Archiv für den Autor: Nightrider

Märchenstunde

Was titelt also da ‚unsere‘ NW?: „Arbeitskosten liegen ein Drittel über EU-Schnitt“. – Und ‚meldet das, was genau so auch in anderen Zeitungen steht. Denn das zeichnet Pressevielfalt aus: einer schreibt vor, die anderen schmieren’s ab – zur Einfalt einer Presse’landschaft‘ und auch des Lesers, der andere Meinungen in den Medien kaum mehr findet, da gibt’s (fast) nur noch einen Einheitsbrei.

Und was denkt sich unbedarftes Leser nun? – Boah, ey, Arbeitskosten, ey, zu hoch, nicht mehr konkurrenzfähig, müssen runter …! Was also sagt uns der Artikel?: Dass da – wieder mal – wer fleißig Propaganda macht, auch mit Hilfe dieses Blattes, dessen Miteigentümer noch die SPD ist. Denn Arbeitskosten, für sich allein genommen, besagen: gar nichts.

Konstruieren wir mal den Fall: da seien die Arbeitskosten eines Bäckers in Hamburg sehr viel niedriger als in Bielefeld, weshalb die Brötchen in Hamburg dann auch sehr viel günstiger zu haben sind: da jettet natürlich jeder Bielefelder früh am Morgen nach Hamburg, sich dort seine Frühstücksbrötchen zu besorgen, und zurück, nicht wahr? – Es gibt also lokale oder regionale Märkte, in denen je verschiedene Arbeitskosten gar nicht stören.

OK: bei Fahrrädern zum Beispiel oder Autos sähe das nun anders aus. Denn nun gibt es sowas wie Konkurrenz von Herstellern, zwischen denen auch Ländergrenzen liegen mögen. Also konstruieren wir mal ein Beispiel. A und B seien Firmen, und die stellen Autos her, schweißen also auch die Karosserie zusammen. A hat nun schon Roboter, die das tun – da reicht ein Arbeiter, die zu überwachen. B ist noch nicht ganz so weit, da sind für denselben Vorgang noch 10 Schweißer nötig. Eine Milchmädchenrechnung, ich weiß: aber es geht ja ums Prinzip! – Denn eines ist nun klar: in dem selben Produkt stecken bei A die Arbeitskosten von 1 Arbeiter, bei B aber die Arbeitskosten von 10 – verdiente also 1 Kontrolleur bei A das 10-fache von 1 Schweißer bei B – wären die Arbeitskosten genau gleich. Klar auch: A produziert mit höherer Produktivität.

Es kommt also gar nicht darauf an, wie hoch einzelne Arbeitskosten sind. Sondern darauf, wie viel an Arbeitskosten in dem fertigen ‚Stück‘ steckt. Klar: Arbeitskosten selber sind hier auch ein Maß. Aber eben auch die Produktivität, und die ist entscheidend. Nun kann man berechnen, wie viel an Arbeitskosten (Lohn) in einem fertigen Produkt (Stück) steckt – und das dann anteilig auf 100 (Prozent) beziehen: so kriegt man Lohnstückkosten. Und die sind im Wettbewerb entscheidend.

Wer das verschweigt, aber von ach so hohen Lohn- oder Arbeitskosten faselt: betreibt Propaganda.

Qualitätsjournalismus

Was Pressevergleich an ‚Qualität’sjoutnalismus zu Tage fördert, zeigen NW(-online) und Westfalenblatt mal wieder eindruckvoll – und viele andere auch: die Artikelüberschrift „Arbeitskosten im Euroraum entwickeln sich auseinander“ zeigt mal wieder reichlich Treffer; viele Zeitungen, ein Artikel – einer schmiert vor, die anderen ab; eigene Leistung: Fehlanzeige. – Was anginge, wäre die Meldung von Bedeutung. ‚Experten‘ „erklären die Spreizung mit der unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklung“ – das zu sehen, zumindest zu vermuten braucht’s ‚Experten‘ nicht. Auch ist dies keine Erklärung, sondern immer noch eine Beschreibung.

Was überhaupt sind ‚Arbeitskosten‘? – Offenbar sind die Lohnkosten gemeint, die ein Unternehmen so je Mitarbeiter hat – also der ausgewiesene Bruttolohn plus (in Deutschland zumindest) so genannte Arbeitgeberanteile zu den Sozialversicherung, die für diesen Lohnkosten (und keine Neben- oder Sonstwaskosten) sind. Das alleine sagt nun – nichts! Außer, dass Löhne zuweilen verschieden sind: welch Erkenntnis!

Doch könnte dies auch was bedeuten? – Konstruieren wir mal ein Land: Bananien. Die Banania AG produziert dort Autos, hoch modern und voll automatisiert. Nur einen Mitarbeiter ist noch nötig die gesamte Anlage zu überwachen und zu steuern – hoch qualifiziert, weshalb die Lohnkosten hoch sind – sagen wir: € 250,- / Stunde – in der nun 25 Kleinwagen à € 25.000 fertig seien. – Und dann noch ein Land, Citronien, mit der Citronia AG, die auch Autos macht – 25 Kleinwagen à € 25.000 in 1 Stunde, doch nicht ganz so modern: noch sind 25 Männekes oder Ladies nötig, die Produktion zu überwachen, doch fallen dafür pro Nase auch nur € 100,- Lohnkosten an .. Klar: so sind die Arbeitskosten in Bananien höher als in Citronien. – Und nun rechnen wir mal ein bisschen und stellen fest: in Bananien stecken in jedem Wagen sozusagen € 10,- an Lohn – in Citronien jedoch € 100,-. Da muss bei gleichem Wagen-(Stück-)preis der Wagen irgendwie minderer sein als der aus Bananien oder die Citronia AG sich mit weniger Gewinn begnügen. Denn zwei völlig gleiche Wagen von der Citronia AG müssten ja sonst um € 90.- teurer sein, € 25.090 kosten .. Hier macht die Arbeit, die in einem Stück Auto steckt, einen Unterschied – das meint gemeinhin Produktivität. Arbeit in Lohnkosten ausgedrückt wird so zu Lohn_Stück_kosten, der Anteil der Lohnkosten an den summierten Gesamtkosten der Herstellung eines ‚Stückes‘. Und diese Lohnstückkosten können fallen durch gedrückte Löhne oder gesteigerte Produktivität. Die Lohnkosten alleine aber sagen gar nichts.

Ein ganzer Artikel über eine Nullnummer also? – Doch schau’n wir mal, was sonst so drin steckt – und finden, dass im EU-Vergleich die Lohnkosten hoch sind. Und war da nicht mal was? Seien die Lohnkosten in Deutschland nicht ZU hoch gewesen? Sind sie womöglich immer noch zu hoch? Und ist das die Botschaft? – Anknüpfen lässt sich ja daran.

Und noch was ist da hergefaselt: „Während viele Krisenländer in tiefen Rezession feststecken und der Druck auf die Löhne groß ist, lässt die immer noch robuste Arbeitsmarktlage in Deutschland steigende Löhne zu.“ – Ach nee? – Durch Hartz IV in Leih- und Minijobs gezwungen steigen nun die Löhne kaum über die Inflation – aber es liest sich Klasse. Sagen wir mal so: in der DDR waren die Fünfjahrespläne auch immer übererfüllt – komisch, dass die so marode war ..

