Paaaaaaaaartyyyyyyyyy statt vernünftiger Politik?

Glamour mit Guido und Gutti

Schwarz-gelbe Show statt mausgrauer Macht: Die deutsche Politik wird wieder bunt. Guttenberg und Westerwelle bringen Strahlkraft zurück in die Politik – nun wäre noch zu klären, ob sie an Franz Josef Strauß‘ legendäre Eskapaden anknüpfen können. Quelle: Spiegel online

Wie komme ich blöder Hund denn bloß darauf, daß Politik zunächst einmal dazu da zu sein hat, die Rahmenbedingungen für alle 82 Millionen Einwohner dieses Landes vernünftig zu schaffen? Oder andersrum: Wie beknackt oder degeneriert ist ein „Journalist“ eigentlich, der solch einen gequirlten Mist schreibt? SPIEGEL ist nicht umsonst die BLÖD für das leicht gehobene Prekariat und davon haben CSU und FDP wohl offensichtlich mehr als genug Mitglieder. Freuen wir uns auf Polit-Openair-Parties mit Gutti in Lederhosen und Westerwelle im Brioni. Wenn diese beiden Provinztrottel „Glamour“ sind, dann ist Bielefeld ab sofort Paris!

Auf „ad-sinistram“ fand sich eine ziemlich erschütternde – weil so exakt analysierte und auf den Punkt gebrachte – Analyse der jetzigen hochgeschwemmten kleinen gelben Regierungspartei („Iiiiiiiiiiiiichh? Iiiiiiiich hab den Westerwelle nicht gewählt“. ASch, wer denn dann? Aber den kleinen Gummistiefel-Napoleon mit dem vollen Haar hatte ja auch niemand gewählt. Bis der die Füße des Volkes so richtig abschnürte für seine Auftraggeber, die Bosse). Daraus ein kurzer Auszug:

Was die Freien Liberalen ansprechen, das sind die niedersten Beweggründe des Menschen. Sie verklären jeden sozialen Gedanken, tun ihn als Schwärmerei ab, krönen ersatzweise die Gier, den zur Egomanie verkommenen Individualismus, den abgewinkelten Arm zum Sinn des Daseins. Junge Menschen, in eine Welt geworfen, die sich freigemacht hat von ideelen Werten, die nur Titel, Konten, Posten wertig sein läßt; junge Menschen, die in ein Leben geworfen wurden, durch das verelendete Massenmedien leiteten, das von mangelnder Nutzwert-Bildung flankiert wurde, in dem die voll entfaltete Oberflächlichkeit der Konsumgesellschaft regierte, sind gefundenes Fressen für die technokratischen Leistungsbotschaften jener Partei. Sie spricht Menschen dort an, wo der Verstand verstorben ist, erklärt ihnen, dass sie sicherlich zu denen gehören werden, die auf der Seite der Starken logieren, auf jener Seite, von der man auf das kleine elende Häufchen der Schwachen hinabspucken darf.

„Selbstsucht als Lebensziel“. Unsere Nachbarn, die über ihre Sender RTL-Gruppe und ihre Medien das Volk minütlich weiter verdummen, können sich ob dieser Steilvorlage der weiteren Verwandlung Deutschlands in eine Partymeile und ein Beklopptenkabinett gar nicht so schnell freuen, wie sie es gerne täten. Aber da würden selbst solche Geier und Charakterlosen kollabieren.

5 Gedanken zu „Paaaaaaaaartyyyyyyyyy statt vernünftiger Politik?

  1. omega

    Westerwelle hat die Antwort schon längst gegeben.
    „Mit dem Anspruchsdenken ist jetzt Schluß.“

    Das gilt für die Qualität des Journalismus ebenso wie für die Helligkeit der Strahlkraft.

  2. textexter Artikelautor

    Ich wäre dafür, den 18-Prozenter sofort heilig zu sprechen.

    „Guido + Gutti“. Zwei Gesichter, ein einzig dummes Grinsen fürs Volk.

  3. rainman

    Heiligsprechungen erfolgen immer erst nach dem Tod des/der Betreffenden.

    Ist das mal wieder ein unmoralischer Aufruf, textexter?

  4. textexter Artikelautor

    🙂 Würd ich doch niemals nie machen. Guy d´Eau ist doch ein Supertyp. Man darf nur nicht hingucken, wenn er spricht, nicht zuhören, wennn er sich in Unterstufenenglisch versucht und schon gar nichts glauben, was er so von sich stakkatiert. Ansonsten find ich den schon große Klasse, frankiert von Madama Pieper, den Herrn Brüderle und Solms und dem Herrn Nebel, sorry Niebel. Wie sagte von der Leyen im WDR „Die von der Leyens“?: „Wir haben die Stones eingeladen, den Herrn Münte und die können dann unseren anderen Gästen von der Tigerentenkoalition schon mal erklären, wie das ist, in vier Jahren abgewählt zu werden“.

    Freuen wir uns, wenn Guido endlich da dillettiert, wo er ja immer hin wollte. Was GAZgerd die Stäbe des Bonner Kanzleramtes waren, das ist dem Guido nun das Auswärtige Amt in Berlin. Wird ja oft weg sein, der Bub. Saudi-Arabien, Great Britain, Eierland, JuessAhhhh, Virgin-Islands. Mist nur, er wird noch mal die VHS besuchen müssen. Leistungskurs „Pidginenglish“. Allerdings kommt er mit Templins ganzem Stolz, die ja gradezu auf die politischen Laufstege der Welt berufen ist, ins Gehege, wenn sie sich in den Regierungsfliegern wie weiland der sich selbst überholende Gelbpulli Genscher, entgegenkommen. Aber sie können sich ja aufteilen: Endski macht bis Grönland rüber, Guido die Plätze, wo er noch nie war. Und das sind mindestens ebensoviele wie damals bei Endski. Mittlerweile weiß die ja, wie man bei einem U-Boot die Klappe oben zumacht und abtaucht.

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