Bünemanns „Gesichtswahrung“

Joachim Bünemann, ostwestfälischer SPD-Poilitiker und vom Landgericht Detmold wegen „Vorteilsnahme“ zu einer Geldstrafe von EUR 7800 verurteilter Noch-Vorsteher des Landesverbandes Lippe soll, geht es nach dem Willen seiner hiesigen Mitgenossen, „auf einen Posten wechseln, wo er halbwegs das Gesicht wahren könne“ (NW Neue Westfälische Zeitung von heute).

Ttstststs. Nehmen wir mal an, ein Abteilungsleiter einer Firma XY hat zu Lasten seines Unternehmens Freunde und Kinder zu Parties eingeladen, die er dann nicht bezahlt. Was passiert? Gesicht wahren? Da kriegen die Hühner das große Lachen. Mit Schimpf und Schande ab zu den wunderbaren Weiden im Staate Hartz IV, ein mieses Zeugnis und ein – für allemal weg vom Fenster.

Man darf sich wirklich nicht wundern, wenn die Mehrheit der Bevölkerung angesichts der Seilschaften, Machenschaften und Kungeleien gewisser Kreise keine Lust mehr auf Politik oder Wahlen hat. Was wiederum die stärkt, die öffentliche Ämter für ihre Zwecke mißbrauchen.