Wer wenig Geld hat, kann auch nur wenig kaufen. Für ein Auto reicht’s da oft nicht mehr, was die Automobilindustrie längst merkt. DIE Automobilindustrie? – Oh nein, nicht alle: ein paar Nobelkarossenhersteller gibt sich noch, die verdienen sich weiter dumm und dämlich – aber klar doch: die Reichen werden immer reicher, die haben noch das Geld. Und die Presse müllt zu statt aufzudecken.

Qualitätsjournalismus eben.

Hochbegabt ..

Offenbar nach allerneusten Erkenntnissen von Vorvorgestern wird in Bielefeld „Hochbegabtenförderung“ schon im Kindergarten betrieben, wie letzte Woche die NW unter „

Begabung rechtzeitig erkennen“ titelte (http://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/bielefeld/7183357_Begabung_rechtzeitig_erkennen.html?em_index_page=5). Da werden dann Lehrer und Erzieher ‚fortgebildet‘, Eltern ’sensibilisiert‘ und Materialien angeschafft. Es kommt boch dicker: „Im globalen Wettbewerb brauchen wir Hochbegabte …“ zitiert die NW Dr. Ulrich Hüttemann vom Vorstand der Familie-Osthushenrich-Stiftung, die das Projekt unterstützt. Da gibt denn auch der Bielefelder Sozialdezernent Tim Kähler seinen Senf dazu (Zitat NW): >> „Der Übergang von der Kita in die Grundschule spielt eine der wichtigsten Rollen beim Start in die Bildungsbiographie eines kleinen Menschen.“ Dabei gelte es, Begabungen richtig und rechtzeitig zu erkennen, auch und besonders in „nicht ganz bildungsnahen Schichten“. Denn rund zwei Prozent aller Kinder in jedem Kita-Jahrgang seien hochbegabt.(Hervorhebung von mir) <<

Nein, ich weiß nicht, wie diese Förderung in der Kita tatsächlich aussieht; mit deren Darstellung belästigt uns die NW ja nicht, deren Berichterstattung sich in den Ergüssen der Hauptdarsteller erschöpft. Und ja: es ist ein Skandal, wenn hoch intelligente Kinder wegen Lernbehinderung an eine Sonderschule überstellt werden – ein Skandal, weil es eine Schule zeigt, deren Aufgabe es offenbar ist, Kinder zu uniformierten Lernkonsumenten zu erziehen, statt deren individuelle Entwicklung zu fördern. Was dann dabei heraus kommt, erlebte ich mit meinem Sohn: in Mathematik sackte er ab, ein Test ergab: ihm fehlten Grundkenntnisse. Dabei war er doch vorher so gut in diesem Fach: was war geschehen? – Ja, er war gut gewesen; hatte kapiert, worum es ging, kaum das der Lehrer ausgesprochen hatte. Der aber wiederholte seine Erklärung – für die, die’s nicht gleich verstanden hatten: langweilig .. Und wiederholte noch ein weiteres Mal: ätzend! – So schaltete der Junge ab.. Auch aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr ich lernen wollte. Und dann kam ich endlich tatsächlich in die Schule … Wie sang noch Hildegard Knef: „Von nun an ging’s bergab ..“.

Neuere Erkenntnisse der Neurologie zeigen: Jedes Kind kommt hochbegabt zur Welt; ja, es hatte schon mal ein um 1/3 größeres Gehirn – doch die Überkapazität war, da nicht benötigt, bereits bei der Geburt wieder abgeräumt. So sind dann noch ganze 2 Prozent ‚Hochbegabte‘ – die es schafften, ihre Begabung trotz Erziehung und Schule zu erhalten – ein erbärmliches Ergebnis: 98 Prozent waren gehindert, ihre Begabungen zu entfalten!

Ideologie schwingt mit: was sind ‚die Besten‘? – Worin? – Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei; ein ‚Team‘ aber braucht Verschiedenheit, nicht ‚hohe‘, sondern besondere, individuelle Begabungen und Fähigkeiten, nur so entstehen Synergieeffekte, braucht seelisch gesunde Menschen statt hochgezüchteter Psychopathen in Wirtschaft und Politik, braucht Gemeinschaft.

Nein, ich weiß nicht, wie diese Förderung in der Kita tatsächlich aussieht; mit deren Darstellung belästigt uns die NW ja nicht, deren Berichterstattung sich in den Ergüssen der Hauptdarsteller erschöpft. Und ja: es ist ein Skandal, wenn hoch intelligente Kinder wegen Lernbehinderung an eine Sonderschule überstellt werden – ein Skandal, weil es eine Schule zeigt, deren Aufgabe es offenbar ist, Kinder zu uniformierten Lernkonsumenten zu erziehen, statt deren individuelle Entwicklung zu fördern. Was dann dabei heraus kommt, erlebte ich mit meinem Sohn: in Mathematik sackte er ab, ein Test ergab: ihm fehlten Grundkenntnisse. Dabei war er doch vorher so gut in diesem Fach: was war geschehen? – Ja, er war gut gewesen; hatte kapiert, worum es ging, kaum das der Lehrer ausgesprochen hatte. Der aber wiederholte seine Erklärung – für die, die’s nicht gleich verstanden hatten: langweilig .. Und wiederholte noch ein weiteres Mal: ätzend! – So schaltete der Junge ab.. Auch aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr ich lernen wollte. Und dann kam ich endlich tatsächlich in die Schule … Wie sang noch Hildegard Knef: „Von nun an ging’s bergab ..“.

Neuere Erkenntnisse der Neurologie zeigen: Jedes Kind kommt hochbegabt zur Welt; ja, es hatte schon mal ein um 1/3 größeres Gehirn – doch die Überkapazität war, da nicht benötigt, bereits bei der Geburt wieder abgeräumt. So sind dann noch ganze 2 Prozent ‚Hochbegabte‘ – die es schafften, ihre Begabung trotz Erziehung und Schule zu erhalten – ein erbärmliches Ergebnis: 98 Prozent waren gehindert, ihre Begabungen zu entfalten!

Ideologie schwingt mit: was sind ‚die Besten‘? – Worin? – Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei; ein ‚Team‘ aber braucht Verschiedenheit, nicht ‚hohe‘, sondern besondere, individuelle Begabungen und Fähigkeiten, nur so entstehen Synergieeffekte, braucht seelisch gesunde Menschen statt hochgezüchteter Psychopathen in Wirtschaft und Politik, braucht Gemeinschaft.

 

 

Der Tunnel ist voll

Seit 1991 ist nun die Straßenbahn glücklich von den Straßen im Innenstadtbereich verschwunden; seit dem 28.04 geht’s durch den Tunnel. Damit warauch ein Nadelöhr geschaffen: die Haltestelle Jahnplatz. 2002 kam noch die Unilinie 4 hinzu – und nun geht nix mehr, der Tunnel ist jetzt voll. Auch die Verlängerung der Linie 4 nach Heepen geht nicht, so das Gutachten von RMCon, wie uns NW und Westfalenblatt berichten. So gibt es eine neue Option: eine neue Linie 4 (die dann wohl zur Linie 5 wird) von Heepen oberirdisch über den Jahnplatz und dann über Brackwede weiter bis nach Sennestadt – der nächste Stadtbahntraum, noch vor der Anbindung Jöllenbecks.

