One morning in Brackvegas

Fährt man langsam durch die Hauptstraße des Bielefelder Stadtteils Brackwede, kommen Assoziationen. Eine Spielhölle, noch eine Spielhölle, wieder eine Spielhölle, eine „Wetten-daß…Bude“, noch eine Spielhölle, wieder eine. Dazwischen Leerstand, Leerstand, Leerstand.

Brackvegas

Wo früher einmal kleiner, aber auskömmlicher Handel florierte, ist Bielefelds größter Stadtteil heute zu einer Art Brackvegas mutiert. Komisch nur, daß an fast allen Spiel/Wett/sonstwie-Höllen die Inhabernamen mit „Ali“, „Ibrahim“ oder anderen orientalischen Namen beginnen. Ob das alles so richtig gut ist?

Leerstand

Die Sparkassen – und Bankenpaläste scheints nicht zu stören. Sie planen ihre Aus- und Anbauten und fröhnen ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Lesen von Basel II-Bestimmungen. Auch hier komisch, daß die wohl auf die „Ali´s“, „Ibrahims“ und andere orientalische Vornamen eher weniger angewandt werden als auf Renate, Hermann oder Elisabeth, die ihren Bettenhandel nach Jahrzehnten aufgeben (müssen)….

3 Gedanken zu „One morning in Brackvegas

  1. Krawalli

    Aua! Der Beitrag über den übergewichtigen Radfahrer, der abfällig als „Elefantino“ betitelt wurde http://bielefeld-blog.de/27.11.2006/elefantinos-detmolder-strassenfahrt/ war ja schon grenzwertig. Und jetzt ein Beitrag, der als ausländerfeindlich gelten könnte. Wie gut, dass in einem Blog jeder schreiben darf, was er will!? …und dabei anonym bleiben kann!

    „Die so genannten Basel II-Bestimmungen definieren klare Regeln für die Eigenkapitalausstattung von Kreditinstituten. Dies wirkt sich auch auf die Kreditvergabe aus. (…) Je höher die Bonität Ihres Unternehmens, umso weniger Eigenkapital muss die Sparkasse für Ihren Kredit zurücklegen und umso attraktiver ist die Kondition, die Ihnen Ihre Sparkasse anbieten kann.“
    (Quelle: http://www.sskm.de)

    Oder meinen Sie, „Ali’s Spiel- und Wettbüro“ wurde zu weniger attraktiveren Konditionen von der Bank unterstützt als der deutsche Bettenhandel??? Das wäre wirklich ungerecht!

  2. textexter Artikelautor

    Nö. Als „ausländerfeindlich“ kann mich niemand wirklich angesichts meines sehr bunten Freundes – und Bekanntenkreises bezeichnen. Von Brasilianern über Türken, Franzosen, Italiener, Syrer bis hin zu Israelis ist so ziemlich die ganze Bandbreite vorhanden.

    Und der kleine Seitenhib via „Basel II“ spiegelt eigentlich nur wider, was einige Banker in Bielefeld und anderswo in stillen Stunden von sich geben. Hat vielleicht damit zu tun, daß „Ali und Ibrahim“ häufiger größeren Humaneinsatz bringen als viele frustrierte Deutsche. Es ist ja bisher nicht bewiesen, daß die Welt am „deutschen Wesen“ genesen kann. Was nun nicht unbedingt etwas mit sich verdrängt fühlenden frustrierten deutschen Kaufleuten zu tun hat. Wie sagt doch Gas-Gerd? „Jeder kann das. Er muß nur wollen“. Na ja. Wollen allein genügt sicher nicht…..

  3. Marschl

    Die Bilder sind schlecht getroffeen…auf der anderen Seite steckt hier auch nen wenig Wahrheit hinter. Viele Geschäftsaufgaben und eine wachsende Zahl an Spielotheken; aber auch Bäcker, Optiker und Banken…Also, was solls, die stören mich nicht. Und Brackwede mit Las Vegas vergleichen?! Dazu müsste hier abends auch was los sein…

    bye

    Marschl

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