Vom Umgang mit dem Steuerbürger

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Beamte denken anders, handeln anders und haben ihre eigene Logik. Ein Fall behördlicher Schildbürgerei geht derzeit nicht nur durch die Bielefelder Gazetten. Es handelt sich um den 57 jährigen Bernd Hanel, der seine 22.000 Euro Schulden – darunter auch Verbindlichkeiten beim Finanzamt – mittels eines durchdachten Planes tilgen wollte. Alle Gläubiger stimmten zu. Das Finanzamt nicht. Der Arbeitgeber entließ den Kraftfahrer verärgert, stellte ihn aber später mit Nettobezügen unter der Pfändungsgrenze wieder ein. Zwangsläufig gehen die Gläubiger leer aus, weil die Pullunderträger von der Steuerfront nicht rechnen können. Aus ihrer Sicht könne er „mehr bezahlen“. Ach ihr lieben Sesseldrücker. Wäre es nur ein Einzelfall, man könnte Bernd H. bedauern und zur Tagesordung übergehen. Ist es aber leider nicht, sondern Ausdruck einer grandiosen Borniertheit und Weltfremdheit. Das Verbraucherinsolvenzgesetz sollte auch für diesen Fall gelten, immerhin hat man keinen Aufschrei seitens des Finanzamtes gehört, als seinerzeit Lars Windhorst seine 80 Mio. Schulden auf ein paar Kröten zusammenstrich…..

Aber wie ist das bei beamteten Tätern? Niemand klagt sie an. Niemand greift sie. Niemand zieht sie für Fehlentscheidungen zur Rechenschaft……