Das Siggifest in der NW ohne Schmuddelkinder

Auf dem Stadtteilfest auf dem Siegfriedplatz am Sonntag habe ich mir so eine kleine Visitenkarte mitgenommen, welche bei den Infoflyern bei der Bürgerwache rumlagen. Auf diesen stand, dass es immer aktuelle Berichte über den Bielefelder Westen unter www.nw-news.de/westen zu finden sind. Als ich mir dann die Webseite heute angeschaut habe, war ich schon recht erstaunt über den Bericht. Der die Autorin Julia Autor Rouven muss sich wohl auf einem anderen Fest befunden haben als ich. Ja es gab einen Flohmarkt und der war zuerst so voll und quetschig, weil alle Angst hatten, dass sie die besten Schnäppchen verpassen könnten. Nach einer Stunde war es dann möglich über den Flohmarkt zu gehen ohne von dicken Bäuchen an gerempelt zu werden. Die erwähnten Bands spielten dagegen nur an der Seite und wurden von den meisten als nicht so dolle dieses Jahr empfunden. Was wohl auch daran lag, dass die das sonst organisiert hatten nicht mehr mit dabei waren und die diesjährigen OrganisatorInnen nicht so die MusikexpertInnen waren.

Das Kinderschminken gab es auch, allerdings war da nicht so dermaßen viel Betrieb. Wogegen direkt daneben beim Stand der Roten Hilfe eine riesen Schlange war, weil dort Waffeln verkauft wurden. Aber solche ExtremistInnen dürfen in der NW wohl nicht erwähnt werden. Denn der Verfassungsschutz NRW meint, dass sie böse seien und der Verfassungsschutz hat immer Recht.

16 Gedanken zu „Das Siggifest in der NW ohne Schmuddelkinder

  1. Pronski-Piet

    Solange es noch ohne Hüpfburg und Dixieland-Kapelle abgeht, ist doch alles im grünen Bereich.

    Insgesamt wirkt der Siggi-Hype mittlerweile doch recht provinziell-käseblattig.

  2. textexter

    Vielleicht ist die Festplatte von unserm Rouven sein Notebook voll und er hat es nicht gemerkt?

  3. epsilon

    @Pronski-Piet
    Deswegen stört es mich halt, dass Rouven nicht ein bischen realistischer schreibt. Kritik gehört nun mal dazu und auch wenn die Realität nicht ganz mit dem Selbstbild übereinstimmt.

  4. AndreasK

    Wenn sie Waffeln verteilen und von Kindern sogar mehr gemocht werden als Schminkangebote, dann können sie ja gar nicht böse sein, is ja logisch.

    Danke für den Schmunzler 🙂

  5. NeuBielefelderin

    So sehr lange wohne ich noch nicht in dieser Provinzhauptstadt, also wollte ich da mal gucken. Ich fand die ganze Veranstaltung nahezu unerträglich. Viele Stände mit ganz vielen mülligen Sachen, ganz viele Leute die sich da durchdrängten auf der Suche nach dem Schnäppchen.
    Es lebe die Schnäppchenjägermentalität. Schmuddelige Klamotten, abgetretene Schuhe und ähnliches wurden versucht zu verkaufen. Über allem waberten mächtige Holzkohleschwaden, da alle Ethnien, die in Bielefeld vertreten sind, ihr Zeuges grillen oder frittieren mußten.
    Ja, für Kinder war da auch was aufgebaut, dazu gab es dann kostenlose Realsatire. Sich bekeifende, alternativ gewandete Eltern die sich
    gegeneitig die Minuten zumaßen, wie lange welches Kind auf den Fahrvehikeln zu sitzen hat. Oder aber so Sätze wie. „Finn-Legolas, da mußt Du mal mit dem Norbert(der Erzeuger)drüber sprechen.“ (Das Blag hieß tatsächlich so!)

    Die Alternativmuttis tragen Minirock mit Leggins und winden sich komische Schals um den Kopf. Alternativpappis im üblichen Look: Kariertes Hemd (oder aber ein „witziges“ Shirt) und Cargohose sowie ungepflegte Füße in offener Sandale. Meist schob dann die Familie auch noch ihren gesamten Fahrradbesitz durch das Gedränge. Die dicksten Kinder hatten immer was zu mampfen in den Speckhändchen.

