DSDS – Das Symposion der Sparrenburg

Als ich am Mittwoch in den Einzugsbereich von Radio Bielefeld kam, hörte ich doch glatt, wie man dort über die Sparrenburg sinnierte.

Was die sich alle vorgenommen haben, naja, da musste sich Bielefeld erst von Anderen anhören, was für eine tolle und wohlerhaltene Burg wir haben, die dem Stadtkern so nahe ist, wie keine Andere. Die Einzige in ihrer Art, jedenfalls in Norddeutschland, so musste man hören. Ein seltenes Stück was wir da haben und nicht wirklich eingebunden in das Stadtmarketing. Was wir schon alle wussten und unseren Gästen von weit her immer zuerst zeigten, die Sparrenburg nämlich, geht wohl so langsam in den Kopf der Marketing(un)experten hinein. Warum jetzt erst mit 100% Einstellung dahiner stehen? Und warum muss erst ein Symposion, wenn doch für viele „Außerstädtische“ schon jetzt klar ist, wir haben ein Schmuckstück mitten in der Stadt, zentrumsnah, vermarktungstechnisch optimal, gemacht werden … ich glaube es liegt nicht an der Burg, die kann nichts dafür, ich glaube es liegt an der Stadt und deren Köpfe. Null Bock? Null Ahnung? Null Kompetenz? Aber ein fürstliches Gehalt? Wer weiß das schon.

„Über ein Gesamtkonzept für die Sparrenburg ging es jetzt auf einem Symposion mit über 60 Denkmal- und Naturschützern, Marketing- und Tourismusexperten. Das Ziel dabei: die Burg soll in Zukunft ein Kultur-, Natur- und Erlebnisort werden. Dabei sollen auch die Bürger ihre Vorstellungen über die Sparrenburg einbringen können. Außerdem soll ihnen die Burg durch Führungen nähergebracht werden.“ So hörte man im Radio, nachzulesen auch auf deren I-Net-Seiten.

7 Gedanken zu „DSDS – Das Symposion der Sparrenburg

  1. textexter

    Boah eh, wenn Hans-Rudi H. das liest…. Dabei fallen denen doch so tolle Sachen ein. Wenn erwiesene Schlafmützen über eine Stadt herrschen und sich aber selbst für den medial hofierten Nabel des Geschehens halten, kann ja nichts dabei herauskommen. Solange es wichtiger ist, des Guttis Ritterschlag an den CDU-OB-Kandidaten zu feiern, wird Kritik hier nicht stattfinden.

  2. textexter

    Drehen tun sie sich nur dann, wenn ein paar bestimmte Personen – es sind immer die gleichen Namen – Vorteile davon haben.

  3. Ausgebürgter

    Für was ist eigentlich neulich das BI-Marketing ausgezeichnet worden? Für was?

  4. Peter Mahlmann

    Sehr merkwürdig, dass ausgerechnet Marketingexperten glauben sollen, ein uraltes Bauwerk sei ein idealer Kristallisationspunkt für die moderne Positionierung einer Stadt. Bietet die Sparrenburg denn irgendein Identifikationspotential? kulturelle Highlights? Weist sie den Weg in eine Zukunft? Macht sie das Leben attraktiv? Leider immer nein. Was sind das für Experten, die ein altes Gebäude als USP ausrufen, nur weil es gerade in der Landschaft steht? Werden die von Münster, Dortmund und Hannover bezahlt?

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