Aber das geht ja nun nicht – so RMCon. Doch warum genau wird so recht nicht klar.  Denn schließlich soll die Bahn nach Heepen keine neue Linie sein, sondern eine bestehende verlängern, was an der Zahl der Bahnen, die den Tunnel passieren müssen, gar nichts ändert; die fahren ja nur weiter. Dass für eine Verlängerung der Linie 4 nunmehr zusätzliche Stadtbahnzüge nötig sind – ist auch klar: je länger eine Strecke, umso mehr Züge braucht ess, die im Taktabstand hübsch hintereinander fahren; was dann in 1 Stunde durch den Tunnel fährt, bleibt dabei gleich. So sehe ich noch eine Möglichkeit, doch die ist nicht genannt: nämlich die, dass eine längere Linie nun zu mehr Fahrgästen führt, und, da der Jahnplatz nun mal zentraler Umsteigeplatz ist, entsprechend zu mehr Leuten, die dort ein- und aussteigen wollen, weshalb dann eine längere Haltezeit benötigt wäre. Aber viel weiter als zu Auslastungsprozenten, die man abschreiben kann, hat’s wohl nicht gereicht. Vielleicht ist aber nur nicht gewollt, den Leser und Bürger vollständig zu informieren – er könnte dann ja eigene Ideen entwickeln.

Na, phantasieren wir doch mal.

Also die Idee einer oberirdischen Niederflurbahn von Heepen bis zur Sennestadt finde ich schon OK – gar so ‚autogerecht‘ muss eine Innenstadt längst nicht mehr sein, wie man noch vor Jahrzehnten glaubte.

Oder die Taktzeit wird verlängert – von 10 auf 12 Minuten; vielleicht würde das ja zum Umsteigen am Jahnplatz reichen (allerdings sind längere Taktzeiten nicht so attraktiv). Vielleicht ließen sich auch Linienführungen finden, die den Jahnplatz umfahren – von Sieker (oder gar Stieghorst – Sieker) nach Brackwede – Sennestadt, auf Teilstrecken ließe sich so der Takt verdichten; zu entscheiden ob das Sinn macht müsste man nun die Fahrgastströme kennen.

Wenn es um Taktverdichtung geht kann man auch prüfen, ob es Sinn macht, wenn manche Bahnen vor dem Jahnplatz enden; Sennestadt – Brackwede würde wohl möglich sein, doch das ist Zukunft.

Blitzmarathon mit Bürgerbeteiligung

Neuer Biltzmarathon der Polizei, Bürger dürfen vorschlagen wo und sogar dabei sein, wenn die Polizei dort auch tatsächlich blitzt – und die meisten finden’s laut NW-Umfrage gut. Also so habe ich mir den Schulterschluss zwischen Bürger und Polizei ja immer vorgestellt … Und vielleicht fallen uns noch weitere Bürgerhilfsdienstmöglichkeiten ein.

Bielefeld im Aufwärtstrend?

So titelt die NW (ohne‘?‘). Und tatsächlich: die Zahlen klingen gut: Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze 2011 um 3,2 Prozent auf 132.655; die Arbeitslosenquote auf den Niedrigstand von 9,1 – „erst das zweite Mal, das Bielefeld unter 10 Prozent bleibt“ (seit wann, steht leider nicht dabei – und auch nicht, welche statischen Tricks tatsächliche Arbeitslosigkeit beschönigen). Ein ’stabiler Trend‘, ‚getrübt nur, weil „Anteil der Industrie [Bielefeld sogar stärker als im Bundesschnitt] immer weiter schrumpft“.

OK: ‚Jobbbringer‘ sind also Dienstleistungen – wie „Gesundheits- und Sozialwesen sowie IT-Dienstleistungen“, und, natürlich, neue Hochschulcampus – was aber ein Sonderfall ist.

Liest man nämlich genauer, stellt man fest, „dass der Stellen-Zuwachs erheblich aus der Zunahme der Zeitarbeits- und Leiharbeiterbranche resultiert, hier ein Plus von 1.200 Arbeitsplätzen“ ; Clausen: „Jeder vierte neue Job kommt aus der Zeitarbeit.“: teils (noch) sozialverischerungspflichtiger Minilohn wohl inbegriffen. Da würde mich schon interessieren: waren das alles Vollzeit-Arbeitsstellen? – Denn Teilzeit mag auch heißen: mehr sind beschäftigz, doch die Arbeitsstundenzahl ist gleich geblieben.

Zahlen auch aus 2011. Vergangenheit, doch immerhin: ein wenig ‚Aufschwung‘ war erkennbar; auch mit kritischen Korrekturen wird es eine Beschäftigungszunahme wohl gegeben haben. Hoffen wir mal, das der Trend anhält.

Anmerkung noch zu ‚älteren‘: Die Gleichung ‚älter = weniger leistungsfähig‘ ist – wissenschaftlich erwiesen(!) – reines Vorurteil mit Ausnahme von Krankheit und Verschleiß, die – statistisch (also unbedeutend für den Einzelfall) – mit dem Alter zunehmen. Ältere etwa arbeiten gleichmäßiger und ausdauernder, jüngere ‚klotzen ran‘ und brauchen dann Pausen; ältere haben weniger Kraft, arbeiten dafür ergonomischer (erlebte ich mal bei Maurern: der jüngere arbeitete schneller, klatschte Speiß auf die untere Schicht, setzte den Stein darauf – und korrigierte … der ältere klatschte Speiß auf die untere Schicht, setzte den Stein darauf – und der Stein saß ohne Korrektur; und am Ende hatte der ältere mehr hochgezogen als der jüngere. Im Übrigen: Synergieeffekt (1 + 1 > 2,  platt verdeutlicht) setzen Verschiedenheit voraus.

Spaltung der Linken!?

Schon interessant, was ‚unsere‘ Bielefelder Zeitungen Westfalenblatt und Neue Westfälische, einig bis hin zur Überschrift, nebst vielen anderen wohl (weitgehend zumindest) wortgleich abzudrucken haben; Autorenschaft, natürlich, ist – gar nicht schamhaft – verschwiegen. Dabei würd’s mich schon sehr interessieren, wer dahinter steckt.

Also nehmen wir mal an, es steckt sowas wie Strategie hinter solch Artikeln, Die Linke klein zu halten. Da macht sich ‚Streit‘ schon mal gut: wer wählt schon eine ‚zerstrittene‘ Partei? – Besser noch: des ‚Streites‘ (genauer: des Hochschreibens desselben) müde mag der eine oder andere in Der Linken kuschen, zurück stecken – bis, wie vorher bei den Grünen, die ‚Reformer‘ (damals: Realos) übrig bleiben. Bei der FDP gab es auch Streit, doch ging es um Lindner und die Wahl in NRW; nichts wurde hoch gekocht, statt dessen schön geschrieben – mit Stimmerfolg von 5% mehr Stimmen als vorher in den Umfragen, die FDP wieder mal im Landtag, Medien sei Dank. – Streit ist normal in einer Partei, kommt darauf an, wie man ihn führt, nämlich um die Sache. Nach ‚Macht‘ schielen, intrigieren, sich als Stichwortgeber für die Presse gebärden – wäre arg daneben.

