Metropole wird keine Frauenfußball-WM-Stadt

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Hans-Rudolf Holtkamp ist dennoch entspannt und optimistisch. „Wir haben einen guten Eindruck beim Organisationskomitee hinterlassen. Sie haben gesehen, dass in Bielefeld Stadt und Verein an einem Strang ziehen.“ Zweimal war das Komitee des DFB in Bielefeld, um sich ein Bild zu machen von Stadion und Stadt. Die Bilanz fiel beide Mal positiv aus. „Außerdem haben wir in Bielefeld schon bewiesen, dass wir große Veranstaltungen stemmen können“, sagt Holtkamp. Der oberste Stadtwerber verspricht sich von dem Ereignis internationales Renommee für Bielefeld. Das sagte unser Oberstadtmarketer vor der Vergabe der Spielorte heute in Anwesenheit der Perle der Uckermark Dr. Angela M. Doch es kam ganz anders:

Leverkusen, Bochum (lacht nicht über die kleine graue Stadt), Sinsheim (ja, lacht nicht. Das Stadion ist grad erst im Bau. Ungefähr 50 Hopp-Millionen richten es), Augsburg (lacht nicht, der Bau ist noch nicht mal begonnen), Dresden (lacht nicht, der Bau ist noch nicht einmal begonnen), Frankfurt, Berlin,Mönchengladbach, Wolfsburg (lacht nicht, da stecken die Millionen des komischen Autobauers drin) heißen die Spielorte. Bielefeld und Magdeburg gingen leer aus.

Da verkneif ich mir jetzt mal einen Kommentar. Aber so wirklichkeitsfremd wie offenbar der Oberstadtmarketer agiert, so wird diese immerhin zwölftgrößte deutsche Stadt eben wahrgenommen. Sinsheim, Bochum, Leverkusen und Wolfsburg haben da einen ganz anderen Stellenwert. Und Bielefeld spart 2 Millionen. Euro. In gewisser Weise ist es aber auch eine Imageniederlage der Arm. BI, die so viel Kohle in den Ausbau des Stadions gesteckt hat.

5 Gedanken zu „Metropole wird keine Frauenfußball-WM-Stadt

  1. Onkel Otto

    Frankfurt wird vielleicht abspringen … da könnte noch was gehen. Vielleicht haben die Bielefelder ja gesagt: „Schaut auf diese Stadt und ihren Klassenerhalt!“

  2. Fußballfan

    Wenn man auf Spiegel online liest, welches dünnhäutige Theater der in Sinsheim beheimatete Hopp-Club macht, wird einem schon klarer, warum ausgerechnet das Kuhkaff Sinsheim WM-Spiele bekommt. Wir lesen:

    TSG-Pressesprecher Markus Sieger setzte sich an den Schreibtisch und verfasste ein Schreiben an den „Sehr geehrten Herrn Maroldt“, in dem er zu den Anwürfen Stellung nahm und die zu zerstreuen suchte: „Es ist natürlich richtig, dass Ralf Zwanziger bei 1899 Hoffenheim den Frauen- und Mädchenfußball, übrigens sehr erfolgreich, koordiniert. Es mag für Sie den Anschein einer „Klüngelei“ geben, aber: Denken Sie in der Tat, dass die Herren Hopp und Zwanziger es tatsächlich nötig haben, sich auf dieses Niveau zu begeben? (…) Herrn Hopps Wunsch war es frühzeitig, auch Frauen- und Mädchenfußball zu fördern und nicht nur den Jungs eine sportliche Perspektive zu geben. Auf dieser Basis bewarb sich Ralf Zwanziger“, heißt es dort unter anderem.

    Ach ja. Hoffenheim hier, Hopp da. Kohle hier, Kohle da. Schwupps hat man WM-Fußballspiele in einer Region, die mit Spitzenfußball eher nichts anfangen konnte.

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