Schwarzgelbbraun ist die Rütti-Nuß

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Dem Minipräses von NRW, Jürgen Rüttschers, muß angesichts der Umfragen vor der kommenden Wahl der Arsch dermaßen auf Grundeis gehen, daß er die letzten Ultrakonservativen aus ihren Löchern lockt. Jetzt gehts ums „Deutsche Liedgut“. Statt Hiphop sollen seine Landsleute wieder „Deutsches Liedgut“ schmettern. Mann, Mann. Und die Lehrerschaft soll mitziehen. Jürgen, laß stecken. Übertragen auf das Konzert von Eros Ramazotti in Halle, das sich über 6000 Leute anhörten, klänge dann sein „Adesso tu“ in der hochmittelalterlichen Rüttgers-Übersetzung textlich so:

Geboren an den Rändern der Peripherie
wo die Straßenbahn nicht mehr weiter fährt
wo das Lied volkstümlich ist
und es einfacher ist zu träumen
als der Realität ins Gesicht zu schauen.

statt:

nato ai bordi di periferia
dove i tram non vanno avanti più
dove l’aria è popolare
e più facile sognare
che guardare in faccia la realtá

Seltsam. Wenn Ultrakonservativen die ohnehin äußerst spärlichen Ideen vollends ausgehen, ziehen sie die völkische Karte. Dann ist plötzlich Deutsch angesagt und „heimisch“. Rütti, geh heim. Deine Zeit ist schlicht und einfach um. Darauf ein:

„Wenn wir erschwindeln klimmende Höhen
Zwergvagabunden sind wir, ja wir“.

(Was damals eine akademische Aufsichtsratperson aus dem Kunstbereich in den galoppierenden Wahnsinn trieb)