Grüne Logik

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Wie bizarr die Partei „Die Grünen“ bisweilen argumentiert, ist bekannt. Aber in der Bielefelder Ratsfraktion ist nun die dreifache Quadratur des Kreises über einer ausgehebelten Wurzel 3. Grades gelungen. Die Partei „sieht es als ein Gebot der Integration an, dem Antrag der Türkisch-Islamischen Kulturvereins zu entsprechen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Worum es geht? Immer noch um den Bau eines Minaretts neben der Vatan-Moschee an der Windelsbleicher Straße in Brackwede. Umkehrschluß: Die Mehrheit der Anwohner möchte den 20 Meter hohen Turm, der für die Ausübung der Religionsübungen nicht zwingend notwendig ist, nicht. Die Türkisch-islamische Gemeinde kann sich aber nur integrieren, wenn dieser Turm da steht. Oder? Sorry Freunde, gehts noch? Laut Bauamt sei das „keine politische Entscheidung“ sondern es gehe nach Baurecht. Ja wonach denn auch sonst? Das sieht aber an dieser Stelle nichts vor…… Folglich sollte man dem Willen der Mehrheit der Anwohner folgen. Den zu ergründen, ließe sich leicht mit einer Umfrage nachhelfen. Vielleicht geht dann auch eine Integration ohne Minarett. Wir wollen hier nicht die unselige Diskussion über eine Kirche an der Detmolder Straße aufgreifen, die derzeit zu einer Synagoge umgebaut wird…

3 Gedanken zu „Grüne Logik

  1. Aha

    Was soll das? Mal abgesehen vom Inhalt und dem Meckern über die Grünen – mit der Argumentation gegen ein Minarett vom Verfasser dürfte in Deutschland wahrscheinlich auch kein Handymast aufgestellt werden – den will nämlich auch kein Anwohner.

  2. anjatanja

    Da fordert jemand in seinem Beitrag ganz simpel eine demokratische Mehrheitsauseinandersetzung und was schreiben Sie? Ihr Beitrag ist Meilenweit am Thema vorbei. Ich sehe da auch kein „Meckern mit den Grünen“ sondern eine Anmerkung über die Grünen in Bielefeld. Wir könnten die Diskussion aber auch bis Hamburg ausdehnen…..

  3. Benu

    Dieser (mittlerweile) veralterte Artikel geht auch meiner Meinung nach gewaltig am Thema vorbei. Ich persönlich verstehe nicht, warum es immer nur um den (Nicht-)Bau von Minaretten geht. Ein solches Minarett ist für viele ein wichtiger Bestandteil dieser Religion und es sollte im Rahmen der Gleichberechtigung von Religionen erlaubt sein, solange andere Vorschriften (wie bspw. das benannte Baurecht) nicht verletzt werden. Mich fragt schließlich auch niemand, ob es mich stört, wenn ich nach einer kurzen Nacht am Sonntag durch die Kirchenglocken um die Ecke wachgerüttelt werde. Wenn man anfängt Minarette zu verbieten, dann verstehe ich nicht, was dann Kirchtürme hier noch zu suchen haben, liegt der Unterschied doch allein darin, dass über ein Minarett eine menschliche Stimme zu hören ist und über einen Kirchtum Glockengeläut. Beides ist hoch und meist über weite Entfernung zu hören.
    Aber da zeigt sich mal wieder eine (wie ich persönlich finde) typisch deutsche Einstellung: Was der Bauer nicht kennt…
    Dieses Land ist aus einer christlichen Kultur heraus aufgewachsen und Kirchtürme werden daher als „normal“ gesehen.
    Wer also gegen ein Minarett ist, der sollte sich fragen, ob er auch etwas gegen Kirchtürme hat.

    Abschließend -was ich durch dieses Beispiel sagen eigentlich sagen wollte- möchte ich sagen: wenn man sich schon um eine Mehrheitsauseinandersetzung bemühen möchte, dann sollte auch der Grund für die jeweilige Entscheidung herausgefunden werden und im Sinne der Gleichberechtigung betrachtet werden (bspw. Bauern- und Kirchturmvergleich).

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