„Aufschwung nicht angekommen“

Während die Unternehmen in der guten Konjunkturlage ihre Gewinne stark gesteigert hätten, seien die realen Nettolöhne pro Arbeitnehmer zwischen den Jahresenden 2004 und 2007 insgesamt um 3,5 Prozent gesunken. An diesem Wert habe sich seit Jahresbeginn nichts geändert. „Es ist nicht nur ein mehrheitliches Gefühl der Bevölkerung, dass sie vom Aufschwung nicht profitiert. Es ist Realität. Trotz eines gut dreijährigen Konjunkturaufschwungs ist die reale Einkommenssituation vieler Haushalte heute schlechter als zuvor“, schreiben die Konjunktur-Forscher Camille Logeay und Rudolf Zwiener. Im Auftrag der Stiftung hatten sie die Aufschwungphase mehrfach untersucht.

Das teilte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung mit. Sie hatte die Entwicklung vom Herbst 2004 bis ins erste Quartal 2008 untersuchen lassen. „Der Zuwachs an Wirtschaftsleistung ist in den vergangenen drei Jahren ganz überwiegend den Beziehern von Gewinn- und Vermögenseinkommen zugeflossen.“ Daran hätten auch die verhältnismäßig hohen Tarifabschlüsse der vergangenen Monate nichts geändert. Die Konjunktur hat sich im zweiten Quartal 2008 abgekühlt.

Gelesen auf T-online. Ja da bin ich aber mehr als überrascht. Wollen uns doch die hiesigen Staatsparteien-Auguren weißmachen, es sei anders. Gell Herr Wend, da reiben Sie sich aber die Augen, Sie „Experte“ was? Und was die „mächtigste Frau der Welt“ in Abwesenheit anderer uns über die Konjunktur weismachen wollte, hat eher mit ihrem nur rudimentär vorhandenen Rechenvermögen, BruttoNetto und der erhöhten Märchensteuer zu tun, die keineswegs neutral ist.

PS. Gestern habe ich einen Bericht über ein Auswandererehepar in Costa Rica gesehen. Im Interview sagten sie, das sie ihren Angestellten Stundenlöhne von 3,50 bis 5 €/Stunde zahlten. Und das beim Preisniveau Costa Ricas. Mehr kriegen viele hier in der Bundesrepublik auch nicht.