Gysi gar warnt vor Spaltung. Sachlich richtig ist: Entweder Die Linke vertritt geschlossen und mit klarem Profil ihr Programm – oder sie verliert die Grundlage ihrer Existenz und damit die nächste(n) Wahl(en).

Weiter druckt die NW: „Unklar ist … ob die frühere Wortführerin der linksorthodoxen Kommunistischen Plattform, Sahra Wagenknecht, in letzter Minute ihren Hut noch in den Ring wirft“: in ihren aktuellen Reden, ihrem Auftraten und in ihrem Buch (wer liest das schon?) „Freiheit statt Kapitalismus“ finde ich sehr wenig ‚linksorthodoxes‘; von ’sozialer Marktwirtschaft‘, wie einst ein Ludwig Erhard sie verstand, umso mehr: ein Label, aus der Vergangenheit gegraben, weil’s zum Igitt-Bild passt.

Oskar muss auch noch durchgekaut sein – schon damals, noch SPD-Parteichef, als ‚gefährlichster Mann‘ betitelt … Offenbar gehört er zu einem ‚linken Lager‘, dem „überwiegend Westdeutsche angehören“ (NW) – dagegen stehen dann „ostdeutschen Reformer“: die zweite Propagandaschiene; West-Ost Gegensatz plus radikal marxistisch gegen Reformer – wen stört es da, dass die (westdeutsche) WASG aus ex-SPDlern, Gewerkschaftlern sich (überwiegend) bildete, dass viele dann nach der Gründung der neuen Partei eintraten (von denen wenige ‚Kommunisten‘ oder ‚Sozialisten‘ sind? – Passt nicht ins Bild, also verschwiegen.

Ob Diktatur oder PR-Agentur: in beiden muss man lernen. ‚zwischen den Zeilen‘ zu lesen. Meinungsvielfalt statt Meinungseinfalt sollte sein. – OK: sie ‚haben Recht‘: ist doch schön, treten sie massiv und geschlossen für ‚das Richtige‘ ein … Was aber, wenn sie fehlen, nicht Recht haben? – Schon Mangel an Diskussion untergräbt Demokratie! (und: wozu noch Zeitungen kaufen, die alle nur dasselbe schreiben?)

Karlspreis …

Also eines muss man den Aachenern ja lassen: sie haben ein Händchen für Realsatire. Da nominierten sie auserechnet jenen gegelten von und zu Guttenberg noch für den Orden wider den tierischen Ernst – und der zog es dann vor, zur Berleihung nicht zu erscheinen; wäre auch ein bisschen peinlich gewesen, stellte sich doch gerade heraus, dass er nicht nur seine Doktorarbeit zusammenkopiert hatte, sondern dies auch noch so dämlich, dass ihm die Kopien leicht nachzuweisen waren (aber, OK: wer nicht in der Lage ist, Vorlagen sinnentsprechend in eigenen Worten widerzugeben – oder wenigstens einen fähigen ghostwriter damit zu beauftragen …).

Tja, und nun dieser Schäuble (so geschickt und klug, dass er es schaffte, sich mit einem Geldkoffer erwischen zu lassen, den er gerade spazieren trug … aber gut: wem Gesetze egal sind, darf immer noch Minister werden, damals ging’s schließlich um die Interessen der Partei; ob korrupt oder nur korrumpiert, ist dann egal. ‚Eliten‘ gelten halt mehr als blödes gemeines Volk, das diese wählen darf. Und Möchtegern-Eliten sonnen sich halt gern im Schein der angeblich ‚Großen‘, fällt doch von deren Glanz noch für sie ab.

So guckten sie sich diesen Schäble für den Karlspreis aus. Der ehren soll, wer sich für Europa einsetzt.

Da durfte dann dieser Schäuble unter bravem Beifall jene Ideale verkünden, , dessen Gegenteil er mit seiner Politik bewirkt. Sein ‚Parteigreund‘ las ihm mit schmeichelnden Worten die Leviten – und das Publikum klatschte ebenfalls.  (http://www.nachdenkseiten.de/?p=13275)Ja, so sind unsere ‚Eliten‘: sie hören, aber nicht hin – und kapieren nix.

Dabei sind Schäuble, Merkel & Co eben dabei, in ihrer ideologischen Borniertheit Europa vor die Wand zu fahren – brav sekundiert von der SPD, von FDP und Grünen mit getragen; wenn auch zuweilen mit Theaterdonner: ‚man‘ nuss sich ja profilieren. – Gut: Griechenland alleine mag man fallen lassen; wen interessiert schon, wenn dort die Rentner keine Rente kriegen; sie müssen halt sparen – den überzogenen Kauf deutscher U-Boote selbstverständlich ausgenommen. Und wieso soll Europa ein Land mit einer Wirtschaftskraft, die in etwa Baden-Würtemberg vergleichbar ist, beonders interessieren – wo Europa doch deren ‚kreative Buchführung‘ seinerzeit nicht nur schluckte, sondern noch verschönerte?! – Tatsächlich: Griechenland fallen zu lassen wird zwar teuer, ist aber noch verkraftbar. Nur folgen dann Iralien, Spanien, Prortugal, vielleicht noch andere Länder – die an deutschem Unwesen immer kränker wurden. Wird dieser Strudek losgetreten – kriegen die Banken Muffe .. (http://www.nachdenkseiten.de/?p=13286#h01).

Für eines hat die Bundesregierung zuverlässig gesorgt; was auch immer geschieht: es wird immer teurer.

Eineitspresse

„Mögliches Comeback von Lafontaine spaltet die Linke“ titelte heute die NW (http://www.nw-news.de/news/nachrichten/6719197_Parteien_Linke.html) und verwies dabei auf die Berliner Zeitung. Nu, das wollte ich mir mal im Original ansehen und finde – wortgleich denselben Artikel (http://www.berliner-zeitung.de/politik/moegliches-comeback-von-lafontaine-spaltet-die-linke,10808018,15243884.html). Neugierig geworden googelte ich mal – und siehe da, TAZ (http://www.taz.de/Moegliches-Comeback-von-Lafontaine/!93418/) und Focus online (http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/die-linke-ist-uneins-moegliches-comeback-von-lafontaine-spaltet-die-partei_aid_752867.html) bringen denselben Text; nur die TAZ nennt eine Quelle, nämlich dpa. Weiter schaut ich nicht mehr; wird aber wohl noch weitere geben. So also sieht Journalismus aus: einer gibt vor, die anderen schmieren ab: da schalten die Medien sich gleich selber gleich; vor 70 Jahren gab’s dazu noch ein Ministerium. Wer eigentlich hat diesen Text lanciert, den nun alle bringen?

Ein Text, der Merkmale gezielter Propaganda zeigt.

Zur Vorgeschichte: Oskar Lafontaine hatte seine Bereitschaft erklärt, für die Doppelsüitze der Partei zu kandidieren, unter der Voraussetzung, „wenn die Partei mich wirklich will und wenn das personelle Umfeld stimmt [alle folgenden Zitate NW]; eine zurückhaltende Aussage; und dass das ‚Umfeld stimmen‘ müsse, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit für jeden Kandiaten, wie sonst soll Arbeit möglich sein!? – Dann trafen sich heute Bundesvorstand und Landesspitze Der Linken, um über das weitere Vorgehen zu beraten – wobei Parteiführung sicher auch Thema war, doch eines von mehreren.

