Sensation: Lusthansa plant Darmgasantriebe

Wenn nicht gerade der isländische Vulkan Eyjafjallajökull den Luftverkehr behindert, ist das Flugzeug als Verkehrsmittel unentbehrlich. Doch für viele Menschen wird der Aufenthalt an Bord zur Qual: Sie leiden unter Blähungen. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern – umgeben von anderen Fluggästen – auch besonders unangenehm. Schnelle Hilfe gegen die Beschwerden können rezeptfreie Präparate aus der Apotheke bieten. Luft im Bauch ist normal: Pro Mahlzeit bilden sich bei der Spaltung der Nahrung etwa 1,5 Liter Darmgase. Die Menge entspricht in etwa der Füllung eines Luftballons. 1,3 Liter davon werden über die
Darmschleimhaut ins Blut transportiert und abgeatmet, der Rest verlässt den Körper durch den Darmausgang. Im Flugzeug allerdings ist der Luftdruck geringer als am Boden. Folge: Die Darmgase dehnen sich um 40 Prozent aus, es entstehen vermehrt Blähungen. Deshalb kann es hilfreich sein, bereits zum Essen rezeptfreie Präparate wie Lefax extra Lemon Fresh einzunehmen. Das Mikrogranulat ist gerade auf Reisen praktisch, da es ohne Wasser eingenommen werden kann. Es löst sich schnell im Mund auf und gelangt feinstverteilt in den Darm. Dort löst der Wirkstoff Simeticon die eingeschlossenen Luftbläschen auf und stoppt eine weitere Schaumbildung. Der Wirkstoff wird nicht ins Blut aufgenommen, sondern anschließend unverändert wieder ausgeschieden.

Anscheinend eine ganz normale Presse-PR-Meldung für ein Antiblähbauch-Präparat. Sowas wie das unsägliche, die Werbeminuten Abends verstopfende, löffelnd zu inhalierende Activia. Wenn da nicht aus gewöhnlich völlig uninformierten Kreisen behauptet wird, die Lusthansa plane die Umstellung ihrer Langstreckenjets auf Darmgasantrieb. Die mehr als 500 Passagiere fassenden A 380 seien dafür besonders geeignet. Jeder Passagier bekommt eine von Lagerfeld designte Kluft mit genau passender „Sammelbox“ und einem Schlauch rückwärtig vor dem Start. Die Schläuche werden zentral in das Speichersystem eingeschleust. Vor dem Start geben die Purser pro Person fünf kleinere Dosen Bonduelle Kidneybohnendosen aus, die umgehend gelöffelt werden müssen. Auf ein erneutes Kommando des Kapitäns Hans Dampf müssen alle Passagiere gleichzeitig Schub geben. Wie von der Tarantel gestochen, schiebt der Airbus an und hebt ab. Während des Fluges ist Weiterlöffeln der Bohnen angesagt. Einziges Problem: Der Flieger zieht eine breite Duftwolke, den sogannten Duftstream, hinter sich her. Deshalb gibt es besondere Luftstraßen. Aber auch das wird man bald im Griff haben, denn ein Bielefelder Unternehmen für Geruchsfilter arbeitet daran. Dann soll der Jet auch Start – und Landeerlaubnis in Windelsbleiche haben.

Neulich grüßte ein Witzbold die Crew mit einem lustigen: „Pup ab“. Er wohnt im Outback der Metropole in einem Örtchen, das Helpup heißt.

Ein Gedanke zu „Sensation: Lusthansa plant Darmgasantriebe

  1. ranman

    Interessante Idee, textexter. Es bleiben allerdings ein paar Fragen offen.
    – durch welchem raffinierten Trick werden Fürze in Kerosin verwandelt?
    – verstößt das Verteilen von Kidneybohnendosen nicht gegen alle Sicherheitsrichtlinien?
    – wird den Fluggästen in der business-class ein anderer Treibstoff angeboten z.B. Eisbein mit Sauerkraut?
    – warum sollte der Duftstream ein Problem sein? Ich rieche sowas gerne. Wenn ichs könnte, würde ich mir den Duft auf Flaschen ziehen. Aber leider habe ich nicht erfolgreich Jura, Atomphysik oder Theologie studiert, wie manche andren user hier.

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