    Beigegewandete Rentner suchen ihr Heil in der Flucht. Da rannte dann auch ganz wichtig Rouven rum, allerdings schreibt das Rouven ja wohl eher ab. . . Die Waffeln der „roten Hilfe“ waren aus allerbilligsten Zutaten gemacht. Ich werde nie wieder zu dieser unsäglich grauenhaften Veranstaltung gehen.

  6. armeneuebielefelderin

    Zieh besser wieder weg. Vielleicht so in den Ruhrpott zu den ehrlichen Menschen.

  7. primula vulgaris

    Ist ja drollig. Wenn man/frau auf ein Stadtteilfest geht, muss doch damit gerechnet werden, dass es sehr urban zugeht. Erstaunlich, wie viel Zeit die NeuBielefelderin offensichtlich trotz der als nahezu unerträglich geschilderten Zustände eben dort verbracht haben muss, um all diese Eindrücke zu sammeln und als repräsentativ zu verifizieren.
    Der NeuBielefelderin mag man angesichts solch schlimmer Zustände in der Provinzmetropole nur einen möglichst baldigen Abflug in entwickeltere und zivilisiertere Regionen dieses Weltalls wünschen.

  8. Happydigger

    Eine gewisse Schratigkeit kann man dem Siggi-Volk aber nicht ganz absprechen.

  9. Herr Müller

    Sagt einer (oder in dem Fall: eine) was Kritisches über Bielefeld und seine Insassen – schon ertönt der Ruf: „Hau ab!“ Ziemlich uncool, liebe Möchtegerngroßstädter.

    Ich finde es hingegen interessant, wie eine Zugereiste diesen Stadtteil erlebt.

  10. Happydigger

    Der Rund-um-den-Siggi-Getue ist schlicht das Provinzielle im Provinziellen, man will es aber nicht wahrhaben.

  11. textexter

    Die Puddingstadt hat ja wenig mehr als nichts zu bieten. Da ist ein gepflasterter Platz mit gemütlich ihre Molle Zischenden schon eine Sensation. Der „neue “ Kesselbrink kriegt der angesichts ARMinia gestundeten – also fehlenden – Millionen nicht einmal ein Café oder überdachte Markthallen-plätze. Er wird ein stinknormaler Platz mit ein wenig Rasen. Halleluja.

  12. notepicker

    Uih, da fühlen sich aber ein paar leute mächtig auf den Schlips getreten. Der Siggi, geradezu Sinnbild städtischer Urbanität, mit den vielen schicken Leuten drumherum. Hier, wo selbst das Fahradschloss von Manufactum ist, da muss es doch einfach toll und hipp sein. Und da kommt jemand hergelaufenes und übt Kritik, unverschämt!
    Früher, in den schönen, alten Zeiten, als es die „Zone“ noch gab, hiess es immer an den Stammtischen, wenn es dir hier nicht passt, dann geh doch nach drüben.
    Die „Zone“ gibt es nicht mehr. Die Stammtische anscheinend noch und mir kommt es vor, als ständen sie jetzt auf dem Siggi.

  13. primula vulgaris

    @Herr Müller
    So ein Blödsinn. Hier bekommt Bielefeld jeden Tag sein Fett weg. Das geht an sich auch in Ordnung. Wer aber so maßlos überzieht, dem kann man halt nur raten, zukünftig lieber die Stadtteilfeste in Steinhagen, Gütersloh oder Blankenese zu besuchen. Ich geh ja auch nicht in die Backfabrik, um anschließend zu maulen, dass das aber alles so billig gemacht sei und das Personal zu viel Migrationshintergrund habe im Vergleich zu Kaffe Knicke.

  14. Rouven

    Oh, da bin ich aber etwas enttäuscht. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass Ihr die NW-Artikel sehr kritisch und genau unter die Lupe nehmt.

    Dann wäre Euch villeicht aufgefallen, dass gar nicht mein Kürzel („rr“) an dem Artikel steht.

    😉

  15. epsilon

    @Rouven,

    sorry die Kritik richtet sich dann wohl an eine Julia 😉
    Habs verbessert.

Kommentare sind geschlossen.