Ach WOBU

Dass unsere „Lieblingszeitung“ mit dem bunten Inhalt aus zerquetschten Autos, Brandwolken, Horrornachrichten und tausenden von Bildern lächelnder Schinkenbrotschmierer, Schützenkönige und Kreismeister derzeit mehr denn je ihre Kohorten zur Akqusition von Anzeigen ausschwärmen läßt, ist ja kein Geheimnis. Die voll bunte Rotation in Senne will bezahlt werden und Altpapier ist teuer.

So liest man heute interessiert von einem durchaus lobenswerten Currys/Burger/Fries-Konzept in der Arndtstraße 8 zu Bielefeld und lobt innerlich die Verknüpfung mit modischen Begriffen wie „Nachhaltigkeit, Umwelt, Welthungerhilfe“. Bis man dann ernüchtert das winzigkleine Wort „Anzeige“ über der ganzen Story „Neue Westfälische Freitag 27. Mai 2011“ entdeckt. Gemacht hat es die Werbeagentur „artgerecht“. So schön. So gut. Aber warum erfährt man nicht inmitten des NW-Anzeigenfriedhofes, der die Idee umrankt, wer die Macher sind. Was sie bewegt. Wie sie aussehen? Schließlich muß man nach dem Ertönen eines „Buzzers“ seine Fries, Currys oder Burger auch selbst an der Theke „frisch vom Koch“ abholen.

2 Gedanken zu „Ach WOBU

  1. mika

    Warum steht in der Anzeige eigentlich mal wieder alles in Englisch?
    Hallo! Einmal Hühnersoup. Dazu Noodles mit Tomatensoße und einen Salad. Als Getränk einen schwarzen Tea. Danke.

    1. textexter Artikelautor

      …weil es so wahnsinig crazy und artgerecht ist. Damit man Hungernden aus Afrika mailen kann: „Here is ein Fries for u. Musste nur noch getten“. KP? (kapiert?)

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