Professor Martin Haase in BI über „Neusprech“

„Politiker, die Terrorfurcht schüren und sich dadurch Zuspruch
erhoffen, versuchen ihre unpopulären Pläne euphemistisch zu
verpacken. Positiv erscheinende Aspekte werden hervorgehoben,
Negatives wird ausgeblendet. Damit einher geht die inhaltliche
Verharmlosung von Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung,
Videoüberwachung usw. Negative Worte werden durch positive ersetzt
und rhetorische Muster werden verwendet, um die Hybris zu vertuschen.“

Wer?

Martin Haase. Professor für Romanische Sprachwissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Engagiert sich für freies Wissen und IT-Grundrechte, unter anderem im Chaos Computer Club. Seit 2003 arbeitet er mit bei Wikipedia und war von 2005 bis 2007 Mitglied im Vorstand von Wikimedia Deutschland e.V. Sein Vortrag beleuchtet Merkmale der Politikersprache, die in Anlehnung an George Orwells Buch „1984“ als „Neusprech“ bezeichnet werden kann.

Wo und wann?

Sonntag, 7. Dezember 2008, 15 Uhr (bis etwa 18 Uhr) Bunker Ulmenwall, Kreuzstr., Bielefeld. Eintritt 5 Euro (Jugendliche unter 18 Jahre frei)

Veranstalter?

FoeBud e.V. Bielefeld

Interessant?

Aber klar. In Zeiten der Widerauferstehung von Gestapo und Stasi als „Stasi 2.0“ als Ergebnis paranoiden Denkens eines deutschen Innenministers auf jeden Fall.