Der Mai wird kommen

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Gelber Blumenkontent? Klar. Muß an diesem Tag vor dem 1. Mai 2010 sein. Symbolisch. Ein schicksalshafter Monat wird anbrechen. Mit brennenden Autos („Ohhhhhh diese extremistischen Chaoten“), einer NRW-Wahl zwischen Pest, Cholera und Schweinegrippe, zu der wir hier mal grad unsere Prognose abgeben und einer Hauptversammlung bei Arm. Bielefeld:

CDU 36.5 %
SPD 34%
FDP 6,9%
Grüne 12,5%
Linke 6%
Sonstige 4,1 %

Wahlbeteiligung: 56%. Stärkste „Partei“: Die Nichtwähler.

Schauen wir mal, was unsere geliebte ARD per Infratest Dimap vorhersagt:

Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl ist der Wahlausgang in Nordrhein-Westfalen offen. Die CDU kommt in der Sonntagsfrage der ARD-Vorwahlumfrage auf 37,5 Prozent der Stimmen. Die SPD erreicht 33 Prozent. Die FDP kommt auf 7,5 Prozent, die Grünen erreichen 12 Prozent. Die Linke liegt bei 5,5 Prozent. Damit hätten weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün eine Mehrheit der Stimmen.

Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD-Tagesthemen von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche 1.000 Wahlberechtigte in Nordrhein-Westfalen telefonisch befragt. Von den nach der Wahl denkbaren Koalitionen wird Rot-Grün am besten beurteilt. 47 Prozent sind der Meinung, dass eine rot-grüne Koalitionsregierung aus SPD und Grünen gut für Nordrhein-Westfalen wäre. 39 Prozent finden, eine große Koalition aus CDU und SPD wäre gut für Nordrhein-Westfalen. Eine Fortführung der schwarz-gelben Landesregierung aus CDU und FDP bewerten 35 Prozent als gut für NRW. Nur 23 Prozent finden, eine schwarz-grüne Koalition aus CDU und Grünen wäre gut für Nordrhein-Westfalen. Eine rot-rot-grüne Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei wird noch schlechter beurteilt. Nur 17 Prozent finden, dass dieses Bündnis gut für NRW wäre. Fast zwei Drittel der Nordrhein-Westfalen (64 Prozent) sind der Ansicht, die SPD sollte grundsätzlich ein Bündnis mit der Linken ausschließen. 29 Prozent finden, dass die SPD eine Koalition mit der Linken ernsthaft prüfen sollte, wenn sich nach der Wahl eine entsprechende Mehrheit ergibt. In der Direktwahlfrage liegt NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gleichauf mit seiner Herausforderin Hannelore Kraft. Könnten die Nordrhein-Westfalen den Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich 41 Prozent für Jürgen Rüttgers und ebenfalls 41 Prozent für SPD-Chefin Hannelore Kraft entscheiden.

Aha. „1000 Wahlberechtigte telefonisch befragt“. Darunter ist sicher niemand, der seinen Anschluß fürs Telefonbuch gesperrt hat, ausschließlich – wie viele junge Leute – per Handy telefoniert und auch sonst schwer an den Festanschluß zu kriegen ist. Was sagt uns das über die „repräsentative Aussage“? Kannst vergessen. Wie den Hamburger SV. Der hat nicht nur Bruno Labbadia verloren sondern gestern Abend im Halbfinale auch die Europaliga. Dumm gelaufen und eine Parallele zu Arm. Bielefeld. Der präsidilale Lautsprecher, der alles richtig macht, heißt da Hoffmann….

Avanti Dillettanti. Die Nacht wird lang. Jetzt werden erstmal Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, England, usw. per Scheckbuch auf unsere Steuerzahlerkosten gerettet. Damit die Spekulanten und die Bankkasinos ruhiger den 1. Mai erwarten können.