Wer nicht zahlen kann, soll auch nicht leben

„Arme gehen seltener zum Arzt“ Unter dieser Überschrift berichtete die Bunte aus Sennestadt heute, dass sich arme Menschen schlichtweg den Weg zum Arzt wegen der Praxisgebühr und diverser Zuzahlungen gar nicht mehr leisten können. Und das in einem der reichsten Ländern der Erde.

Diese Tatsache scheint aber nur von untergeordnetem Interesse zu sein. Ist diese erschütternde Nachricht meiner Lieblingsheimatzeitung doch nur eine kurze Notiz wert, während sich auf Seite 2 ein grosser Bericht mit der zukünftigen Organspenderegelung auseinander setzt.

Nun ist es sicherlich aller Ehren wert, wenn über Organspenden in Politik und Bevölkerung breit diskutiert wird, um einen Weg zu finden „Gegen das Sterben auf der Warteliste“ (wie der Artikel überschrieben ist).

Wo aber ist der grosse Artikel, die fette Überschrift, für die Menschen, die sterben müssen, ganz einfach deswegen, weil ihnen die nötige ärztlich Versorgung vorenthalten wird weil sie arm sind? Menschen? Nein,  Menschenmaterial (im Neusprech human recources) minderer Qualität, das sich unsere Gesellschaft nicht mehr leisten kann.