Sensation: Seilbahn auf die Sparrenburg

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Bielefeld-Marketing, allgemein auch als „Hort überbordender Kreativität inmitten provinzieller Denkweise“ bezeichneter Think-Tank der Region, wird am morgigen 1. April einen Jahrhundertwurf präsentieren: Eine Seilbahn auf die Sparrenburg. Klammheimlich sind bereits vom Startpunkt Kunsthalle bis hinauf aufs Rondell die drahtigen Seile gespannt worden. Am morgigen Festtag des Till Eulenspiegel wird OB David mitsamt den Honoratioren der Metropole nach langem Schlaf und ausgiebigem Frühstück mit Pickert und Westfalenbrause die erste Gondel besteigen und gen Burg schweben. Zeitgleich erhebt sich der Choral „Ein feste Burg“ auf der Orgel der Kirche von St. Nicolai und die Bielefelder Schulen haben den Eleven frei gegeben, um längs der Trasse in den altmittelalterlichen Jubel „Hi Bielefeld allwege“ auszubrechen. Aufgrund der finanziellen Lage der Stadt sind Fähnchen in rotweiß, Arminen-gegen-den-Abstieg-Schals und belegte Brötchen selbst mitzubringen. Heissa, das wird ein 1. April unter der Burg mit den Sparren. Otti Doettker plant, das Ereignis mit einer Sonderedition „Ofenfrische“ im schrägen PaprikaMozzarella-Design zu belegen.

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