Westfalen-Blatt: Ostwestfalen doch Idioten

Nachkarten ist zwar schlechter Stil, aber es scheint etwas dran zu sein: Ostwestfalen = Idioten. Rheinland und Ruhrgebiet haben offenbar stets die bessere Lobby, ob es nun um Zuschüsse für Projekte und Bauwerke geht, oder eben darum, als Stadt die Spiele einer Weltmeisterschaft im Frauenfußball ausrichten zu dürfen. Durchsichtig sind die Entschuldigungen von DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, man habe die Bielefelder (und auch die Magdeburger) Bewerbung »aus rein regionalen Gründen« ablehnen müssen. Wahr ist: Der Fußballverband Westfalen hat sich gegenseitig blockiert, im Hintergrund mögen die politischen Kräfte, die nur vordergründig die Bielefeld-Bewerbung unterstützt haben, kräftig Lobbyarbeit betrieben haben. Bei Leverkusen hatte die DFL nämlich noch etwas gut zu machen: Die Stadt hatte bei der Männer-WM 2006 in die Röhre geschaut. Und – welche Überraschung – die Zahl der Gastgeberstädte wurde von acht auf neun aufgestockt. Ob Bielefeld, wie sich so mancher erträumt hat, durch die Frauen-WM weltweit berühmt geworden wäre, das sei dahingestellt. Für die Region aber wäre es gut gewesen, hätte es doch gezeigt, dass Ostwestfalen an einem Strang ziehen kann, wenn es um etwas Wichtiges geht. Die Grundstimmung war positiv. Ostwestfalen = Idioten. Ohne eigene Schuld. Schade!

Nein. Nicht „die“ Ostwestfalen in toto sind Idioten. Sondern die, die sich hinstellen und lauthals „für diese Region“ Marketing machen, tönen und große Sprüche klopfen. Dietmar Hopp kauft eben nicht nur Fußballer für seinen Sinsheimer Dorfclub TSG Hoffenheim und dessen dünsthäutigen Ex-Schalker Trainer Rangnick sondern auch manchmal einzelne DFBler. Was sonst hat WM-Fußball in Sinsheim zu suchen, fernab jeglicher Traditionen? Armer Dr. Zwanziger, erst ihre Auftritte mit der „Perle der Uckermark“. Jetzt das….. Meinen Respekt haben Sie seit heute gänzlich verloren.

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