Noch ist Hagemann-Weitermachen leicht diffus

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Das Insolvenzverfahren über Opel-Hagemann wird am 1. Februar eröffnet. Es soll aber wohl weitergehen, wenn auch mit 30 Mitarbeitern weniger und auf verkleinertem Geläuf.

Ein kleiner Check der größten Händler brachte am heutigen Samstag wenig Erbauliches. Auch da, wo eigentlich kleine, preiswerte Fahrzeuge anlocken sollen und die „Umweltprämie“ oder „Abwrackprämie“ eher greift, sah es eher mau aus zwischen den Halden von neuen Fahrzeugen. Aber die Bundespropaganda wird uns schon noch „Menschenmassen beim Abwracken“ vorgaukeln. Da bin ich ziemlich sicher. Außerdem ist das Gesetz mal wieder – wie bei der Groko üblich – mit einer löchrigen Nadel gestrickt. Was ist zB. mit über 9 Jahre alten Fahrzeugen, die auf ein Elternteil zugelassen waren, aber von SohnTochter gefahren wurden und kurz vor dem Danaergeschenk der grandiosen Politik umgeschrieben wurden? Das Fahrzeug behält sein Alter, aber der Anspruch auf die Zwofünf ist weg?

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4 Gedanken zu „Noch ist Hagemann-Weitermachen leicht diffus

  1. blitzmerker

    Wenn schon meckern, dann bitte konstruktiv. Wie hätte man den bitte schön diesen und andere weit hergeholte Fälle ohne byzantinische Komplexität des Gesetzestextes berücksichtigen sollen? Was ist denn, wenn der Sohnemann in seinem Kämmerlein mit alten Autos handelt, und ihm ständig „Freunde und Verwandte“ ihre PKWs überschreiben?

    Die AWP ist so oder so für den Allerwertesten, die Gründe dafür wurden hier und andernorts schon ad nauseam diskutiert.

  2. Onkel Otto

    Rundum-Experte Büser hats im WDR verraten, wie es am besten läuft:

    Den 9jährigen selber beim zertifizierten Autoverwerter anbieten, unter Verweis auf den Wert der Teile einen ordentlichen Preis (z.B. 1200 bis 1500,-) rausholen, sich die „Verschrottung“ ordnungsgemäß bescheinigen lassen, beim Autohändler alles mitnehmen, was an Rabatten drin ist (bis 30 %, hart verhandeln) und sich dann die 2500,- dazuholen. So billig, so Büser sinngemäß, kommt man nie wieder an einen Neuwagen (oder Fastneuwagen, Jahreswagen zählen wohl auch)

  3. anowl

    Am Samstag morgen bleibt mir der Frühstücksbissen im Halse stecken, als ich lese, dass Hagemann lustig so weitermacht. Ich bin eine Insolvenz-Geschädigte und kann es kaum glauben: Mir nimmt man mein Geld und meinen Gebrauchtwagen um mir dann 3 Tage später zu sagen, man wäre insolvent und hätte das nicht kommen sehen (wen´s interessiert: habe dazu am 09. 12. und am 14.01. hier getextet).

    Auf dem Weg, dann doch noch zu meinem Recht zu kommen erlebe ich Haarsträubendes! Bin ich denn die einzige Dumme, die sich hat vertrösten und belügen lassen?? Da packt mich doch die Wut.

  4. textexter Artikelautor

    Anzeige gegen 1. Insolvenzverwalter. 2. gegen Geschäftsführer Hagemann. Sie werden kichern, haben aber viel Arbeit. Schweine brauchen auch Bewegung…..

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