Nun also die ‚Botschaft‘, gleich im Titel: „spaltet die Linke“. – Eine Lieblingslinie, einst – Ältere erinnern sich – auch gegen die Grünen gern verfolgt. Dort waren es ‚Realos‘ und ‚Fundis‘; inzwischen Geschichte, längst sind sie integriert, die Partei der besserkriegenden (ob ‚verdient‘, ist eine zweite Frage), Öko-Schicki-Micki mit dem Anti-Atom-Tick, aber Hartz IV und Krieg trugen sie brav mit; weit weg von den Idealen ihrer Anfangsjahre. Im Osten ist Die Linke nicht wegzudiskutieren, tut aber nicht so weh, wenn sie dort bleibt. Also muss dieselbe Schiene her, Ost und West dürfen sich nicht verstehen – und im Osten seien ja die Vernünftigen, im Westen die Chaoten – so das Prinzip, das in Variationen auftaucht. Eine zerstrittene Partei kommt schlechter an, also nuss Die Linke „… nach Lösungsmöglichkeiten im Streit über die künftige Führung suchen“ – wo es tatsächlich wohl hauptsächlich um zukünftige Strategien ging [Hervorhebungen je von mir].

Der Berliner Parteivorsitzende Klaus Lederer wird zitiert mit „Es gehe nicht an, dass Lafontaine >Bedingungen stellt und Gefolgschaft erwartet<, … >solche Erpressungsmanöver gehen nicht<„. – Bedingungen? Welche denn? Dazu ist  nichts gesagt – auß45, dfass die Partei ihn wolle und dann – eine Selbstverständlichkeit – das Umfeld stimmen müsse. Der Zusamenhang der Äußerung ist auch nicht berichtet – Antwort auf eine suggestive Frage vielleicht? Möglich auch, er bezog sich schlicht auf die Meldung der SZ, die von Osjars Kandidaturbereitschaft schrieb.  Dann allerdings hätte er einiges missverstanden und nebenbei ein Problem so mancher Funktionsträger Der Linken aufgezeigt: menche wissen halt nicht, wann sie die Schnauze halten müssen, wie sie formulieren – und wie Medien sie manuipulieren wollen. – „>Mit einer Heilsbringerfigur an der Spitze bekommt die Linkspartei nichts geregelt<“ folgt dann noch: sachlich völlig korrekt – nur dass dann Oskar Lafontaine als ‚Heilsbringerfigur‘ abgestempelt werden soll … Also da hätte ich schon gerne das Original-Interview im vollständigen Wortlaut.

Oder dies: „… der Sprecher der Landesgruppe Sachsen der Linken im Bundestag, Michael Leutert, sagte, er glaube nicht, >dass man die Partei mit altem Personal und alten Rezepten wieder auf volle Höhe bekommt<. Lafontaine stehe nicht für Kompromisse, sondern für Kampfansagen.“ – Zwei Allgemeinplätzchen,eigentlich unverbunden nebeneinander – und deshalb suggerieren sollen ‚altes Personal und alte Rezepte‘ = ‚Oskar  Lafontaine und Kampfansage‘ – neu (und ‚gut‘  sind folglich Kompromisse, gemeint natürlich: Akzeptanz, Unterordnung in den neoliberalen Mainstream – der mit seiner ideologischen Borniertheit eben dabei ist, die Wirtschaft an die Wand zu fahren; zwar werden die Reichen dann ein paar Federn lassen, die ihnen nicht weh tun – doch sie gehen reicher daraus hervor.

Weitere Beispiele für ‚Qualitäts’journalismus gefällig?

Auch in NRW war die FDP schon abgeschrieben. Was WAZ-Eigner & Konsorten so gar nicht passte, also wurde sie hochgeschmiert- Also nicht so sehr die Partei, sondern dieser Lindner – der in Berlin auch ‚hingeschmissen‘ hatte, doch das war nicht Thema, auch anderes Versagen nicht: zur Lichtgestalt hoch geschrieben.

Die Piraten?- OK, keine etablierte Partei, mögen sie (Protest-)Stimmen kosten. Aber mit ihrem Internet-Tick mögen sie beschäftigt sein; frischer Wind stört so lange nicht, wie er nur frische und nicht andere Luft bringt. Programmatisch zeigen sie viele weiße Seiten, diese lassen sich beschreiben, auch durch Mediendruck: so das Kalkül. Eine Opposition sind sie (noch) nicht.

Samstag am Pommeswagen .. Deutsche und Verkehr

Da war mir wieder mal nach Pommes, belgischen Pommes, mit passenden Soßen (muss ja nicht immer Ketchup/Majo sein). Man wartet, redet – und kommt auf Verkehr. Der Mann ist Belgier – und, so sagte er, versteht nicht, wie man sich in Sachen ‚Reissverschluss‘ so dämlich anstellen kann wie die Deutschen; die kapiern’s einfach nicht. Was ich bestätigen kann – also Messe in Köln, Leverkusener Kreuz, von der A1 (z.B. von Dortmund) auf die A3 (Richtung Frankfurt/M): Rückstau auf der A1, weil im Kreuz immer wieder wer ‚rumsteht, weil er/sie ja unbedingt sofort und gleich auf die andere Fahrspur will – statt weiter und versetzt zu fahren, damit jeder problemlos einscheren kann.

Dann gestern, Gespräch mit einem Sprinter-Fahrer, der viel ‚rumkommt in Europa: nirgends wird so rechthaberisch gefahren wie in Deutschland; nur Grundkenntnisse der StVO bleiben außen vor.

Parken in Wohnstraßen; an solch ‚Kunstwerken‘ komme ich nachts oft vorbei. Kann ‚man‘ ja nicht wissen, dass Parken dann verboten ist – auch ohne Schild! – wenn kein Platz mehr für einen LKW mehr bleibt. Aber OK: muss man auch nicht wissen, kann man ja sehen – und denken; letzteres offenbar zu viel verlangt; mindestens ‚zieht‘ §§ 1 StVO. Da wird dann so links und rechts geparkt, dass ein PKW langsamer fahren muss, ein RTW kommt vielleicht noch durch, die Feuerwehr nicht mehr .. Is wohl nicht so schlimm – Herzinfarkt, ein Küchenbrand .. Hauptsache, die kleinen grauen Zellen ruhen bequem.

Übrigens: belgische Pommes (und mehr Leckeres) gibt’s  an der Jöllenbecker Straße zwischen Edeka an der Langen Straße und dem Getränkemarkt.

(Ab-)Wählen gehen!

Morgen sind Landtagswahlen in NRW. Wer mit der bisherigen Politik von SPD, Grüne, CDU und FDP, die alle Regierungspartei waren oder sind, in Land und Bund zufrieden ist, der gehe bitte wählen – je seine‘ Partei.

