Oh. Frau Merkel „rügt“

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Man sollte doch meinen, der wandelnde Hosenanzug hätte ob der grandiosen innenpolitischen und EU-Probleme daheim genug zu tun. Nein, da wird noch mal besserwisserisch und „mahnend“ eine Schippe draufgelegt. Sie „rügt“ das Urteil gegen den Herrn Chodorkowski, seines Zeichens ehemaliger Milliardär. Flugs wird aus dem Mann, dem eigentlich seine eigene sehr dicke Brieftasche recht nahe war, eine Art „Widerstandskämpfer für die Bürgerrechte“ gemacht. Himmelnochmalkrutzitürken. Lassen Sie Pfoten aus den Angelegenheiten von Nicht-EU-Ländern, Madame!

Aber die Dame fand ja auch schon „S21“ ziemlich klasse. Was wir von ihr nicht behaupten können. Wann steht die nächste Party mit Finanzjongleur Joe Ackermann an?

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Da sich die verunglimpfenden und beleidigenden Mails in den letzten Wochen extrem häuften, ist das eine Phantasie-Mailadresse. Wer mich erreichen will, weiß auch wie.

3 Gedanken zu „Oh. Frau Merkel „rügt“

  1. Dougan

    Ich fasse es nicht und fasse mir an den Kopf. Die Risikoscheue macht einen auf Margret Thatcher? Hammer. 🙂

  2. primula vulgaris

    Naja.
    Aufgrund der räumlichen Nähe, der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung darf, nein müssen den führenden PolitikerInnen unseres Landes eine halbwegs funktionierende Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Russland wichtig sein.
    Immerhin benennt die Merkel den Fall. Ihr Vorgänger GAZ-Gerd hält den Putin doch bis heute für einen lupenreinen Demokraten (oder habe ich etwas nicht mitbekommen), während seine Sozen sich jetzt schnell von ihrem ehemaligen Vorsitzenden und Bundeskanzler zu distanzieren versuchen. M.E. ziemlich peinlich, dass sie so lang dafür benötigt haben.
    Ob dem Chodorkowski seine eigene Brieftasche besonders nah war oder nicht, ist doch gar nicht die Frage. Es geht darum, dass er wie jeder andere Bürger dort ein ordentliches, rechtsstaatliches Strafverfahren verdient hat und nicht so einen Willkür-Akt.

  3. notepicker

    Putin ist genau so ein lupenreiner Demokrat wie Ägyptens Präsident Mubaqrak, Saudi Arabiens König Abdullah Al Saud, Kosovos Premier Hashim Taci und Afghanistans Präsident Hammid Karsai, letztere beiden Macht Merkel sogar durch Bundeswehrsoldaten sichert.
    Ob das Urteil gegen Chodorkowski ein Akt der Willkür ist, würde ich mir nicht zutrauenn zu beurteilen, nur auf Grund der Berichte unserer journalistischen Großhirne. So gibt die Korrespondentin des WDR ganz offen zu, die Urteilsbegründung nicht verstanden zu haben, weil der Richter zu schnell gelesen habe.
    Übrigens: Was sagt unser aller Kanzlerin eigentlich zu den hunderten von Menschen, die nun schon fast zehn Jahre in Guantanamo gefangen gehalten werden, ohne fairen Prozess, ja ohne überhaupt eines Verbrechens angeklagt zu sein? Ach ja, ich vergass, die sind ja Gefangene unserer Verbündeten den lupenreinen Demokraten in den USA.

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