Schweinegrippe als Unterdrückungsinstrument?

Der amtierende WHO-Generaldirektor für Gesundheitssicherheit, Keiji Fukuda, teilte in Genf nach einer Sondersitzung einer Expertengruppe mit, dass die Alarmstufe auf Rang 4 angehoben wurde und jetzt sogar auf die zweithöchste Stufe 5. Gleichzeitig wurden viele Stimmen laut, die die angeblichen Todesfälle stark relativierten. Was ist da wirklich los?

Sehr schnell entschieden sich die Experten zu diesem Schritt, obwohl kein einziger schwerer Krankheitsverlauf, geschweige denn ein Todesfall ausserhalb Mexikos bekannt wurde. Zusätzlich entschieden sie sich dazu, die Definition der Warnstufen kurz vor der Bekanntmachung zu ändern, das heisst, zu verschärfen. Dadurch können schneller verschärfte Vorsorge- und Koordinierungs – massnahmen ergriffen werden.

Stufe 4 bedeutet Übertragung des Virus vonTier auf Mensch und von Mensch zu Mensch und warnt vor grösseren Menschenansammlungen. Auch wurde das Kriterium für die folgende Stufe 5 neu formuliert. Sie soll künftig ausgerufen werden, wenn sich das Virus in mindestens zwei Ländern einer Weltregion anhaltend verbreitet – wie es aktuell in Mexiko und den USA droht. Selbst wenn die meisten Staaten in diesem Fall nicht betroffen wären, soll Stufe 5 ein „starkes Signal“ schicken, dass eine Pandemie unmittelbar droht und die Vorbereitungsmaßnahmen dringend abgeschlossen werden müssen – bevor die höchste Stufe 6 erreicht wird, der Ausbruch in mehreren Weltregionen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich die Anzahl der wissenschaftlich bestätigten Fälle weltweit auf 75 erhöht. 40 in den USA, 26 in Mexiko, 6 in Kanada, 1 in Spanien und 2 in Schottland – hier handelt es sich nicht um Todesfälle, alle Fälle hatten einen leichten Grippeverlauf aufgewiesen. Mexikos Gesundheitsminister José Ángel Córdova nannte zwar die Zahl 149 Tote, ließ aber zunächst offen, ob alle Opfer – die meisten zwischen 20 und 50 – mit dem mutierten Virus H1N1 infiziert waren.
Felipe Solis, der Archäologe, der Präsident Obama bei dessen Staatsbesuch am 16.April in Mexiko-City durch das Museum geführt und ein paar Tage später verstorben war, angeblich an Schweinegrippe, ist offenbar an einer Lungenentzündung verstorben.

Man brauche sich keine Sorgen machen. „Die Gesundheit des Präsidenten ist nicht in Gefahr.“ meint der Regierungssprechers des Weissen Hauses, Robert Gibbs. Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei 1614 Erkrankten um Verdachtsfälle!
Das Robert-Koch-Institut meldet auf seiner Webseite keine neuen dramatischen Entwicklungen.

Auch auf der Startseite des Auswärtigen Amtes findet man nur die Erklärung: „Auch in den USA wurden mehrere Patienten mit Verdacht auf „Schweinegrippe“ untersucht. Die dortigen Krankheitsverläufe waren allerdings eher mild und entsprachen weitgehend „normalen“ Grippeerkrankungen“. „Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Mexiko wird derzeit dringend abgeraten“ so das Auswärtige Amt.

Für den genau beobachtenden Bürger ist die Einstufung auf Rang 4 nicht so recht nachvollziehbar, obwohl die Pressemeldungen in Zeitung und Rundfunk die Gefahr einer Pandemie herauf beschwören und nicht deutlich die Unterscheidung zwischen Verdachtsfällen und wissenschaftlich bestätigten Fällen herausstreichen. Und immer noch bleibt die Frage offen über die unterschiedlichen Verläufe der Krankheitsbilder in Mexiko und in den anderen Ländern. Es müsste geprüft werden, ob die Todesfälle durch den Schweinegrippevirus in Mexiko, die wissenschaftlich bestätigt wurden, durch zusätzliche gesundheitliche Risikofaktoren begünstigt wurden.

Mit der Ausrufung der Warnstufe 4 wird vor grossen Menschenansammlungen gewarnt, da hier erhöhte Ansteckungsgefahr besteht.
Was das für die Protestkundgebungen und Demonstrationen bedeutet, dürfte jedem klar sein. Morgen ist der 1.Mai, ein traditioneller Tag mit vielen Aktionen und Kundgebungen. Wir werden sehen, wie weit die Bundesregierung bereit ist, die Warnungen der WHO vor grösseren Menschenansammlungen in der Praxis umzusetzen. Verbal als Empfehlung für den Einzelnen oder mit Verboten der Veranstaltungen.

Ich werde das Gefühl nicht los, daß wir nach der „Finanzkrise“ einer neuen, noch größeren Verarsche unterzogen werden. Mit Massenhysterie und Angst lassen sich ganze Völker wunderbar sanft „regieren“. Sprich „unterdrücken“.

Zu diesem ganzen, an sich schon unglaublichen Vorgang gibt es eine Dokumentation auf „Radio Utopie“, in dem auch die drei Bielefelder „Fälle“, die sich im nachhinein als stumpfe Panikmache herausstellten, eine Rolle spielen.

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