Wer aber nicht zufrieden ist – der wählt, bitteschön, erst recht, und zwar wählt er ab. Und das geht nun mal nur durch die Wahl einer anderen Partei, möglichst einer solchen, die Chancen hat, in den Landtag zu gelangen. Denn nur das Wirkt, hält von den Fleischtrögen fern, an die sie so gern kommen wollen. Ob eine Wahlbeteiligung von 100 oder 10 Prozent, ob gültige abgegebene Stimmen von 80 oder 8 Prozent: nur abgegebene Stimmen können was bewirken. Auf die nämlich bezieht sich die Prozentzahl, die Partei xyz erreicht: mögen ihre meinetwegen 30 % von 30 oder 3 Prozent der Wähler stammen, es bleiben 30%.

Ob schwarz, gelb, rosa (neuerdings auch orange oder violett) oder grün: sie alle haben dieses so genannten ‚Reformen‘ verbrochen und sind auch noch stolz darauf, die mit Hartz IV, Leiharbeit und Minijobs die Wirtschaft lähmen; haben die Bremsen gelöst, damit die Banken fleißig spekulieren und alle die Kosten als Staatsschulden tragen dürfen, wenn es schief geht.

Röttgen und Westerwelle beweisen derweil ein eigenartiges Demokratieverständnis – der eine will dem Volk sagen, was es gefälligst zu wählen hat – der andere fordert die Zustimmung des Parlaments, weil die Regierungschefs bereits entschieden hätten: ja, wo sind wie denn!?

Und welche ‚Opposition‘ die SPD noch mag, beweist si in den Landtagen, in denen sie lieber als ‚Junior’partner deCDU unter die Röcke kroch statt mit Der Linken die Regierung zu stellen. Die Neuwahlen wurden uns beschert, weil die SPD in Sachen Haushalt mit der FDP zu kungeln begann – bei der Pokerrunde dann verrannten sie sich – nun ja, wer die Gesetze des eigenen Landes nicht kennt …

Die FDP nun, eigentlich schon abgeschrieben, was Geldgebern und Verlegern nicht in den Kram passt. Also wird sie hoch geschmiert – so sehr, dass sie nun gute Chancen hat, doch wieder in den Landtag zu gelangen. Was auch die NW schreibt – Wahlhilfe vielleicht? – Ja, so ist sie, die Kampagnenpresse – und mobbt zugleich Die Linke. Die wollen einen andere Politik – und ohne die gäb’s Studiengebühren in NRW immer noch.

Die Piraten – schwer zu sagen, was sie wollen; mir gibt zu denken, dass sie (noch?) eine relativ gute Presse haben.

Aber egal: wichtig ist; (ab-)wählen gehen!

Schröder empfiehlt Steinbrück

Ich habe ja lange nichts mehr von diesem Schröder gehört, also diesem Ex-Kanzler, der sich seine Kanzlerschaft von diesem Marschmeyer sponsern ließ und sich mit der Riester-Rente brav bedankte, ihm eine „Ölquelle“ (O-Zon Marschmeyer) schenkte, und „sie ist angebohrt, sie ist riesig groß und sie wird sprudeln“! (http://www.nachdenkseiten.de/?p=8338) – Der sich seine Kanzlerpension mit dem Russengas vergolden ließ, für das er sich in seiner Regierungszeit so sehr stark machte. Und der sich in Davos rühmte, mit der Agenda und Hartz IV den größten Niedriglohnsektor geschaffen zu haben. – Schade eigentlich, dass der nicht im Wahlkampf in NRW auftrat: hätte er doch erinnert, wofür diese Partei inzwischen steht … (die in Sachen Haushalt mit der FDP kungeln wollte; dummerweise ging dies schief, weil diesen komischen Strategen Gesetzesregelungen offenbar böhmische Dörfer sind – hätten sie lesen können, hätten sie vielleicht mal ‚reingeschaut).

Also dieser Schröder empfiehlt nun diesen Steinbrück als ‚Kanzler’kandidaten … Auch weil, so die NW, er „stets zur Reform-Agenda 2010 bekannt habe“. Dessen Wirkungen allerdings bemerkenswert sind: stagnierende Löhne sorgen für einendahindümpelnden Binnenmarkt; es gibt Hartz-IV-Armut per Gesetz  und Arbeit für solche Hungerlöhne, dass sie aufgestockt wertden müssen (eine Subvention für Unternehmen . aus Steuergeldern) – dafür werden deutsche Produkte konkurrenzlos billig, konkurrieren griechische, spanische, italieneische un andere Unternehmen an die Wand – und dann müssen die Leute in diesen Ländern eben den Gürtel enger schnallen – weshalb sie diese Länder dann auch weniger (aus Deutschland) importieren, , wobei dann endlkich auch die deutsche Eyportindustrie zusammen bricht, wo der Binnenmarkt ohnehin schon ruiniert ist, Für die Bankster, natürlich, lohnt es sich; die dürfen munter weiter zocken, bachdem unter Schröder sämtliche Bremsen gelockert waren.

Also dieser Steinbrück .. In NRW vergeigte er die Wahl, ausgerechnet gegen diese Null von einem Rüttgers. Dafür durfte er dann in die Bundespolitik. Wahrlich der geeignete Chefsteigbpgelhalter für die Union, ‚Kanzlerkandidat‘ genannt (OK: die anderen beiden erreichen locker uch sein Niveau auf tiefster Kellerebene).

Wa spricht nich für ihn? – Ach ja: „Peer Steinbrücks Schwäche liegt in seiner häufig missverstandenen Ironie, die manchmal als Arroganz daherkommt“. – Ironie? Die verlangt Geistesschärfe. Markige Sprüche haben nur Unterhaltungswert.

Aber ehrlich, liebe SPD: lasst den Schröder mehr auftreten: das häjt die Erinnerung wach, wohin du verkommen bist.

Sondierungsgespräche in Griechenland

„Linke feuert Breitseite gegen Europa ab“ titelt die NW – und tatsächlich platscht der Chef der Radikalen Linken, Alexis Tsipras, kräftig in die Sahne. BILD fragt ja auch schon „Wird dieser Linksradikale neuer Griechen-Chef?“ und faselt von Chaostagen; gibt sicher wieder schön Gelegenheit zur Hetze. Wie schön, dass der brave Bürger keine Ahnung hat und so jeden Blödsinn schluckt. Aber wieso sollte ein griechischer Politiker weiter ’sparen‘ wollen, den Kurs verfolgen, der – inzwischen ist’s ja offen sichtlich (abgesehen von Öko-Ideologen mit Professorentitel, unter deren Würde es weit ist, die Realität auch nur anzuschauen, da sie ja wissen in ihrer erbärmlichen Ahnungslosigkeit) – das Problem verschärfte und nicht mal den Ansatz einer Lösung zeigt? Noch mehr Armut für die eh schon Armen? Die reichen Griechen wird’s nicht stören, deren Geld ist längst in Sicherheit. Und mit dem erzwungenen Sparkurs stürzt das Land nur tiefer in die Rezession. Diesen Schwachsinn nicht mehr mitzumachen ist eigentlich nur vernünftig.

