So gehts weiter an der Obersee-Schlammfront

Zum Thema „Obersee-Entschlammung“ gibt die Stadtverwaltung der Metropole bekannt:

Ein schlammfreier Obersee und ein leise plätschernder Johannisbach unterhalb des Seekruges sind die Ziele, denen das Umweltamt in diesem Jahr deutlich näher kommen will. Gut für die Ökologie der Gewässer und gut für die Attraktivität des Erholungsgebietes.

Im November letzten Jahres mussten die Bauarbeiten für die Spülpolder wegen starker Regenfälle unterbrochen werden. Ab Mittwoch, 7. Mai, wird die Baustelle am Jerrendorfweg voraussichtlich wieder in Betrieb genommen. Zwei Raupen, ein Bagger und ein Personalcontainer werden dazu angeliefert. Wie das Umweltamt mitteilt, werden die Spülpolder je nach Witterungsverlauf etwa Mitte Juni funktionsbereit sein.
Danach kann die Entschlammung mit einem Saugbagger beginnen. Etwa 120.000 Kubikmeter Schlamm müssen gelöst und mit Wasser verdünnt in die Polder gepumpt werden. Nach der Abtrennung der Feststoffe fließt das Überschusswasser in den Johannisbach.

Die Entschlammungsaktion wird etwa bis zum Jahresende dauert. Sie beginnt am Nordufer, wo die Spundwand für die Abtrennung von Johannisbach und Jölle auf etwa ein Kilometer Länge gerammt wird. Ab Juli wird der Kampfmittelräumdienst die Trasse in 1,5 m Teilschritten sondieren, um sicherzustellen, dass nicht Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg zu einer tödlichen Gefahr bei der Niederbringung der Spundwand werden.

Die Bezirksregierung in Detmold hat mitgeteilt, dass die beantragten Fördermittel für die Bypasslösung bereitstehen. Für den Monat Mai wird der offizielle Förderbescheid in Aussicht gestellt. Erst dann darf mit den Ausschreibungen begonnen werden. Im ersten Schritt werden die Baustraße von der Talbrückenstraße und die Ertüchtigung der Brücke über den Johannisbach in Angriff genommen. Mit der Fertigstellung kann nach derzeitiger Kalkulation im November gerechnet werden.

Mit dem Rammen der Spundwand wird nach Angaben des Umweltamtes erst im Frühjahr 2009 begonnen. Dies hat nach Aussage des Amtes zwei Ursachen: der erst für Mai avisierte Förderbescheid des Landes und der angespannte Weltstahlmarkt. Inzwischen ist mit etwa 20 Wochen Lieferzeit für die Stahlprofile zu rechnen. Bei Frosttemperaturen ist das Rammen der Spundbohlen nicht möglich, weil das Material zu spröde wird und die Bohlen sich nicht mehr wasserdicht verbinden. So ergibt sich zwangsläufig ein Baubeginn im Frühjahr 2009.

2 Gedanken zu „So gehts weiter an der Obersee-Schlammfront

  1. mika

    hmm… ich dachte die sind da schon fertig! *lol
    Wollte bei schönem Wetter demnächst da mal hin und gucken. Wird ja toll, letzten Jahre eher vergammelt, jetzt 2 Jahre Baustelle. Jaja… die liebe Bürokratie…

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