Die Festung Bielefeld

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Jaja. Ich weiß. Es war im Nachhinein eine Schnapsidee, mal schnell quer durch die Metropole nach Herford zu fahren. B 68: Hundertschaft grün Gewandeter bildet Straßensperre. Die Hälfte davon den Finger am Abzug der Kalaschnikow (Eigentlich: Heckler & Koch. Ein Exportschlager). Gelangweilte Polizistengesicher in weiblich und männlich. Herforder: dito. Detmolder: dito. Ich verkniff mir beim langsamen Vorbeidefilieren die Frage, warum von rund 100 Beamten um die 50 eine Kalaschnikow im Anschlag haben. Ist der gesuchte Ausbrecher mit einer großen Gruppe unterwegs? Dazu dann noch die halbstündliche hektische Stimme im WDR mit Wasserstandsmeldungen, Hubschrauber die kreisen und aufgeregt jagende Polizeiwagen.

Was macht dieser paranoide Staat eigentlich, wenn da mal gleich ein Dutzend ausbrächen und schwerbewaffnet wären? Die Antwort gab ich mir ob dieses dramatischen Sonnenuntergangs auf der elend langen Rückfahrt selbst: Demnächst gibts niegelnagelneue Marder-Pänzerchen. Die werden ganz sicher unter Herrn de Maiziere und dem arg schleudernden „Politsuperdupistar“ KTvzG nicht nur in irgendeinem Wüstensand eingesetzt gegen angebliche Taliban, die „hochexplosiven“ Dieseltreibstoff aus festgefahrenen Tanklastzügen klauen wollen. Die stehen dann locker links und rechts der B 68, Detmolder, Herforder, Lipper Hellweg und am Hauptbahnhof.

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4 Gedanken zu „Die Festung Bielefeld

  1. textexter Artikelautor

    Der hätte denn doch zu weit ins Detmolder Nirwana getragen.

  2. rainman

    Um entlaufene Häftlinge zu finden, bietet es sich doch an, den Spürpanzer Fuchs einzusetzen. Schäuble hätte das gemacht!

  3. blitzmerker

    Kalaschnikow von Heckler&Koch? Haben die Russen das lizensiert? Und ist das Original nicht billiger?

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