Edeka nach Heuschreckenart

„Tiefschwarze Zahlen“, so der Vorstands-Chef der Edeka-Hamburg, schrieb 2006 die Bielefelder Marktkauf-Gruppe. Verwundert reibt man sich die Augen, wenn man weiter über die Edeka-Tochter liest, sie sei aber „nicht so profitabel wie der sonstige Edeka-Einzelhandel“. Klar, ist ja auch Großfläche. Und dann der Hammer: vermutlich kostet die Denkweise – Richtung „Konzernumbau“ – der Edeka-Kaufleute, denen die Edeka-Gesamt gehört, hier in Bielefeld rund 500 Menschen den Job. So wird dann der Lebensmittel-Verticker, der einst als „Weißer Ritter“ zur Abwehr der Übernahme der Marktkauf-Gruppe durch Andere ins Haus geholt wurde und die Lebensmittel-Distribution übernahm, nachträglich zur Heuschrecke. „Tante Emma“. wie Edeka früher genannt wurde, hat jetzt Kapitalismussensen an den Ellenbogen. Oder hat das mit der stets beschworenen Globalisierung zu tun, die auch im fernen China Lebensmittelverkäufer für 1 Euro die Stunde schuften läßt? Eher wohl nicht. Es ist schlicht und einfach „maximiertes Gewinnstreben“. Oder auf gut Deutsch: Den Rachen nicht vollkriegen…..