OK: Griechenland ist ein besonderer Problemfall, in gewisser Weise, hatte mehr als andere EU-Staaten innere Probleme, z.B. was Steuerzahlungen anbelangt. Die sich mit sanftem Druck seitens der EU inzwischen sicher hätten lösen lassen; zumindest wäre ein Anfang da. Und was die hohen Kreditzinsen anbelangt: eine Bürgschaftserklärung der EU hätte die niedrig gehalten; aber da musste die Merkel ja Öl ins Feuer gießen, damit die ‚Anleger‘ umso kräftiger absahnen.

Mit den Maastricht-Verträgen war ein Inflationsziel von 2% vereinbart. Deutschland machte sich klammheimlich auf, dieses zu unterlaufen. Brachte zwar mit Lohndumping und Massenarbeitslosigkeit den Binnenmarkt zur Stagnation, sonnte sich aber in Exporterfolgen. Na klar: steigende Produktivität, gepaart mit Dumpinglöhnen macht die eigenen Produkte konlurrenzlos billig, konkurriert alle anderen quasi ‚an die Wand‘ – besonders in einer Währungsunion, die eine Angleichung durch Wechselkurse verbietet. Und wer kaputt konkurriert ist, kann nicht seinerseits exportieren, weil, da ist nichts mehr.  Der Preis der (deutschen) Exportüberschüsse ist motwendig Verschuldung – der Exportweltmeister wird zum Gläubigerweltmeister gleich mit. Eine Entwicklung, die in der EU durchaus bekannt war; getan ward nichts, man wollte die deutschen Export’erfolge‘ ja nicht gefährden. Dummerweise kriegten auch die so genannten Märkte nebst der Lobby- – äh, wollte sagen: Rating- Agenturen die Sache mit und witterten Profit ..

Die Situation hatte sich ja auch verschärft: die Banken hatten sich verzockt. mussten ‚gerettet‘ werden – in der Weise natüröich, dass sie munter weiter zocken dürfen, damit die unfähigen Versager weiter fett kassieren. Wäre ja OK gewesen, diese Buden zu übernehmen – Firmenkredite und Spareinlagen zu garantieren (hätte auch gekostet), rausschmeißen, was nicht zum Kerngeschäft (Einsammeln von Sparbeiträgen und Kredite an die Wirtschaft) gehört und den Rest in die Insolvenz schicken; Aktionäre mögen krakelen; ihr ‚Objekt‘ isz pleite, sie kriegen nischt. Aber nee: ‚Staat‘ musste sich ja verschulden, bürdete Dividenden und Boni den Steuerzahlern auf; gegen Partei’spenden‘, versteht sich. – Sowas also schimpft sich ‚Elite‘ ..

Im Grunde kann Griechenland sich zurück lehnen und zu deutschen – äh, pardon, ich meine natürlich: EU – Forderungen freundlich grinsend ‚leck mich ..‘ verkünden; Euro Schulden – da pleite – werden nicht bedient. Zurück zur Drachme: das wird teuer, für die EU!

Einen Ausweg gibt es. In Form einer EU- – und mindestens Euro- weiten gemeinsamen Wirtschaftspolitik, die nationale Verschiedenheiten (im Rahmen) sehr wohl noch erlauben darf. In dieser muss in Deutschland das Lohnniveau stärker steigen als die Produktivität – so lange, bis gegenüber den EU-Partnern ein Gleichstand erreicht ist; was die Exporte und Exportüberschüsse mindert – den Binnenmarkt aber fördert; den Unternehmen kann’s egal sein, wo sie ihren Gewinn erzielen.

Im Übrigen werden wirtschaftlich stärkere für schwächere Regionen zahlen müssen: der Preis für ein geeintes, kulturell buntes vielfältiges Europa.

Mohammed Karikaturen dürfen gezeigt werden

Mohammed Karikaturen dürfen gezeigt werden, widersprach das Gericht dem Verbot des Ministers. Was OK ist: Meinungsfreiheit und Freiheit der Kunst sind hohe Güter; selbst dann noch zu schützen, wenn sie von Einzelnen missbraucht werden. Was noch in den 1950er Jahren Gerichte den Staatsanwaltschaften erklärten – wenn diese ermittelten, weil sie mit Karikaturen und dergleichen so genannte ‚christliche Werte‘ in den Dreck gezogen sahen. Heute sehen wir das anders; beziehen Karikaturen etc., die sich christlicher Symbole bedienen, schlicht nicht mehr auf Glaube und Christentum, höchstens im Miss- und Unverständnis der Menschen von diesem. Was manche – und sicher nicht alle – Muslime vielleicht auch noch lernen sollten.

Ansonsten haben sich Radikale verschiedener Richtungen wohl gefunden .. Aber eher schlagen sie sich gegenseitig tot, als dass sie die ihnen gemeinsame Angst – jawohl: Angst! – erkennen. Angst vor .. allem ‚anderen‘, Veränderungen – die doch kommen, so oder so.

Zur Moschee gehört nun mal ein Minarett wie der Turm zur Kirche – aus Tradition und nicht weil Gott/Allah es so will. Wenn dann Kirchturmglocken läuten dürfen (für den Atheisten Lärm) – darf auch der Gebetsruf vom Minarett erschallen, warum nicht?! – Einst in Istanbul fand ich es schön, von diesem geweckt zu werden: ist’s doch der Glaube, der uns eint – mögen Traditionen noch so verschieden sein. Kirche mit Turm und Moschee mit Minarett nebeneinander – zeugen von Achtung und Respekt. Mehr will mensch gar nicht. Und dass beide im Stadtbild zueinander passen – sah ich in Istanbul.

Übrigens: Vorbild der Moscheen war eine oströmische Kirche – ohne Turm, aber mit Kuppel; heute Museum.

Landtagswahlen …

Die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein sind gelaufen – und siehe da: die FDP, doch eben noch am Ende, ist haushoch wieder drin. Keine Überraschung: Schwarz-Gelb ‚abgestraft‘: ein wenig. Dann die Piraten drin – und Die Linke draußen.

Lobby ‚der Wirtschaft‘ bestimmt – in weiten Teilen korrumpierte – Politik und Medien; mit ihren Vertretern bis in Ministerien und PR-Kampagnen. Längst ist Pressefreiheit zu der Freiheit der Verleger verkommen, ihre Meinung zu verbreiten; andere schmieren nur noch ab (vielleicht auch, weil kleine Zeilenhonorare Recherche nicht mehr erlauben). Doch auch im Internet lässt sich Meinungsmache betreiben – in Foren und Portalen, selbst im ‚freien‘ Wikipedia.

Da wurde wohlwollend über die FDP berichtet – und auch so, als sei sie eine Volkspartei; sie ‚ist wieder wer‘, nur der Rösler (wie einst Westerwelle) seien ein Problem, doch da fand rechtzeitig und passend ja die Personalwahl in Gütersloh statt ..

Ob nun CDU oder SPD – wo ist der Unterschied? – Diese einst sozialdemokratische Partei steigt – wie im Saarland, in Thüringen und anderswo doch lieber als Juniorpartner zu der CDU ins Bett statt mit Der Linken die Politik zu machen, die sie nur mit dem Maul noch fordert, aber nicht so wirklich machen will. Von den einstigen Idealen der Grünen ist kaum mehr als Anti-Atomstrom geblieben.

