Globalisierung einmal anders

Werbeflyer citibank, türkisch

Weite Teile der Metropole wurden heute mit Werberamsch der „citibank“ beglückt. Soweit nicht ungewöhnlich, nur ist das Machwerk bis auf die Anschrift komplett auf Türkisch abgefasst. Nun könnte man sagen, egal, muss ich den Quatsch wenigstens nicht lesen. Allerdings klingen noch die Worte des geschätzten Ministerpräsidenten Erdogan in vielen Ohren, der vor einigen Wochen bei seinem Besuch in Deutschland interessante Thesen über „Assimilation“ und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vorbrachte. Während unsere Volksvertreter über Integration nachdenken und Islamgipfel veranstalten, ist die globalisierte US-Finanzwirtschaft jedenfalls schon einen Schritt weiter und betrachtet ganze Straßenzüge als kulturelle Enklaven, in denen man auf Deutsch niemandem mehr einen Ratenkredit andrehen kann.

2 Gedanken zu „Globalisierung einmal anders

  1. Xaverl

    Das ist schon richtig. Wir müssen uns integrieren und türkisch lernen. Deutsch wird abgeschaft. Nur noch denglisch ist zusätzlich erlaubt. Und in einigen südlichen Landesteilen wird eine für alle unverständliche Sprache gesprochen.

    De san des gweht und do kon ma nix dagegn doa. Host mi

    Translation: Das ist dort so und dagegen ist nichts zu machen. Verstanden

  2. textexter

    „Yilik efektif faiz“ klingt eben effektiver beim ohnehin hohen Zinssatz der ziemlich auf die Schnautze gefallenen City-Bänkler. Man sollte jetzt hergehen und die Otto-Brenner-Straße in „Faiserabad Effendi Erdogan“ umbenennen.

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