„Völkischer Beobachter“ auferstanden?

Kai Diekmann, Chefredaktor der BILD, Eleve eines Bielefelder Gymnasiums mit hehrem Anspruch und als Jugendlicher in der Geburtsstadt Horst Wessels (NSDAP-Größe, „Horst-Wessel-Lied“) aufgewachsen, redigiert das immer mehr zum deutschen Hetzblatt Nr. 1 mutierende Springer/Bertelsmann-Blatt mit den balkigen Überschriften wie ein Schülerzeitungsredakteur. „Schwarz/weiß, Dagegen/dafür“. Holzschnittartig hämmert er jetzt der Nation ein, wer wirklich schuld an der Niederlage des hessischen Ex-Dominators Roland Koch bei der Landtagswahl war: „Die Linken“. Flugs werden die stets zu diesen Gelegenheiten bemühten bezahlten ExpertenSchwachköpfe aus den TV-Magazinen bemüht, die vor dem aufkommenden Menetekel warnen. Nicht an die eigene Nase fassen ob seiner vom Bürger abgestraften Politik ist angesagt, nein, man sucht und findet seinen Prügelknaben. Gleich zwei deutsche Mistjournaillen erwachen in Diekmanns Denkwelt des kleinen Zeilenschreibers zu alter Größe und Vorbild: „Völkischer Beobachter“ und „Neues Deutschland“. Wer „Die Linke“ in Niedersachsen und Hessen gewählt hat, ist nach Diekmannscher Diktion (zum Glück ist der Kohl-Biograph kein journalistischer Maßstab) ein „Schwachkopf“, ein „Brunnenvergifter“, ein „Chaosverursacher“. Klar, wer sich die Seite 1 von der soeben vom Bundespräsidenten mit dem „Großkreuz des Bundesverdienstordens“ beladenen Kanzleuse (Wofür? Na einer muß doch für den Zaun in Heiligendumm, die verschärften Hartz-Gesetze, die Europaverfassung gegen die Völker, usw. geehrt werden, wenn das Volk das schon ablehnt) in den morgendlichen Block diktieren läßt, der kann nicht anders. Oder ist Diekmanns Kai typisch für das Denken der Menschen in der Metropole unter der Sparrenburg? Ich frage ja nur …….

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