Die Linke ist ‚glücklich‘ draußen. Diese Igitt-Partei, die ‚unser‘ schönes demokratisches System, überwinden will: dieses System. In dem Reiche immer reicher und Arme mehr und ärmer werden, in dem die Allgemeinheit für Spielschulden der Banken aufzukommen hat (die munter weiter zocken), das dabei ist, mit dem Euro gleich noch Europa zu ruinieren. Eine Partei, die im Grunde mehrheitlich sozialdemokratisch orientiert ist – im Sinn eines Willy Brandt, der auch „mehr Demokratie wagen“ wollte. Die Linke also kommt in den Medien selten vor, wenn doch, vorzugsweise ungünstig dargestellt – getreu der gefahrenen Linie: ‚Die Linke kann sich in den westdeutschen Ländern nicht verankern; sie bleibt eine ostdeutsche Regionalpartei.’

Dann noch die Piraten, die außer ihrem Kern um Internet und freiem Wissensaustausch noch gar nicht so genau wissen (können), was sie denn wollen – nur: Internet allein reicht für Politik nicht: viele weiße Flecken, die zu füllen sind – frei von ihnen selber oder mittels Mediendruck? – Bleibt abzuwarten (meine guten Wünsche begleiten sie). Dass eher wohlwollend – aber auch mit teils heftiger Kritik, um sie nicht allzu vielen schmackhaft zu machen – in den Medien über sie berichtet wird, hat einen Grund: sie stören (noch?) die etablierten Parteien als Ganzes (in dem egal ist, wer gerade die Regierungsrolle übernimmt) nicht – sind aber attraktiv für Protestwähler und geeignet, von Der Linken Stimmen abzuziehen; in SLH hat es geklappt.

Noch ein Ergebnis lässt erschrecken: eine Wahlbeteiligung von eben mal 60,4%. Die, so vermute ich, ein Gutteil Resignation. Vom Kalb, das willig sich zur Schlachtbank führen lässt.

Übrigens: Albrecht Müller hat seine Wette, die er lieber verloren hätte, nun gewonnen: http://www.nachdenkseiten.de/?p=13127

Wahlthema Schulden

Schulden sind ja, glaubt man einschlägigen Parteipropagisten, irgendwie .. nun ´ja: Igitt; Schulden macht man einfach nicht, sie belasten zukünftige Generationen und was dergleichen Blabla mehr ist. Also was da die ‚Schwäbische Hausfrau‘ ist …

Aber komisch: Unternehmen machen zuweilen Schulden: dann nämlich, wenn sie eine Investition vornehmen, von denen sie zukünftigen Gewinn erwarten; Gewinn, der hoch genug ist, auch die Schulden zu bedienen.

OK: der Staat kann Schulden machen, weil er Geld zum Fenster rauswirft – eine schlechte Idee.

Er kann aber auch für die Zukunft investieren – Straßen und Schienen bauen, die Lehrerausbildung verbessern und so weiter; gibt eigentlich genug zu tun. Teils – wie bei Straße und Schiene – stecken die Geldschulden dann in Sachwerten; hier ist die Bilanzsumme ausgeglichen. Mehr und bessere Lehrer mögen erst mal ‚kosten‘. Doch sie verbessern die Ausbildung der Kinder – damit deren Chancen auf einen gut bezahlten Job, stiften also Nutzen. Straße und Schiene werden auch genutzt; auch als Transportwege für die Industrie – oder damit Berufstätige zum Arbeitsplatz gelangen können. Sollten etwa die, die später den Nutzen haben, nicht auch später dafür – in Form von Steuern – zahlen?

Ein anderes Beispiel: Theater interessiert nicht jeden – wäre also zu fragen: sind Theater Kulturgut? – Die Opern, Operetten, Musicals, Stücke? Wenn ja: auch erhaltenswert? – Nun kann man sagen: soll doch der dafür zahlen, der sie nutzt – was unter 100 Euro je Eintrittskarte dann nicht zu haben wäre, zu hoch für viele, Sollen alle die Möglichkeit haben, ins Theater zu gehen. Müssen die Eintrittspreise niedriger sein – und dass heißt eben Subvention, durch den Staat, aus Steuermitteln (so lange es große Einkommensunterschiede gibt).

Hier ‚zieht‘ ein weiterer Punkt: soll der Staat Aufgaben haben, muss er sie auch finanzieren können. Durch Einnahmen: und die sind nun mal Steuern. Unternehmen etwa profitieren von der allgemeinen Infrastruktur bis hin zu Gerichten, die zu ‚Recht‘ verhelfen – sollen sie für diesen geldwerten Nutzen nicht etwa zahlen? – Und wer ‚besser verdient‘ – verdankt auch dies mit einer Ausbildung, die er nicht zahlte – also darf er diesen Ausbildungserfolg nun mit höherer Steuer nachträglich zahlen; was spricht dagegen?

Was noch die ’schwäbische Hausfrau‘ anbelangt: eine gute Ausbildung ihrer Kinder, die es ‚mal besser haben sollen‘ zu zahlen, würde ie wohl auch Schulden machen, so lange sie diese auch abbezahlen kann.

Merke: Schulden sind nicht automatisch schlecht; manche machen Sinn.

Landtagswahlen

Sind ja nun bald Wahlen, auch in NRW und somit auch in Bielefeld. – Wählen gehen? – Is doch blöd“ krieg‘ ich da zu hören, oder „Ändert sich ja doch nix“. Noch schöner: aus ‚Protest‘ nicht wählen gehen, den Stimmzettel verschmieren (ist dann ungültig) oder ganz ohne Kreuzchen jungfräulich wieder reinschmeißen in die Urne. Na Glückwunsch: da ändert sich dann – NICHTS.

Was macht es schon, dümpelt die Wahlbeteiligung so um die 50% dahin – von denen 30% die Partei XY wählen; sattes Ergebnis. 30% ist überall zu lesen – dabei war’ns mal eben schlappe 15%; interessiert aber keine Sau. Und wählen nur noch 10% – na, dann reichen drei von hundert Stimmenkreuzchen immer noch für’n knappes Drittel.

Wirklich hilft nur eines: ABwählen, und zwar konsequent. Und das g3eht nun mal nur mit wählen, und zwar der Opposition. Und da meine ich nicht die Theatertruppen von Schwarz-Gelb-Grün-‚Rot‘, von denen jeder mit jedem ‚kann‘. Sondern eine echte Opposition. Ob schon im Landtag oder nicht: das ist die Sprache, die diese Bagage auch versteht: weniger Mandate, dazu noch Gegenwind.

Was mir auch zu denken gibt: einige Landtage gibt es ja inzwischen, da hätte die SPD regieren können – aber eben mit Der Linken. Das will sie aber nicht; steigt lieber als Juniorpartner zu der CDU ins Bett – und wird nicht mal vor Scham noch rot.

„Aber ‚die..‘ kann man doch nicht wählen‘, höre ich noch oft. Na und? – Vielleicht bauen die auch Mist – dann hat sich eben nichts geändert, werden die halt wieder abgewählt. Stellen die denn gleich die Regierung? – Oder aber sie machen’s besser. Vielleicht reicht’s aber auch, dass andere Parteien dann ‚verstanden‘ haben.

Eines ist auch klar: WAHLEN allein ändern so viel nicht – da muss, wer Änderung will, sich selber auch bewegen.