BI gut versteckt im kommunalen Gebührenmittelfeld

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Um schlappe 8,2 Prozent ist die Abwassergebühr in Bonn im Vergleich zwischen 2008 und 2009 gestiegen. Das ist eigentlich schon ärgerlich genug. Doch es geht noch schlimmer: Die Gebühren könnten eigentlich gesenkt werden und zwar um satte 25 Prozent, erklärt der Bund der Steuerzahler NRW (BdSt NRW).

Bereits zum 18. Mal hat der Verband alle 396 Kommunen zu ihren Abwasser- und Abfallgebühren befragt. Zugleich wurden die Haushaltspläne einiger Kommunen unter die Lupe genommen. Aus dem Bonner Etat geht folgendes hervor: 2009 wird die Stadt 66,16 Millionen Euro Abwassergebühren einnehmen. Der Gesamtaufwand für die Abwasserentsorgung beträgt laut Haushaltsplan jedoch nur 48,06 Millionen Euro. Sprich: Die Stadt erzielt einen Überschuss von 18,1 Millionen Euro, das sind 27 Prozent der Gesamtgebühren. Ohne Not könnte man in Bonn die Gebühren also um mehr als ein Viertel reduzieren.

Die Metropole versteckt sich im Gebühren-Riesenzahlenwerk da, wo sich Bielefeld immer versteckt: Im unauffälligen Mittelfeld.