„… die Reihen dicht geschlossen“

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Beim Vertilgen des restlichen gestrigen Wahlsonntagspflaumenkuchens kommen schon mal seltsame Gedanken. Wie war das wohl am 1. September 1939 vor 70 Jahren, als der Reichsfunk und der „Völkische Beobachter“ auch in Metropole und Umland verkündeteten, man „schießt seit 5:45 Uhr“ zurück, nachdem das Deutsche Reich unter Gröfaz und Massenmörder A. Hitler in Wirklichkeit Polen soeben überfiel? Sicher gab es hier in der Geburtsstadt von SA-Held Horst Wessel jede Menge hochgerissene rechte Arme: „3 Liter, 3 Liter, 3 Liter“ unter Absingen des Horst-Wessel-Liedes „… die Reihen dicht geschlossen“. Ja, das waren sie in Bielefeld. Sehr dicht sogar. Die Mitläufer, Adabeis, Wichtigtuer und Emporgeschwemmten scharten sich um ihre SA – und SS-Schwachköpfe. „Die Baddei hat immer recht“. Klar, da brauchte man nicht zu denken. Auf in den Krieg. Sah dann wohl ungefähr so aus:

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Geht heute nicht mehr? Aber ganz klar geht das. Am Hindukusch werden von deutschen Soldaten keine Brunnen gebohrt sondern Krieg gespielt. Ein Kriegsminister namens Jung trommelt mit Hilfe von Sozen und Grünen (Welch seltsame Allianz) und verbaler Unterstützung durch die bis gestern Abend Wahlende „Mächtigste Frau der Welt“ gemäß der Forderung eines gewissen Herrn Obama, dessen abgespilitterter „Can“-Glanzlack schon ziemliche Risse hat für mehr menschliches Kanonenfutter da unten.

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Da lob ich mir doch den friedlichen Blick hinüber zur Hünenburg. Auch 70 Jahre nach dem Überfall auf Polen sind deutsche Soldaten für sehr zweifelhafte Ziele weltweit unterwegs, wird ein „Terrorszenario“ aufgebaut, das es so ganz sicher nicht gibt und werden die Augen verschlossen vor einem NPD-Anhänger, der jede Menge sturmreife Munition gelagert hatte. Aber bekanntlich sind Deutschland und seine „führenden“ Politiker traditionell auf dem rechten Auge nahezu blind. Die SchäubleMerkelJungsche Strucksche Inszenierung des „Kampfes gegen den Terror“ läßt sich dank der rechten „bürgerlichen“ Kampfpresse eben besser aufführen. Wird Zeit, das „Horst – Wessel – Lied“ wieder zu erlauben. Wäre Bielefeld dann erneut ziemlich vorne dran?