Mit dem Westfalen-Blatt wetten

Etwa ein Jahr ist es her, als sich die deutsche Wirtschaft notgedrungen mit dem Gedanken anfreundete, im Jahr 2009 wohl den wunderschönen Titel »Exportweltmeister« an China zu verlieren. Das Reich der Mitte war zu stark geworden. Mit Riesen-Wachstumsschritten von jährlich zehn Prozent sollte es an den westlichen Industriestaaten vorbeiziehen. So hatte es die Welt erwartet. Und jetzt? Die Experten haben sich offenbar getäuscht. So leicht wie bei den Olympischen Spielen in Peking haben es die Chinesen beim globalen Handel nun doch nicht, sich an die Weltspitze zu setzen. Erstens ist
die deutsche Wirtschaft stärker, als es viele Pessimisten dieser Tage meinen. Im Bereich der Umwelttechnologie etwa ist Deutschland weltweit Marktführer. Zweitens geht die weltweite Rezession auch an aufstrebenden Schwellenländern wie China nicht spurlos vorbei. Zwar kann sich Deutschland für den symbolischen Titel »Exportweltmeister« nichts kaufen. Aber er macht Mut und zeigt, wieviel Potenzial das Land aller Unkenrufe zum Trotz weiterhin hat – auch oder gerade in Krisenzeiten. Die gesamte deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung des Groß- und Außenhandels im nächsten Jahr um etwa 0,9 Prozent schrumpfen. Damit ist der Verband optimistischer als die Institute, die von einem Minus von etwa zwei Prozent ausgehen. Mal sehen, wo wir Mitte des Jahres stehen.

Wetten wir doch einfach mal mit dem Westfalen-Blatt. Ich sage: Knapp 4 Millionen Arbeitslose in der seit langem schon getürkten Statistik und Minus 3% beim Wiwawachstum. Wer bietet mehr, wer weniger?

Ein Gedanke zu „Mit dem Westfalen-Blatt wetten

  1. KRAWALLI

    Jetzt wird also schon gewettet?

    Wie hoch ist denn der Einsatz? Kann ich später die Wettschulden kaufen und als Paket an den „Spekulatius“ weiterverkaufen?

    „Am Ende bleibt immer nur der Ruf nach den Verantwortlichen.“ (Zitat: Peter Sloterdijk)

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