Müssiggang auf dem Siggi

Während ein paar hundert Meter weiter getrommelt, gepfiffen, Gesambat, Gesalsat und bunt flaniert wurde, herrschte auf dem Siggi eher Müssiggang. Wenn nicht diese beiden Till Eulenspiegels jungen Männer einen Rahmen mit Spiegel über die Straße trugen. Fast hätte sich die erst kürzlich von der Fotografin porträtierte und im Laden ausgestellte junge Dame darin gespiegelt. Aber eben nur fast.

Die älteren „Steckerlpieseler“ (Münchner Ausdruck für ältere männliche Biergartenbesucher) unter gelbem Schirm kriegten es nicht mit.

Gefährlicher wurde es schon für unsere erkennbar asiatischen weiblichen Besucher der Metropole, als sie in der gläsernen Rotunde in den Abgrund der kleinsten U-Bahn der Welt fuhren, wo „Siegfrieds Tod“ lauert.

So ist das eben auf dem Siggi, wenn das Nachtens Reste zusammengekehrt auf Abfuhr warten….

Nur mal so. Welche Biermarke präferiert eigentlich unser NW-Rouven, bei seinen „Streifzügen mit Notebook“ im Westen?

4 Gedanken zu „Müssiggang auf dem Siggi

  1. Rouven

    Das „Kellerbier“ aus der Bürgerwache, ungespundet und hefetrüb. Wird an die Insider ausgegeben, die wissen, dass es in Bügelflaschen unter der Theke steht. Und die werden darum auch brav nach dem Genuss wieder zurückgegeben 😉

    1. textexter Artikelautor

      Du gibts also unumwunden zu, im Dienst am Keyboard Alkohol zu Dir zu nehmen?

  2. Altherrenriege

    Das “Kellerbier” trinkt der bewusste Bürgerwache-Konsument stilecht auf dem U4-Bahn-Bahnsteig und demonstriert damit machtvoll einen ideologischen Gegenschlag zur von ihm mit Abscheu betrachteten oberirdischen Straßenbahngastronomie. Der latente Kleinstlokalrassismus auf dem Siggi „Oberstadt vs. Unterstadt“ erhält so eine neue Facette.

  3. Rouven

    Selbstverständlich danach.
    Mit Bier in der Hand werden Tastaturen nicht einmal mehr angeguckt 😉

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