Hochbegabt ..

Offenbar nach allerneusten Erkenntnissen von Vorvorgestern wird in Bielefeld „Hochbegabtenförderung“ schon im Kindergarten betrieben, wie letzte Woche die NW unter „

Begabung rechtzeitig erkennen“ titelte (http://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/bielefeld/7183357_Begabung_rechtzeitig_erkennen.html?em_index_page=5). Da werden dann Lehrer und Erzieher ‚fortgebildet‘, Eltern ’sensibilisiert‘ und Materialien angeschafft. Es kommt boch dicker: „Im globalen Wettbewerb brauchen wir Hochbegabte …“ zitiert die NW Dr. Ulrich Hüttemann vom Vorstand der Familie-Osthushenrich-Stiftung, die das Projekt unterstützt. Da gibt denn auch der Bielefelder Sozialdezernent Tim Kähler seinen Senf dazu (Zitat NW): >> „Der Übergang von der Kita in die Grundschule spielt eine der wichtigsten Rollen beim Start in die Bildungsbiographie eines kleinen Menschen.“ Dabei gelte es, Begabungen richtig und rechtzeitig zu erkennen, auch und besonders in „nicht ganz bildungsnahen Schichten“. Denn rund zwei Prozent aller Kinder in jedem Kita-Jahrgang seien hochbegabt.(Hervorhebung von mir) <<

Nein, ich weiß nicht, wie diese Förderung in der Kita tatsächlich aussieht; mit deren Darstellung belästigt uns die NW ja nicht, deren Berichterstattung sich in den Ergüssen der Hauptdarsteller erschöpft. Und ja: es ist ein Skandal, wenn hoch intelligente Kinder wegen Lernbehinderung an eine Sonderschule überstellt werden – ein Skandal, weil es eine Schule zeigt, deren Aufgabe es offenbar ist, Kinder zu uniformierten Lernkonsumenten zu erziehen, statt deren individuelle Entwicklung zu fördern. Was dann dabei heraus kommt, erlebte ich mit meinem Sohn: in Mathematik sackte er ab, ein Test ergab: ihm fehlten Grundkenntnisse. Dabei war er doch vorher so gut in diesem Fach: was war geschehen? – Ja, er war gut gewesen; hatte kapiert, worum es ging, kaum das der Lehrer ausgesprochen hatte. Der aber wiederholte seine Erklärung – für die, die’s nicht gleich verstanden hatten: langweilig .. Und wiederholte noch ein weiteres Mal: ätzend! – So schaltete der Junge ab.. Auch aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr ich lernen wollte. Und dann kam ich endlich tatsächlich in die Schule … Wie sang noch Hildegard Knef: „Von nun an ging’s bergab ..“.

Neuere Erkenntnisse der Neurologie zeigen: Jedes Kind kommt hochbegabt zur Welt; ja, es hatte schon mal ein um 1/3 größeres Gehirn – doch die Überkapazität war, da nicht benötigt, bereits bei der Geburt wieder abgeräumt. So sind dann noch ganze 2 Prozent ‚Hochbegabte‘ – die es schafften, ihre Begabung trotz Erziehung und Schule zu erhalten – ein erbärmliches Ergebnis: 98 Prozent waren gehindert, ihre Begabungen zu entfalten!

Ideologie schwingt mit: was sind ‚die Besten‘? – Worin? – Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei; ein ‚Team‘ aber braucht Verschiedenheit, nicht ‚hohe‘, sondern besondere, individuelle Begabungen und Fähigkeiten, nur so entstehen Synergieeffekte, braucht seelisch gesunde Menschen statt hochgezüchteter Psychopathen in Wirtschaft und Politik, braucht Gemeinschaft.

Nein, ich weiß nicht, wie diese Förderung in der Kita tatsächlich aussieht; mit deren Darstellung belästigt uns die NW ja nicht, deren Berichterstattung sich in den Ergüssen der Hauptdarsteller erschöpft. Und ja: es ist ein Skandal, wenn hoch intelligente Kinder wegen Lernbehinderung an eine Sonderschule überstellt werden – ein Skandal, weil es eine Schule zeigt, deren Aufgabe es offenbar ist, Kinder zu uniformierten Lernkonsumenten zu erziehen, statt deren individuelle Entwicklung zu fördern. Was dann dabei heraus kommt, erlebte ich mit meinem Sohn: in Mathematik sackte er ab, ein Test ergab: ihm fehlten Grundkenntnisse. Dabei war er doch vorher so gut in diesem Fach: was war geschehen? – Ja, er war gut gewesen; hatte kapiert, worum es ging, kaum das der Lehrer ausgesprochen hatte. Der aber wiederholte seine Erklärung – für die, die’s nicht gleich verstanden hatten: langweilig .. Und wiederholte noch ein weiteres Mal: ätzend! – So schaltete der Junge ab.. Auch aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sehr ich lernen wollte. Und dann kam ich endlich tatsächlich in die Schule … Wie sang noch Hildegard Knef: „Von nun an ging’s bergab ..“.

Neuere Erkenntnisse der Neurologie zeigen: Jedes Kind kommt hochbegabt zur Welt; ja, es hatte schon mal ein um 1/3 größeres Gehirn – doch die Überkapazität war, da nicht benötigt, bereits bei der Geburt wieder abgeräumt. So sind dann noch ganze 2 Prozent ‚Hochbegabte‘ – die es schafften, ihre Begabung trotz Erziehung und Schule zu erhalten – ein erbärmliches Ergebnis: 98 Prozent waren gehindert, ihre Begabungen zu entfalten!

Ideologie schwingt mit: was sind ‚die Besten‘? – Worin? – Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei; ein ‚Team‘ aber braucht Verschiedenheit, nicht ‚hohe‘, sondern besondere, individuelle Begabungen und Fähigkeiten, nur so entstehen Synergieeffekte, braucht seelisch gesunde Menschen statt hochgezüchteter Psychopathen in Wirtschaft und Politik, braucht Gemeinschaft.

 

 

5 Gedanken zu „Hochbegabt ..

  1. HRH

    @ Marianne:
    Gute Frage! … AUSRADIERT! … Von wem auch immer.

    Und dazu dies: „“Du hast nicht die erforderlichen Rechte, um auf diese Seite zuzugreifen.” Ausgesperrt!

  2. background

    Sorry, notepicker, dass sich auch dieser Kommentar nicht auf deinen Beitrag bezieht, aber wenn ich ihn hier poste, kann ich wenigstens sicher sein, dass er nicht gelöscht wird.

    Ich finde die Frage interessant, warum und von wem HRHs Weihnachtsbaum ausradiert wurde.

    Wer macht sowas?
    Und warum?

    Ich halte gar nichts vom Ausradieren. Und wenn sich schon jemand berufen fühlt, zu radieren, dann gibt es aus meiner Sicht viel lohnendere Ziele.

  3. TomTom

    @HRH

    dein witzloser Nadelbaumartikel war erst der Anfang…
    Als nächstes kommen Nazi-Dougans schwachsinnige Beiträge dran.
    Und adfire nimmt das billigend in Kauf, ach was, die sehen mir beim Radieren wohlwollend über die Schulter.

  4. herostratos

    Hallo admin,
    gib uns den Weihnachtsbaum zurück. Aber subito!:-)

Kommentare sind geschlossen.