Was sagt Barbara* dazu?

Beim zweiten Durchgang des Zentralabiturs in NRW hat es mehr Probleme gegeben als bislang bekannt. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post (Mittwochausgabe) unter Berufung auf den Philologenverband in Nordrhein-Westfalen. Es gebe immer mehr Beschwerden aus den Gymnasien über die schriftlichen Abiturprüfungen, schreibt die Rheinische Post. Die Prüfungen seien etwa in Mathematik, in den naturwissenschaftlichen Fächern, in Erziehungswissenschaften und in Niederländisch so umfangreich, dass auch die guten Schüler reihenweise Probleme bekommen hätten, zitiert
die Zeitung den NRW-Philologenverbandschef Peter Silbernagel.

Die Aufgabenstellungen waren nach Einschätzung vieler Lehrer in naturwissenschaftlichen, aber auch in sprachlichen Fächern deutlich länger als im vergangenen Jahr. Im Biologie-Leistungskurs etwa hätten die Schüler Seiten Material sichten müssen, um sich dann für die Bearbeitung von zwei von drei Aufgaben zu entscheiden. Für diese Auswahlphase seien 30 Minuten vorgesehen. Dies sei zu knapp, so der Philologenverband. Der Philologen-verband befürchtet nun, dass auf die Schulen eine Welle von so genannten Abweichungsprüfungen zukommt. Sie werden fällig, wenn die Abiturnote von der Vornote um vier Punkte (eineindrittel Note) abweicht. Um dies zu verhindern, fordert der Philologenverband von Schulministerin Barbara Sommer (CDU), gebenenfalls die Bewertungsgrundlage für die Benotung zu ändern. Dies sei in den sprachlichen Fächern weniger problematisch, in den
naturwissenschaftlichen aber nicht ohne grünes Licht aus dem Ministerium machbar.

* Barbara Sommer, NRW-Schulministerin aus Bielefeld.