch mehr Kinder zu Waisen  zu machen, noch mehr Städte in Schutt und Asche zu legen und noch mehr fruchtbares Ackerland in Wüste zu verwandeln.

2. „Die Beschränkung auf die konventionelle Landesverteidigung ist Vergangenheit…“ Soll heissen:
Aus einer defensiv orientierten Armee, die dem einzig legitimem Grund zur Aufstellung von bewaffneten Kräften dient, nämlich der Verteidigung des eigenen Territoriums, und dem Schutz der Bevölkerung, wird eine ausschliesslich der Ausübung unmittelbaren Zwangs zum Durchsetzen eigener, deutscher Interessen gewidmete Angriffsarmee. Was kümmert da das Grundgesetz wo es in Artikel 87 a heißt: „Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.“

3. „… sich gemeinsam mit den Bündnispartnern für die Durchsetzung des Völkerrechts zu engagieren…“
Das ist allerdings an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Ist doch eigentlich kaum ein Einsatz der Bundeswehr ausserhalb Deutschlands bekannt, bei dem nicht durch die Bundesrepublik das Völkerrecht aufs gröbste verletzt wurde: Der Kosovokrieg mit der Bombadierung serbischer Städte. Der Angriffskrieg gegen Afghanistan. Der Irakkrieg, bei dem, nach höchstrichterlicher Entscheidung, die Bundesrepublik als Agressor anzusehen ist, durch die Übernahme von Aufgaben der US-Streitkräfte hier in Deutschland, die Bereitstellung von Flughäfen und anderer Infrastruktur. Die Beteiligung an der Blockade des Gazastreifens durch die Israelis und somit die Verantwortung für Hunger und Not der dortigen Bevölkerung.

4. „Aber es (also die so genannte Durchsetzung des Völkerrechts) ist selbst dann richtig, wenn keine ökonomischen Interessen berührt sind…“
Da gibt also zwei unterschiedlich zu wertende Gründe andere Staaten zu überfallen und sie ihrer Lebensgrundlagen zu berauben.
1. Der Raubzug aus wirtschaftlichen Interessen. So nach dem Motto: Es kann nicht sein , dass die Araber mit ihrem faulen Hintern auf unserem schönen Öl sitzen, obwohl sie gar nichts damit anzufangen wissen.
Und 2. das Töten tausender Unschuldiger, weil sie eine andere Art ihr Leben zu gestalten gewählt haben,  weil sie einer anderen Religion anhängen oder sich eine andere Staatsform gegeben haben. Zum Glück überschneiden sich in den allermeisten Fällen beide Gründe.

Hey, geil, Steuber ist zurück

Ne, ne, kein Schreibfehler. Den mit dem Bahnhof und dem Flughafen lassen wir ganz schön in Brüssel und Straßburg. Unser Angela aus der Uckermark ist aber sowas von davor, dass der jemals wieder deutschen Boden betritt. Da können wir uns ganz sicher sein, der kommt nie wieder.

Hier ist der Commerzbank-Steuber gemeint.

Wie, – kennt keiner? Unseren Mann in der Großfinanz! Also unser, – ja unser, – also aller Bielefelder – Steuber. Der ist zurück. Zurück in der Provinz, zurück in Bielefeld.

Immer noch keine Idee, nicht irgendwo im hintersten Winkel des Oberstübchens, ein kleines Flackern der Erkenntnis? Nichts? Unwissende Bande!

Der Mann war schon in Köln, Düsseldorf, Frankfurt, London und Namibia für die Dresdner und Commerz-Pleitebank unterwegs. Und jetzt ist er zurück in Bielefeld. Interessiert keinen?

Na ich muss schon sagen…! Die NW reaktiviert extra ihren ehemaligen Lokalredakteur Wilfried Massmann um den Bielefeldern die frohe Nachricht zu überbringen und dann wieder diese typische ostwestfälische Reaktion: „Ne, kenn‘ ich nich‘. Was soll der Scheiß?“
Meine Damen und Herren, ein wenig mehr Ehrfurcht! Ein Mann aus der zweiten, – oder vielleicht auch nur der dritten Reihe der Hochfinanz hat seinen Wohnsitz in Bielefeld ( neben Pleitier Thommi Middelhoff, natürlich) und die Bevölkerung zuckt die Achseln: „Kenn‘ ich nich‘!“

Diese Stadt, diese Bevölkerung, mit ihrer Ignoranz hat wahrlich nichts besseres verdient als Bollerwagen-OB-Pit und den wahrscheinlich Sechst-Ligisten Arminia.