Schwarzes Loch am Niederwall

Per Streetview durch den Niederwall: Wo Stadttheater und Rathaus stehen, klafft ein riesiges schwarzes Loch. Vielleicht auch ein weißes. Kann mir bitte mal jemand erklären, was dieser Schildbürgerstreich mit Datenschutz zu tun hat? Darf ich jetzt auch nicht mehr das Bielefelder Rathaus fotografieren und ins Netz stellen?

7 Gedanken zu „Schwarzes Loch am Niederwall

  1. sky

    ??? Wo in Deutschland gibt es schon Street View? Glücklicherweise meines Wissens noch nirgends. Und von mir aus kann das auch gerne so bleiben. Lesen Sie einfach ein paar unabhängige Medien. Finde es müßig, Ihnen hier Grundlagen des Datenschutzes beizubringen.

  2. herostratos

    was gibt’s denn da zu erklären, wenn Du Deinen Voyeurismus befriedigen willst-es müsste noch viel mehr Löcher geben, um sich vor solch gierigen Augen zu schützen…bin immer wieder erstaunt, wie bereitwillig die Schafe auf ihre Schlächter zugehen-es wird langsam Zeit, dieser Google-Krake die Tentakel zu stutzen…!

  3. blitzmerker

    http://www.bielefeld.de/de/rv/ds_stadtverwaltung/dsb/goo/

    Es handelt sich hier um einen Widerspruch „aus Prinzip“, der allerdings rechtlich nicht unbedingt bindend ist.
    Politiker setzen sich gerne für den Datenschutz ein, wenn es nichts kostet und nicht die eigenen Pläne bezüglich Viedoüberwachung, Onlinedurchsuchung, Millionenblitzer, Bewegungsprofile via Mautbrücken etc. angetastet werden.

    Und auch, wenn es vielen hier nicht gefällt: StreetView ist eine interessante und vielleicht in Zukunft sogar nützliche Technologie. Einfach mal ausprobieren (z.B. London ansehen).

  4. Palmstroem

    @blitzmerker: Genau so isses.

    Interessanter Nebenaspekt für mich: Die Street View-Ablehner, die ich bisher in echt kennengelernt habe, wussten gar nicht, was das ist. So wirkt halt der Populismus von CSU-Aigner & Co.

  5. Peter Mahlmann

    Der Verweis auf den Datenschutz greift hier nicht. Jedermann kann im öffentlichen Raum fotografieren, solange nicht Einzelpersonen prägend im Bild sind. (Bei normalem Google-Geknipse sind Personen fast nie prägend im Bild. Sie werden darüber hinaus noch verunschärft.)
    Es ist sogar häufig nützlich, wenn man Domizil-Adressen bedeutender „Weltunternehmen“ als solche entlarven kann. (Selbst schon erhellende Erkenntnisse gehabt: Filialadresse eines börsennotierten Unternehmens war 1-Familienhaus. Solche „Ansichten“ können Geld sparen. Es gibt einige, die etwas gegen solche Transparenz haben.)

  6. sams

    Wer hier schreibt, Google Street ist harmlos, hat scheinbar keine Ahnung, was „personenbezogene Daten“ sind, und dass er nicht ohne Grund ein Recht auf „informationelle Selbstbestimmung“ hat. Ein Recht, dass man mit Bedacht auch in Anspruch nehmen sollt und das Google am liebsten ganz auszuhebeln versucht.
    Besonders, wenn die eigene private Behausung über einen Sichtschutz (Zaun, Hecke) hinweg mit der auf Höhe von 2,90 m angebrachten Kamera von Google ausgespäht wurde, also von einem Standpunkt, der Einblicke ermöglicht, die auf normaler Sichthöhe nicht zu bekommen sind.
    Google musste in Japan 20 Städte neu ablichten aus einer niedrigeren Kameraperspektive…

  7. textexter

    Wir sind gespannt, wie Krakchen google unseren Widerspruch behandelt. Deutschland braucht einfach weiße Flecken, solange bis Angela Murkels Butze alleine in Berlin steht. Ist doch alles „harmlos“. Klar, waren Mauer und Stacheldraht auch.

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