Die Stadt, der Schnee und die „Buchten“

Nach Mitteilung des Amtes für Verkehr werden die Parkbuchten an der Hauptstraße zwischen der Gaswerkstraße und der Brackweder Kirche bis Freitagmittag, 31. Dezember, zum Parken freigegeben, wenn sie gut vom Schnee freigeräumt worden sind. Geschäftsleute, die die Stellflächen vor Ihrem Geschäft freigeräumt haben, können diese Plätze telefonisch unter 0521 / 51-6586 melden; ein eigenmächtiges Verrücken von Baken ist dabei nicht zulässig.

Verkehrskadetten der Bielefelder Verkehrswacht werden jetzt den Bereich zu den Geschäftszeiten beobachten, mit Falschparkern das Gespräch suchen und bei Bedarf die Ordnungsbehörde verständigen. Wer sich rechtswidrig mit seinem Fahrzeug hinter die Baken stellt und so eine mögliche Behinderung der Stadtbahn in Kauf nimmt, muss damit rechnen, dass sein Fahrzeug abgeschleppt wird. Wegen der Wetterprognosen werden am Silvestertag auch die freigegebenen Parkbuchten ab Mittag wieder gesperrt.

Pressemeldung der Stadt Bielefeld. Jetzt greifen sie durch, die Stadtverwalter. Verrückt bitte nicht „eigenmächtig“ die Backen an Brackwedes Hauptstraße. Auch nicht, wenn ein sozialer Dienst mit einem Bulli eine verletzte oder zu behandelnde Person zur Therapie bringen oder abholen muss. Hört Ihr? Wartet ab, Ihr Arbeiter-Samariter. Rotkreuzler, Johanniter usw., bis im März der Räumdienst der Stadt kommt und ein paar Tonnen Salz gestreut sind, die man „vergaß rechtzeitig zu ordern“, wer konnte schon mit so einem frühen Winterbeginn rechnen in den Amtsstuben“, gell?

Über die Bahn, die sich mal mit „Alle Wetter. Die Bahn“ lustig machte und seit Mehdorn und jetzt Vorturner Grube keine Ersatzzüge, Loks und zu wenig beheizte Weichen hat, decken wir mal lieber den dicken Mantel des Schweigens. Der wärmt wenigstens, wenn der Bund aus „Haushaltspolitischen Gründen“ nicht auf die Abführung von 500 Mio./Jahr verzichten mag. Schließlich ist Frau Bundeskanzlers niegelnagelneuer Riesenjet A 340 mit bequemen Betten und Schlafkissen für Tagträumer und politische Nullen viel, viel, viel wichtiger. Schön, wenn unsere Könige der Neuzeit so sanft Vorfahrt haben…

4 Gedanken zu „Die Stadt, der Schnee und die „Buchten“

  1. Reno Vegas

    BUSSPURBETREUER! Wir btauchen Bussspurbetreuer! Das bewährte Konzept aus BERLIN!

  2. kath

    Wer gestern ne Sightseeing Tour mit dem Stadtbahnersatzverkehr (tolles Wort) genießen durfte, durfte auch sehen wie sich zwei fette Busse aneinander vorbei schlängeln mussten (Hauptstraße) und was für geistreiche Bürger einfach dezent die Absperrungen verschoben haben um ihr Luxusgefährt darin zu parken. Während die allerdings direkt zur Sau gemacht wurden durften „offizielle“ Autos mit Werbeaufdrücken sorglos dort parken.
    Ist ja nett das mit zweierlei Maß gemessen wird, aber wieso darf ein Klempner Büro dort parken um sich beim Bäcker einen Coffee to go zu holen und eine Tochter mit ihrer älteren, nicht mehr ganz so fitten, Mutter nicht?

  3. textexter Artikelautor

    Sozialen Diensten im Einsatz passiert es sogar, angeranzt zu werden „was sie da wollen“.

  4. Dougan

    Scheiß auf motorisiertes, wenn E10 rauskommt wird eh alles teurer, sogar der ÖPNV. Holt für den Winter die Schlitten raus, wie in Lappland und im Sommer kommen Fahrgemeinschaften.

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