Unhandliches Kleingeld? Einfach alle Preise rauf!

In diesem Jahr lagen wieder besonders viele Geschenke unter dem Baum. Die Wirtschaft zog an, der private Konsum ebenfalls. Nach dem glänzenden Weihnachtsgeschäft sorgt sich der Einzelhandel in Deutschland jetzt jedoch um seine Bargeldversorgung. Schon zum Jahreswechsel könne das Münzgeld in kleineren Geschäften knapp werden, warnte der Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, in der Online-Ausgabe der „Bild“-Zeitung. Viele Händler bekämen von ihrer Hausbank kein Münzgeld mehr, weil immer mehr Filialen diesen Service einstellten. Sagt der Handelsverband.

„Unhandliches und schweres Kleingeld“ barmt die NW in einem Riesenaufmacher aus der PR-Schreibstube des Bankenverbandes. Warum „Dienstleister“ sein? Mit dem kleinen Mist verdient man doch nichts.

Lösung: alle Preise rauf und glätten. Aus 0,99 werden 1,00, aus 0,45 werden 0,50, aus 0,10 gleich 0,20. Problem gelöst und die Banken/Spasskassen, deren Sinn man angesichts Bargeldautomaten, Kontodrucker usw. auch nicht so schnell erkennen mag. Oder doch? Beim Spekulieren mit Giftpapieren und vierfach gehebelten Luftnummmern (früher mal: Betrug, heute „Kreativität“)) sind sie fast alle mit dabei. Gehts schief, gleicht der dumme Steuerzahler das aus.

Schönes Geschäft. Und so einfach. Geht nämlich ganz simpel per Computer-Spekulations – und Orderprogramm. Schaffen wir doch die Banken und Spasskassen ab und lassen die Computer alleine werkeln. Wer den schnellsten hat , verdient am meisten. Wer den Cent nicht ehrt ist auch des Spekulationsgewinns nicht wert.

Ein Gedanke zu „Unhandliches Kleingeld? Einfach alle Preise rauf!

  1. Dougan

    Ja, und die 1-und 2-Centmünzen abschaffen. Wie in Finnland oder, wo war das noch? Steht heute in der NW. Nun ja, es sollen ja weder Vor-, noch Nachteile daraus entstehen. Die Kaufkraft mag ebenfalls kaum beeinflußt werden, auf lange Sicht. Jedoch, wenn die Geldmenge sinkt, wie stark oder schwach wird die Inflation dadurch beeinflußt?

    Die Bundesregierung hat bei der Euroeinführung ja konsequent darauf bestanden, daß die Kleinmünzen beibehalten werden, wegen der starken Ähnlichkeit zum Pfennig. Mir persönlich wäre die Rückkehr zur D-Mark ehrlich gesagt aber lieber, als dieses ganze Eurohickhack.

Kommentare sind geschlossen.